US-Anleihen: Überwiegend Verluste

NEW YORK (dpa-AFX) – US-Staatsanleihen haben am Mittwoch überwiegend nachgegeben. Im Fokus standen die Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Kongress. Einerseits hatte er gesagt, dass eine voreilige Straffung oder ein Ende der lockeren Geldpolitik Risiken berge. Daher werde sie so lange locker bleiben wie nötig. Er verwies unter anderem auf den US-Arbeitsmarkt, der trotz der jüngsten Erholung insgesamt weiterhin schwach sei. Zudem erwartet er, dass die Inflation auf Zweijahressicht unter dem 2-Prozentziel bleiben dürfte. Andererseits hielt sich der Fed-Präsident aber auch die Tür für eine Straffung der ultralockeren Geldpolitik offen. Das Tempo der monatlichen Anleihekäufe könne bei den nächsten Fed-Sitzungen gedrosselt werden, hatte er ebenfalls gesagt.

Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Notenbank bleiben zudem gespalten: Einige sind bereit, schon ab Juni einen Gang herunter zu schalten. Viele andere wollen weitere wirtschaftliche Fortschritte sehen, bevor der Fuß vom Gas genommen wird.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 24/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,25 Prozent. Fünfjährige Anleihen sanken um 11/32 Punkte auf 98 22/32 Punkte und rentierten mit 0,89 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen büßten 26/32 Punkte auf 97 17/32 Punkte ein und rentierten mit 2,02 Prozent. Longbonds mit Laufzeit von dreißig Jahren gaben 1 17/32 Punkte auf 93 16/32 Punkte ab. Sie rentierten mit 3,22 Prozent./ck/he

US-Notenbank uneins über Anleihekäufe

WASHINGTON (dpa-AFX) – Die US-Notenbank Fed bleibt gespalten, was die Bewertung ihrer milliardenschweren Anleihekäufe angeht. Einige Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses sind bereit, schon ab Juni einen Gang herunter zu schalten. Viele andere wollen jedoch weitere wirtschaftliche Fortschritte sehen, bevor der Fuß vom Gas genommen wird. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) der letzten Fed-Sitzung hervor. Die US-Notenbank kauft derzeit zur Stützung der Konjunktur monatlich Anleihen im Wert von 85 Milliarden Dollar. Zuletzt hatte es immer wieder Spekulationen über ein vorzeitiges Ende oder eine Drosselung der Käufe gegeben. Notenbankchef Ben Bernanke hatte die Erwartungen zuvor vor dem US-Kongress gedämpft und gesagt, ein voreiliger Ausstieg könne die wirtschaftliche Erholung gefährden./hbr/he

Deutsche Anleihen geben Gewinne ab

FRANKFURT (dpa-AFX) – Deutsche Staatsanleihen haben am Mittwoch anfängliche Kursgewinne fast komplett wieder abgegeben. Die Aussicht auf weiteres Billiggeld aus den USA hebt die Risikofreude an den Märkten und dämpft die Nachfrage nach sicheren Titeln aus Deutschland. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum Abend um 0,03 Prozent auf 144,35 Punkte. Sein Tageshoch hatte er zuvor noch deutlich höher bei 145,20 Punkten markiert. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag zuletzt bei 1,43 Prozent.

US-Notenbankchef Ben Bernanke dämpfte Spekulationen über einen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik. ‚Ein voreiliges Ende oder eine Straffung birgt das Risiko, die wirtschaftliche Erholung abzuwürgen‘, sagte der Fed-Chef in Washington. Die Geldpolitik bleibe so lange wie nötig expansiv, versprach Bernanke bei einer Anhörung vor dem US-Kongress. Die Aussicht auf eine ungebremste Liquiditätsflut fachte die Rally an den Börsen weiter an. Die bei defensiven Anlegern gefragten deutschen Anleihen gerieten im Gegenzug unter Druck./hbr/he

Bernanke: Fed könnte Fuß bei Anleihekäufen vom Gas nehmen

WASHINGTON (dpa-AFX) – US-Notenbankchef Ben Bernanke wendet sich vor dem US-Kongress und hält die Tür für eine Straffung der ultralockeren Geldpolitik nun doch offen. Das Tempo der monatlichen Anleihekäufe könne bei den nächsten Fed-Sitzungen gedrosselt werden, sagte Bernanke am Mittwoch vor Abgeordneten in Washington. Nachdem Bernanke eingangs noch betont hatte, auf wie wackeligen Beinen der moderate Aufschwung stehe, sprachen Händler von einer ‚unglaublichen Kehrtwende‘. Der Devisenmarkt ging auf Berg- und Talfahrt.

Voraussetzung, um den Fuß beim Anleihekaufprogramm vom Gas zu nehmen, sei allerdings eine kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen Lage, sagte Bernanke. Zu Beginn seiner Rede hatte er noch die Gefahren einer vorzeitigen Abkehr vom aggressiven geldpolitischen Kurs hervorgehoben: ‚Ein voreiliges Ende oder eine Straffung birgt das Risiko, die wirtschaftliche Erholung abzuwürgen‘, sagte Bernanke. Er versprach, dass die Geldpolitik so lange wie nötig expansiv bleibe.

