Deutsche Anleihen: Erneut fester

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Freitag erneut gestiegen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum späten Nachmittag um 0,12 Prozent auf 145,48 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 1,308 Prozent.

Die Kursgewinne setzen sich auch an den Märkten der Eurokrisenländer fort. Länder wie Italien und Spanien hatten sich in der vergangenen Woche erfolgreich auch im langfristigen Bereich refinanziert. Nach besser als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten gab der Bund-Future jedoch einen Teil seiner Gewinne ab. So war das Konsumklima der Universität von Michigan war im Mai auf den höchsten Stand seit Juli 2007 gestiegen./jsl/he

Börse Stuttgart-News: bonds weekly

STUTTGART (BOERSE-STUTTGART AG) – Der Newsletter rund um den Anleihenhandel. Ausgabe 20 / 17.05.2013

DURCHWACHSENE KONJUNKTURZAHLEN STÜTZEN BUNDESANLEIHEN

Die zunehmende Risikofreudigkeit der Investoren sowie verstärkte Spekulationen über einen möglichen Ausstieg der US-Notenbank Fed aus dem laufenden Ankaufprogramm hatten zum Ende der Vorwoche die Kaufbereitschaft bei Staatsanleihen gedämpft. Nach den deutlichen Kursverlusten am Freitag starteten Bundesanleihen jedoch behauptet in die neue Börsenwoche. Dabei hielten sich die Bewegungen aber in engen Grenzen.

Auf dem G7-Treffen am Wochenende standen viele wichtige Themen auf dem Programm. Auch Japan rückte wegen der Abwertung der eigenen Währung in den Fokus. Das Land der aufgehenden Sonne konnte aber seine G7-Partner von der binnenwirtschaftlichen Notwendigkeit der expansiven Maßnahmen überzeugen.

Aus Frankreich und Italien kamen schwache Zahlen zur Industrieproduktion im März. Deutschland, Spanien und die Niederlande schafften hier merkliche Anstiege.

Die Kurse der Bundesanleihen bewegten sich am Dienstag bis in den Nachmittag hinein weitgehend seitwärts. Dann setzte sich, auch wegen fester tendierender Aktienmärkte, eine schwächere Tendenz durch.

Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für die Konjunkturerwartungen in Deutschland bleibt im Mai weitgehend unverändert bei 36,2 Punkten.

Wirtschaft in der Eurozone schrumpft weiter – auch Frankreich in der Rezession

Am Mittwoch wurden aktuelle Zahlen zum Bruttoinlandprodukt (BIP) im ersten Quartal veröffentlicht. Der deutschen Wirtschaft gelang dabei mit einem Plus von 0,1 Prozent zum Vormonat nur ein mageres Wachstum. Analysten hatten wenigstens mit 0,3 Prozent gerechnet. Offenbar hat aber der lange, kalte Winter ein besseres Ergebnis verhindert. Frankreich rutschte dagegen in die Rezession. Abermals schrumpfte die Wirtschaftsleistung hier um 0,2 Prozent. Auch im Euroraum ging das BIP um 0,2 Prozent zurück. Das war nun bereits der sechste Quartalsrückgang in Folge.

Bundesanleihen tendierten zur Eröffnung am Mittwoch leichter. Die enttäuschenden Wachstumszahlen stützten dann aber den Markt wieder. Nach merklichen Ausschlägen im Tagesverlauf notierten die Kurse zum Handelsschluss nur wenig verändert.

Der Konjunkturindex der Notenbank von New York rutschte mit einem Minus von 1,4 Punkten erstmals seit Januar wieder in den negativen Bereich. Die US-Verbraucherpreise gingen im April um 0,4 Prozent zum Vormonat zurück. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg überraschend stark auf 360.000 an. Das ist der höchste Wert seit Ende März. Bei den Baubeginnen kam es zu einem deutlichen Rücksetzer. Allerdings konnte die Anzahl der Baugenehmigungen kräftig zulegen. Zudem fiel der Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia deutlich in den negativen Bereich.

Bund-Future zum Ende der Woche fester

Die Kurse der Bundesanleihen konnten am Donnerstag im Zuge schwächerer US-Daten merklich zulegen. Der Bund-Future kletterte bis auf 145,36 Prozentpunkte.

Und auch am Freitag tendierten die Kurse fester. Der Bund-Future legte im Vorfeld der Veröffentlichung des Verbrauchervertrauens der Uni Michigan und von Thomson Reuters zunächst bis auf 145,66 Prozentpunkte zu.

Anlegertrends

Würth-Anleihe gefragt, Alpine unter Druck

Erst am Donnerstag eingeführt, zählt die neue eingeführte Würth-Anleihe bereits zu den gefragtesten Anleihen an der Börse Stuttgart. Die Anleihe verspricht bei einer Laufzeit bis Mai 2020 einen festen Zinssatz von 1,75%.

Unter Abgabedruck gerieten hingegen am Freitag die Anleihen des österreichischen Baukonzerns Alpine, einer Tochter der spanischen FCC. Neuerlich aufgelaufene Verluste und die Haltung der spanischen Mutter sorgten dafür, dass sich die Anleger mehrheitlich von den Anleihen trennten. Vielen Anlegern war die Informationslage zu unüberschaubar und damit nur schwer kalkulierbar.

bondm-News

Air Berlin PLC

In dem diese Woche veröffentlichten Quartalsbericht für das erste Quartal 2013 weist die Airline einen Umsatz von 791,9 Mio. Euro aus. (Q 1 2012: 812,9 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug im Berichtsquartal -188,4 Mio. Euro nach -149,30 Mio. Euro in Q1 2012. Unter Berücksichtigung der Einmalbelastungen im ersten Quartal diesen Jahres und des Sonderertrags aus Assetverkäufen im Auftaktquartal 2012 wurde damit das Vorjahresniveau trotz der deutlichen Reduktion der Kapazität und des laufenden Umbaus des Unternehmens sogar knapp überschritten. Damit liege das bereinigte EBIT auf dem Niveau der Planung, so der Zwischenbericht zum 31.03.2013.

3W Power S.A.

Auch die 3W Power S.A., die Holdinggesellschaft von AEG Power Solutions B.V veröffentlichte diese Woche die Ergebnisse für das erste Quartal 2013. Demnach lagen Auftragseingang sowie Auftragsbestand im ersten Quartal 2013 deutlich unter den Vorjahreswerten sowie dem vorangegangenen Quartal. Nach Angaben des Unternehmens sei der Auftragsrückgang das Ergebnis der fortlaufenden Schwäche bei POC und Verzögerungen großer Solarprojektaufträge. Dennoch konnte im ersten Quartal 2013, getrieben insbesondere durch Solarumsätze, ein Umsatz von 91,1 Millionen Euro erzielt werden. “Das Unternehmen muss nun kurzfristig Wege finden, um das wachsende Solargeschäft und die damit verbundene Kapitalbindung in ein Gleichgewicht zu bringen und Kostensenkungsmaßnahmen vorzunehmen, die zur Verbesserung unserer Cashflows erforderlich sind“, betont Bruce A. Brock.

Getgoods.de AG

Wie das Online-Handelshaus am Dienstag mitteilte, hat die getgoods.de AG den Groß- und Einzelhändler xgsm.com erworben. Die xgsm.com GmbH ist spezialisiert auf den internationalen Großhandel mit IT und Telekommunikationsprodukte. Die getgoods.de AG möchte ihr Angebot mit dem zusätzlichen Absatzweg (B2B) abrunden. Daneben erhofft sich das Online-Handelshaus Synergien auch im Kerngeschäft, indem z. B. große Restwarenbestände in einem Block abgesetzt werden können.

CENTROSOLAR Group AG

Das börsennotierte Unternehmen gab die vorläufigen Ergebnisse des ersten Quartals bekannt. Nach vorläufigen, nicht geprüften Berechnungen hat die CENTROSOLAR Group AG im ersten Quartal 20,4 MWp an Photovoltaik-Modulen und Systemen vertrieben. Das entspricht einem Rückgang von 25 % gegenüber dem Vorjahr (27,4 MWp). Die Entwicklung der Modulpreise stabilisierte sich im ersten Quartal, das Preisniveau bei Standardmodulen lag dennoch im Schnitt um 25% unter dem Wert des Vorjahresquartals. Das operative Ergebnis EBITDA vor Restrukturierungskosten (Aufwendungen aus dem im Februar beschlossenen umfassenden Restrukturierungsprogramm) lag bei -4,9 Mio. EUR (Vorjahr -2,7 Mio. EUR). Nach Abzug der Restrukturierungskosten und der Abschreibungen verblieb ein EBIT-Verlust von -11,0 Mio. EUR (Vorjahresverlust -4,1 Mio. EUR). Die Centrosolar Group AG wies darauf hin, dass die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Quartal im Wesentlichen den Erwartungen entspreche, die der Sanierungsvereinbarung mit den finanzierenden Banken zugrunde gelegt wurde. Die Umsetzung der operativen Sanierungsmaßnahmen erfolgte demzufolge plangemäß. Auch der Verkauf der Centrosolar Glas habe den Annahmen im Wertgutachten entsprochen, das für die vorgesehene Bilanzsanierung erstellt wurde.

MORE & MORE AG

Unternehmensportrait

Die MORE & MORE AG ist ein 1982 gegründetes, inhabergeführtes Modeunternehmen, das Damenoberbekleidung („DOB“) im mittleren Preissegment entwirft und unter der Marke „MORE & MORE“ in Deutschland und 20 weiteren Ländern vertreibt. Die Produktpalette umfasst dabei DOB, Taschen und Accessoires. Mit der Positionierung „modern women“ ist die Emittentin ein alternativer Anbieter zu den Anfangspreislagen im Premium-Segment. MORE & MORE beliefert die Branchenführer wie Peek & Cloppenburg, Ludwig Beck, Breuninger und Galeria Kaufhof aber auch Online-Händler wie Amazon oder Zalando. In diesem sogenannten Wholesalegeschäft mit derzeit 488 Kunden erzielte MORE & MORE im vergangenen Jahr rund 50 % der Umsätze. Seit 1984 ist das Unternehmen auch im Retail aktiv und verfügt über 33 eigene Stores in Deutschland. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch sechs eigene Outlets, vier davon in Deutschland. Stark wachsend zeigt sich der E-Commerce. Bei einem Umsatz von gut 45 Millionen Euro in 2012 erzielte MORE & MORE ein EBITDA von 2,16 Millionen Euro. Der operative Cash Flow betrug im selben Jahr 0,255 Millionen Euro.

Zum Wertpapier

Den Emissionserlös aus der Unternehmensanleihe will die MORE & MORE AG vorrangig zur Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten einsetzen. Darüber hinaus sollen die Mittel zur Optimierung der Einkaufskonditionen verwendet werden. Die Anleihe ist mit Anlegerschutzklauseln wie Kontrollwechsel, Negativerklärung, Drittverzug und Ausschüttungsbeschränkungen an die Gesellschafter ausgestattet. Die Anleihe kann durch den Emittenten ab dem dritten Jahr der Laufzeit zu einem Kurs über pari gekündigt werden. Das Wertpapier kann ab Montag, den 03. Juni 2013, durch Übermittlung eines Kaufauftrags an die Börse Stuttgart zum Ausgabepreis von 100% gezeichnet werden. Details entnehmen Sie bitte dem Wertpapierprospekt.

Externer Beitrag präsentiert von:

Mikey Fritz,

Chefredakteur

Anleihen-Compass

KOHLEBRANCHE IM ABSCHWUNG

„Buy the dips!“ – Dieses Motto hat seinen Anhängern seit Anfang 2009 viele Gewinne beschert, denn die überwiegende Zahl der Kursrückschläge hat sich in den letzten vier Jahren als Kaufgelegenheit herausgestellt. Wer die Nerven hatte, konnte auf diese Weise seine Performance signifikant aufbessern. Allerdings gibt es auch eine nennenswerte Zahl von Wertpapieren, die sich von den Kursrückschlägen nicht erholt haben und bleibende Schäden in den Depots hinterließen. Die Anleihen von New World Resources könnten das Risiko tragen, in Zukunft zu diesem Kreis zu gehören.

New World Resources legte ein wirklich außerordentlich schwaches Ergebnis vor. Der Betreiber von Kohleminen in Osteuropa und Produzent von Koks veröffentliche für das 1. Quartal einen Umsatz von 240,12 Mio. Euro. Das war der schwächste Umsatz in der jungen Geschichte des Unternehmens und unterbot sogar noch das bisher schwierigste Quartal nach „Lehman“.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal brach der Umsatz um 31% ein. Das tut schon beim Lesen weh. Noch schlimmer ist allerdings, dass die direkten (!) Umsatzkosten bei 256,36 Mio. Euro gelegen haben. So ergab sich ein operativer Verlust von 65,79 Mio. Euro.

Schon im Vorquartal hatte der operative Verlust bei 51,06 Mio. Euro gelegen. Kumuliert ergibt sich somit über die letzten zwei Quartale ein operativer Verlust von 116,85 Mio. Euro. Als es dem Unternehmen das letzte Mal richtig schlecht ging, im 4. Quartal 2009 und 1. Quartal 2010, ergab sich ein kumulierter operativer Verlust von 32,22 Mio. Euro. Aktuell überschreitet das Unternehmen also den bisherigen Rekordverlust um das 3,5fache.

New World Resources leidet unter fallenden Kohle- / Kokspreisen und einem fallenden Absatzvolumen. Die Umsätze werden gleich von beiden Seiten in die Mangel genommen. Man verkauft weniger und für das, was dann verkauft wird, bekommt man auch noch weniger als früher. Maßgeblich dafür verantwortlich ist die tiefe Rezession in Europa, die den Kohlestromverbrauch erheblich reduziert, das seit wenigen Jahren abrupt steigende Angebot an erneuerbaren Energien in Europa, sowie die weltweit gefallenen Marktpreise.

Restrukturierung erscheint unausweichlich

Man wird 2013 eine umfassende Restrukturierung durchführen müssen. Die Produktionskapazitäten müssen reduziert, die Kosten nach unten angepasst, die Kredite mit den Banken und Gläubigern neu verhandelt und das Eigenkapital erhöht werden. Damit liegt ein Haircut für die Anleihen im Bereich des Möglichen. Bereits auch deutlich zu erkennen an den Preisen, die am Anleihemarkt gestellt werden.

Die im Januar emittierten vorrangig, unbesicherten Euro Anleihen (A1HE5S) mit Fälligkeit 2021 sind bereits von Pari auf unter 70% gefallen. Ein Verlust von fast 10 Prozentpunkten pro Monat Laufzeit. Auch die besicherten Euro Anleihen (A1AWPB) mit Fälligkeit 2018 notierten bereits bei 83% auf der Geldseite. Das entspricht fast dem letzten Tief vom Oktober 2011. Doch seinerzeit war das Marktumfeld kaputt und die Anleihe intakt. Dieses Mal ist das Marktumfeld (noch) intakt, aber die Anleihe ist kaputt. Es scheint daher schwer vorstellbar, dass die Anleihe auf diesem Niveau aus charttechnischen oder sonstigen Gründen Halt machen könnte.

börse stuttgart tv

DAF-Anleihenforum: Notenbanken fluten Märkte mit Geld

Die Notenbanken weltweit fluten die Märkte weiter mit Geld, mittlerweile mit Billionen-Summen. Das Problem dabei: dieses Geld kommt meist nicht bei den Unternehmen im Wirtschaftskreislauf an. Wie ist dies zu bewerten? Dies ist ein Thema im aktuellen DAF-Anleihenforum. Daneben geht es um eine anstehende Neuemission im Bereich der Mittelstandsanleihen: die More & More AG.

More & More AG: Mode für die ‚Modern Woman‘

Die More & More AG – angesiedelt im Segment ‚Modern Woman‘ der Damenoberbekleidung – plant die Begebung einer Unternehmensanleihe. Die Angebotsfrist für die Anleihe im Volumen von bis zu 13 Millionen Euro beginnt am 3. Juni. Der jährliche Zinssatz beträgt 8,125 % bei einer Laufzeit von 5 Jahren. Wie ist das Unternehmen aufgestellt? Welche Rolle spielt der Online-Handel? Fragen dazu an den Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Mohr.

Neueinführungen an der Börse Stuttgart

Würth

Seit Donnerstag ist die neue Würth-Anleihe in Stuttgart handelbar. Die Würth-Gruppe ist eine weltweit operierende, vornehmlich im Großhandel mit Produkten der Befestigungs- und Montagetechnik tätige Unternehmensgruppe. Sie entwickelte sich aus der Adolf Würth GmbH & Co. KG mit Sitz im süddeutschen Künzelsau. Aktuell besteht die Gruppe aus über 400 Gesellschaften in mehr als 80 Ländern und beschäftigt über 64.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2012 erzielte die Würth-Gruppe einen Umsatz von 9,98 Milliarden Euro. Die Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 500 Millionen Euro läuft bis zum 21. Mai 2020. Der Kupon beträgt 1,75 Prozent, die kleinste handelbare Einheit liegt bei 1.000 Euro nominal.

Quelle: Boerse Stuttgart AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein boerse-stuttgart AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

Studie: Handwerksbetriebe punkten mit Familienfreundlichkeit

Schlagworte: Handwerk / Familie
Wenn es um ein familienfreundliches Arbeitsklima geht, sind Unternehmer aus dem Handwerk fortschrittlich. Das belegt nun auch eine deutschlandweite Studie des Ludwig Fröhler Instituts in München. Die Betriebe bemühen sich, ihren Angestellten ein familienfreundliches Klima zu bieten, heißt es darin. Familiäre Verpflichtungen werden akzeptiert, ohne dass daraus ein beruflicher Nachteil entsteht. Wichtig für Mitarbeiter mit Familie sind vor allem flexible Arbeitszeiten. Diesem Wunsch kommen die Betriebe zum Großteil nach: 86 Prozent bieten ihren Mitarbeitern familienfreundliche Arbeitszeitmodelle an. In einigen Branchen wie im Baugewerbe sind individuell vereinbarte Arbeitszeiten oder Gleitzeiten zwar nicht möglich, doch 46 Prozent der befragten Betriebe bieten ihren Angestellten Arbeitszeitkonten an. Im Gesundheits- und Dienstleistungsgewerbe sowie im Lebensmittelhandwerk gibt es sogar zu 70 Prozent flexible Arbeitszeiten. 75 Prozent aller Handwerksbetriebe ergreifen mindestens eine Maßnahme zur Familienförderung, wie etwa einen erleichterten beruflichen Wiedereinstieg: 25 Prozent bieten eine phasenweise Beschäftigung in der Elternzeit an und 57 Prozent der Unternehmen berücksichtigen familiäre Verpflichtungen bei der betrieblichen Planung. Das Angebot an familienfreundlichen Leistungen nimmt mit der Betriebsgröße deutlich zu.
Quelle: Deutsche Handwerkszeitung

Bayer kauft Darmstädter Familienunternehmen Steigerwald

Schlagworte: Unternehmen / Steigerwald
Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer übernimmt das Darmstädter Familienunternehmen Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH. Steigerwald ist spezialisiert auf apothekenpflichtige Arzneimittel auf pflanzlicher Basis. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, wie Bayer mitteilte. Die Wettbewerbsbehörden müssen dem Geschäft noch zustimmen. Steigerwald erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 61,3 Mio. Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 180 Mitarbeiter. Bayer will alle Steigerwald-Mitarbeiter übernehmen. Bayer-Vorstandsvorsitzender Marijn Dekkers hatte seit längerem angekündigt, den Konzern mit ergänzenden Akquisitionen vor allem in der Gesundheits-, aber auch in der Agrarsparte stärken zu wollen.
Quelle: Dow Jones News

EZB-Direktor Coeure: Werden keine Risikopapiere von Firmen übernehmen

Schlagworte: Mittelstand / EZB
Die Europäische Zentralbank (EZB) will die Kreditversorgung für kleine und mittelständische Unternehmen verbessern. Benoit Coeure, Mitglied im EZB-Direktorium, warnte in einer Rede auf einer Wirtschaftskonferenz der Universität Orleans aber davor, dass die Notenbank keine Schrottpapiere übernehmen werde. „Die EZB kann nur innerhalb ihres Mandats handeln.“ Die Übernahme unprofitabler Wertpapiere aus den Bilanzen der Banken würde bedeuten, dass die EZB Transaktionen übernehme, die kein anderer Marktakteur vornehmen würde, sagte Coeure. Die Notenbank werde auch unterschiedliche Finanzierungskosten, die aus unterschiedlichen Risikoumfeldern oder aus einer ungenügenden Kapitalausstattung resultierten, nicht künstlich beseitigen. Die EZB will gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) die Finanzierung kleiner und mittlerer Firmen anschieben. Die Geschäftsbanken, die jetzt das Risiko von Krediten an einen Mittelständler aus Südeuropa fürchten, sollen diese in Verbriefungen bündeln können. Dann könnte zum Beispiel die EIB diese Verbriefungen kaufen und bei der EZB als Sicherheiten für Repo-Geschäfte hinterlegen.
Quelle: Dow Jones News

Laser soll bei Trumpf weiter Wachstumstreiber sein

Schlagworte: Unternehmen / Trumpf
Die große Auswahl unterschiedlicher Laserstrahlquellen soll für das Unternehmen Trumpf zukünftig der Wachstumstreiber sein. Das erklärte der Ditzinger Hersteller auf der Messe „Laser World of Photonics 2013“ in München. „Wir machen in der Trumpf-Gruppe fast 70 Prozent unseres Umsatzes mit Laserprodukten und in den vergangenen drei Jahren hat der Laserbereich seinen Umsatz verdoppelt”, betonte Dr.-Ing. E.h. Peter Leibinger, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Trumpf GmbH + Co. KG und Vorsitzender des Geschäftsbereichs Lasertechnik/Elektronik, auf einer Pressekonferenz während der Messe. Dort präsentierte das mittelständische Unternehmen unter dem Motto „Power of Choice” zahlreiche neue Strahlquellen. Das besondere Augenmerk lag dabei auf Kurzpuls- und Ultrakurzpulslaser für die Mikrobearbeitung. Als Schwerpunkte für das Lasergeschäft nannte Leibinger den Schneidmarkt und den Diodenlaser. Der Laser habe bisher schon am Wachstum des Familienunternehmens großen Anteil gehabt. „Unser Ziel für die nächsten fünf Jahre ist ein durchschnittlicher Zuwachs von jährlich zehn Prozent“, erklärte Leibinger. Für das laufende Geschäftsjahr, das am 30. Juni zu Ende geht, habe sich das Wachstum deutlich verlangsamt. „Nach zwei Jahren mit guten zweistelligen Steigerungsraten wird das Plus diesmal nur im einstelligen Bereich liegen.”
Quelle: MaschinenMarkt

Studie: Schuldenkrise verunsichert Berliner Mittelstand

Schlagworte: Mittelstand / Export
Berliner Mittelständler haben wenig Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung. Vier von fünf Unternehmen aus der Hauptstadt erwarten in den kommenden Jahren eine schwache Konjunktur im Euro-Raum. Das geht aus einer aktuellen Mittelstandsstudie der Commerzbank hervor. Demnach sind die Firmen durch die seit Jahren anhaltende Schuldenkrise verunsichert.
94 Prozent der befragten Berliner Unternehmen wollen stärker auf den Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten setzen. Über 60 Prozent treibt die Sorge vor einer wachsenden Inflation im gemeinsamen Währungsraum um. Knapp 40 Prozent rechnen gar damit, dass die EU Mitgliedsstaaten wie Deutschland Maßnahmen verordnen könnte, um ihre Exportüberschüsse einzudämmen.
„Die Studie zeigt aber auch, dass der Mittelstand in Berlin bei aller Skepsis im internationalen Geschäft gut aufgestellt ist“, sagt Jörg Frischholz, Chef der Berliner Mittelstandsbank bei der Commerzbank. Mehr als zwei Drittel der international ausgerichteten Unternehmen in Berlin lieferten ihre Produkte bereits in Märkte jenseits von Europa, Nordamerika oder Japan. Schon jedes dritte international tätige Unternehmen aus der Hauptstadt sei vertraglich an Partner im Ausland gebunden. Vor fünf Jahren traf das nur auf jedes fünfte Unternehmen zu.
bfr/Tagesspiegel

US-Anleihen starten kaum verändert

NEW YORK (dpa-AFX) – US-Staatsanleihen sind am Freitag kaum verändert in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Im frühen Handel fehlt es am Rentenmarkt an Impulsen, und die Anleger halten sich am Rentenmarkt vorerst zurück. Auch am New Yorker Aktienmarkt deuten die Futures nur auf leichte Kursgewinne zur Eröffnung hin. Erst im weiteren Handelsverlauf stehen Konjunkturdaten in den USA auf dem Programm, die für neue Impulse sorgen könnten. Vor allem Daten der Universität von Michigan zur Stimmung der US-Verbraucher dürften das Interesse der Anleger auf sich ziehen.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 25/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,24 Prozent. Fünfjährige Anleihen stiegen um 1/32 Punkt auf 99 6/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,79 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen verharrten bei 98 25/32 Punkten. Sie rentierten mit 1,89 Prozent. Longbonds mit Laufzeit von dreißig Jahren verloren 3/32 Punkte auf 95 17/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,11 Prozent./jkr/bgf

Deutsche Anleihen: Erneut fester

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Freitag in einem impulsarmen Handel erneut gestiegen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum Mittag um 0,25 Prozent auf 145,67 Punkte. Der Future hat damit die deutlichen Gewinne vom Vortag infolge unerwartet schwacher US-Konjunkturdaten ausgebaut. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 1,295 Prozent.

Die Kursgewinne setzen sich auch an den Märkten der Eurokrisenländer fort. Länder wie Italien und Spanien hatten sich in der vergangenen Woche erfolgreich auch im langfristigen Bereich refinanziert. Im weiteren Verlauf könnten neue Konjunkturdaten aus den USA für Bewegung sorgen. Veröffentlicht werden Daten zur Verbraucherstimmung und der Sammelindex der Frühindikatoren./jsl/bgf

Deutsche Anleihen: Zur Kasse deutlich fester – Rendite fällt auf 1,06 Prozent

FRANKFURT (dpa-AFX) – Deutsche Staatsanleihen haben am Freitag zur Kasse deutlich fester tendiert. Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere fiel im Gegenzug von 1,12 Prozent am Vortag auf 1,06 Prozent, wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte.

Es gab fünf Verlierer mit Kursabschlägen von bis zu 0,01 Prozentpunkten. Dem standen 57 Gewinner mit Aufschlägen von bis zu 1,80 Punkten gegenüber. Die Bundesbank verkaufte per Saldo Anleihen im Wert von 8,5 Millionen Euro.

Der Rentenindex Rex stieg um 0,31 Prozent 135,25 Punkte. Diesen Index berechnet die Deutsche Börse auf Basis der Kassakurse ausgesuchter Anleihen./jkr/jsl

Deutsche Anleihen: Kaum verändert zum Handelsstart

FRANKFURT (dpa-AFX) – Am Markt für deutsche Staatsanleihen sind die Kurse am Freitag nahezu unverändert in den Handel gestartet. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg am Morgen um 0,01 Prozent auf 145,32 Punkte. Der Future konnte damit die deutlichen Gewinne vom Vortag nach unerwartet schwachen US-Konjunkturdaten halten. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stand kaum verändert bei 1,33 Prozent.

Im weiteren Handelsverlauf stehen nur wenige Wirtschaftszahlen zur Veröffentlichung an, die für neue Impulse sorgen könnten. Erst am Nachmittag dürften Daten zur Stimmung der Verbraucher in den USA wieder Bewegung in den deutschen Rentenmarkt bringen. Nach Einschätzung von Experten der Commerzbank könnten aber auch die für die Mittagszeit geplanten Reden führender Notenbanker der Europäischen Zentralbank die Kurse der Festverzinslichen beeinflussen./jkr/fbr

US-Anleihen mit moderaten Gewinnen

NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Staatsanleihen haben am Donnerstag nach schwachen Konjunkturdaten moderat zugelegt. Die festverzinslichen Wertpapiere profitierten Experten zufolge von der dadurch gedämpften Risikobereitschaft der Anleger. Die Spekulationen, dass die US-Notenbank Fed ihr Kaufprogramm für Anleihen zurückfahren könnte, hätten sich deutlich abgekühlt. An der Wall Street gaben die zuletzt rekordhohen US-Aktienindizes Dow Jones Industrial und S&P-500-Index etwas nach.

Zweijährige Anleihen stiegen um 1/32 Punkte auf 99 25/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,23 Prozent. Fünfjährige Anleihen gewannen 7/32 Punkte auf 99 8/32 Punkte und rentierten mit 0,78 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen legten um 19/32 Punkte auf 98 28/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 1,87 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren stiegen um 1 8/32 Punkte auf 95 25/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,09 Prozent.

In den USA waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend deutlich auf den höchsten Stand seit Ende März gestiegen. Zudem belegte der unerwartet gefallene Stimmungsindikator Philly-Fed-Index, dass sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Mai eingetrübt hat und jetzt wieder einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität signalisiert. Im Bausektor boten Daten für den April eine positive Überraschung bei den Baugenehmigungen, wogegen die Baubeginne enttäuschten. Dazu kamen für den vergangenen Monat überraschend stark gesunkene Verbraucherpreise./gl/he

Deutsche Anleihen: Fester – US-Konjunkturdaten

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag nach schwachen US-Konjunkturdaten deutlich gestiegen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future legte um 0,46 Prozent auf 145,30 Prozent zu. Der Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 1,327 Prozent.

Die US-Verbraucherpreise waren im April im Vergleich zum Vormonat stärker gefallen als erwartet. Zudem enttäuschten die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sowie der Frühindikator für die Region Philadelphia die Markterwartungen. ‚Die Daten würden tendenziell dafür sprechen, dass die Fed ihre expansive Geldpolitik unvermindert fortsetzt‘, sagte Thomas Amend, Ökonom beim Bankhaus HSBC Trinkaus. Auch in den anderen Ländern der Eurozone gingen die Renditen weiter zurück./jsl/he

DGAP-News: Golden Gate AG: Golden Gate-Anleihe erhält wiederholt Rating mit Investment Grade BBB

DGAP-News: Golden Gate AG / Schlagwort(e): Anleihe
Golden Gate AG: Golden Gate-Anleihe erhält wiederholt Rating mit
Investment Grade BBB

16.05.2013 / 16:44

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Golden Gate-Anleihe erhält wiederholt Rating mit Investment Grade BBB

Seeshaupt, 16. Mai 2013 – Die Unternehmensanleihe der Golden Gate AG ist
von der Creditreform Rating AG im Rahmen eines Folgeratings erneut mit BBB
bewertet worden (ISIN DE000KQXX5, WKN A1KQXX). ‚Wir freuen uns, dass unsere
6,5%-Anleihe, die mit einem Höchstmaß an Sicherheiten für die Zins- und
Rückzahlung der Anleihe ausgestattet ist, erneut eine Beurteilung im
Bereich Investment Grade erhalten hat‘, zeigt sich Uwe Rampold, Vorstand
der Golden Gate AG, zufrieden. ‚Unser Fokus liegt weiterhin darauf, unseren
Investoren neben einer attraktiven Rendite die größtmögliche Sicherheit zu
gewährleisten und für die Restlaufzeit der Anleihe bis Oktober 2014
verlässliche und stabile Rahmenparameter zu liefern.‘ Bereits zum Start der
Anleihe im April 2011 hatte Creditreform die erste Mittelstandsanleihe im
Entry Standard der Deutsche Börse AG mit BBB bewertet und bestätigte ihre
Einschätzung in den beiden darauf folgenden Jahren. In einem zusätzlich
durchgeführten Unternehmensrating erhielt die Golden Gate AG erneut ein BB.

Kurzberichte zu den Ratings der Golden Gate AG sowie der aktuelle
Projektstatus sind auf der Website des Unternehmens zum Download
hinterlegt: http://www.goldengate.ag/investoren/publikationen.html

Über die Golden Gate AG

Die Golden Gate AG hat sich auf den Erwerb, die Entwicklung und Vermarktung
von Gesundheits- und Wohnimmobilien spezialisiert. Das Unternehmen
entwickelt und realisiert zukunftsgerichtete Nutzungskonzepte und veräußert
die Immobilien später wieder an langfristig orientierte Betreiber und
Investoren.


Presse/ Investor Relations Kontakt:                Kontakt:
Better Orange IR & HV AG                           Golden Gate AG
Frank Ostermair, Stephan Hehne                     Osterseenstraße 2
Telefon +49 89 88 96 906-19                        82402 Seeshaupt
goldengate@better-orange.de                        Telefon +49 8801-911 301
                                                   Fax +49 8801- 911 401
                                                   www.goldengate.ag
                                                   info@goldengate.ag


Ende der Corporate News

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16.05.2013 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
übermittelt durch die DGAP – ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber
verantwortlich.

Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,
Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Medienarchiv unter http://www.dgap-medientreff.de und
http://www.dgap.de

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Sprache: Deutsch
Unternehmen: Golden Gate AG
Osterseenstraße 2
82402 Seeshaupt
Deutschland
Telefon: +49 8801 – 911 301
Fax: +49 8801 – 911 401
E-Mail: info@goldengate.ag
Internet: www.goldengate.ag
ISIN: DE000A1KQXX5
WKN: A1KQXX
Börsen: Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg; Frankfurt
in Open Market (Entry Standard)

Ende der Mitteilung DGAP News-Service
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211501 16.05.2013

Irland refinanziert sich zu rekordniedrigen Zinsen

DUBLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) – Weiterer Lichtblick für Irland: Am Donnerstag konnte sich das von einer schweren Bankenkrise gebeutelte Land so günstig wie nie seit der Euro-Einführung refinanzieren. Wie aus Daten der nationalen Schuldenagentur NTMA hervorgeht, ergab eine Versteigerung dreimonatiger Schuldtitel eine durchschnittliche Rendite von 0,129 Prozent. Das ist ein Rekordtief in dieser Laufzeit. Bei starker Nachfrage wurden Papiere über insgesamt 500 Millionen Euro verkauft.

Irland war Ende 2010 infolge hoher Kosten seiner Bankenrettung unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft. Nach derzeitiger Planung soll sich das Land im kommenden Jahr wieder selbständig über die Ausgabe langlaufender Staatsanleihen refinanzieren. Irland gilt unter den europäischen Krisenländern als ‚Musterknabe‘. Von seinen Geldgebern wird das Land regelmäßig für die reibungslose Umsetzung der vereinbarten Spar- und Reformmaßnahmen gelobt./bgf/he

US-Anleihen starten nach schwachen US-Daten mit Kursgewinnen

NEW YORK (dpa-AFX) – US-Staatsanleihen sind am Donnerstag nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Ein unerwartet starker Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf den höchstem Stand seit Ende März habe der Risikofreude der Investoren einen Dämpfer versetzt, sagten Händlern. Außerdem sorgte ein starker Rückgang der Baubeginne für Rückenwind bei amerikanischen Staatsanleihen.

Zweijährige Anleihen stiegen um 1/32 Punkt 99 25/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,24 Prozent. Fünfjährige Anleihen stiegen um 4/32 Punkte auf 99 4/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,80 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen gewannen 8/32 Punkte auf 98 17/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,91 Prozent. Longbonds mit Laufzeit von dreißig Jahren legten 21/32 Punkte zu auf 95 6/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,12 Prozent./jkr/bgf

gamigo AG: Spiele-Bond für den Entry Standard

Der Publisher und Vermarkter von Online-Spielen gamigo plante im Juni, eine Mittelstandsanleihe zu begeben. Mit diesem Schritt will das Hamburger Unternehmen bis zu 15 Mio. EUR einsammeln. Die frischen finanziellen Mittel sollen in das weitere Wachstum, die weitere Internationalisierung mittels der regionalen Ausweitung der Lizenzen sowie Akquisitionen im Rahmen der Expansionsstrategie fließen. Im Rahmen der aktuellen Strategie will man sowohl organisch als auch anorganische wachsen. Weiterlesen