HEFTIGE SCHWANKUNGEN AM DEVISENMARKT

Der Devisenmarkt reagierte mit heftigen Schwankungen auf die Äußerungen. Der US-Dollar geriet durch die Aussagen zunächst stark unter Druck und fiel auf den tiefsten Stand seit einer Woche. Der Euro stieg im Gegenzug auf ein Tageshoch bei 1,2998 Dollar. Zuvor hatte die europäische Gemeinschaftswährung noch mehr als einen halben Cent tiefer gestanden. Nach den Aussagen zu einer möglichen Drosselung der Anleihekäufe rutschte der Euro jedoch kräftig ab und notierte zuletzt nur noch bei 1,2883 Dollar./hbr/he

DGAP-Adhoc: Centrosolar Group AG: Hauptversammlung beschließt Bilanzsanierung – Wesentlicher Meilenstein im Rahmen der Unternehmenssanierung erreicht

Centrosolar Group AG / Schlagwort(e): Kapitalmaßnahme

22.05.2013 16:59

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch
die DGAP – ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Ad-hoc Mitteilung nach § 15 WpHG

Hauptversammlung beschließt Bilanzsanierung – Wesentlicher Meilenstein im
Rahmen der Unternehmenssanierung erreicht

München, 22. Mai 2013. Nach der gestrigen Zustimmung der Anleihegläubiger
haben heute die Aktionäre im Rahmen der Hauptversammlung dem vom Vorstand
erarbeiteten Maßnahmenpaket zur Sanierung der Bilanz der CENTROSOLAR Group
AG mit großer Mehrheit zugestimmt.

Im Wesentlichen wurden folgende Beschlüsse gefasst: Das Grundkapital der
Gesellschaft wird in vereinfachter Form von EUR 20.351.433 auf EUR 814.057
– nach Einziehung von 8 Aktien – herabgesetzt. Dadurch verringert sich im
ersten Schritt die Anzahl der Aktien der Gesellschaft im Verhältnis 25:1.
Im nächsten Schritt wurde beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft
gegen Sacheinlage der EUR 50.000.000-7% Anleihe 2011/2016 (‚Anleihe‘) und
eines Nachrangdarlehens um insgesamt EUR 6.260.000 auf EUR 7.074.057 zu
erhöhen. Dadurch können die Anleihe in Höhe von nominal 50 Mio. EUR sowie
das Nachrangdarlehen in Höhe von nominal 9,5 Mio. EUR in Eigenkapital
umgewandelt und somit die Finanzverschuldung um mehr als 60% gesenkt
werden. Schließlich wurde beschlossen, in einem dritten, zeitlich
nachfolgenden Schritt das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlage
mit Bezugsrecht der Aktionäre um bis zu 5.000.000 Stückaktien der
Gesellschaft zu erhöhen. Durch diesen Beschluss sollen dem Unternehmen
frische Finanzmittel zugeführt werden.

Die Umsetzung der Maßnahmen ist im 2. Halbjahr vorgesehen. Die Anleihe
bleibt bis wenige Tage vor dem Beginn der Erwerbsfrist (voraussichtlich
Ende des dritten Quartals) im Freiverkehr der Börse Stuttgart
(Handelssegment BondM) handelbar. Die genauen Termine wird die Gesellschaft
noch bekanntgeben.

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Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Mitteilung:

Über die CENTROSOLAR Group AG:

Die börsennotierte CENTROSOLAR Group AG, München, (WKN 514850) ist mit über
700 Mitarbeitern in Europa und Nordamerika und einem Jahresumsatz in den
fortgeführten Bereichen von 189 Millionen EUR (2012) einer der führenden
Anbieter von Photovoltaik (PV)-Anlagen für Dächer und Schlüsselkomponenten.
Das Programm umfasst PV-Komplettsysteme, Module, Wechselrichter und
Befestigungssysteme. Mehr als zwei Drittel des Umsatzes werden im Ausland
erzielt. Es gibt CENTROSOLAR-Niederlassungen u.a. in Italien, Frankreich,
Griechenland, der Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien, Kanada und den
USA. CENTROSOLAR verfügt über ein Modulproduktionswerk in
Wismar/Deutschland. Das nach DIN ISO 9001:2008 zertifizierte
Modulproduktionswerk zählt mit einer Jahreskapazität von 350 MWp zu den
größten und effizientesten Fabriken Europas.

Weitere Informationen unter: www.centrosolar-group.com.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

MetaCom GmbH

Georg Biekehör

Tel.: +49 (0) 6181 982 80 30

E-Mail: g.biekehoer(at)go-metacom.de

22.05.2013 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche
Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
DGAP-Medienarchive unter www.dgap-medientreff.de und www.dgap.de

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Sprache: Deutsch
Unternehmen: Centrosolar Group AG
Walter-Gropius-Str. 15
80807 München
Deutschland
Telefon: +49 (0)89 20 1800
Fax: +49 (0)89 20 180 555
E-Mail: info@centrosolar.com
Internet: http://www.centrosolar-group.de
ISIN: DE0005148506, DE000A1E85T1,
WKN: 514850, A1E85T,
Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr
in Berlin, Düsseldorf, München, Stuttgart

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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gamigo AG gibt Details für Mittelstandsanleihe bekannt

gamigo AG: Vorzeitige Kündigung und Rückzahlung der Anleihe 13/18
Der Online-Spiele-Anbieter gamigo hat die Emissionsdetails seiner Mittelstandsanleihe bekannt gegeben: Der Kupon beträgt 8,5%, der nachträglich vierteljährlich ausgezahlt wird. Mindestzeichnungssumme der Anleihe sind 1.000 EUR. Bis zu 15 Mio. EUR sollen bei privaten und institutionellen Anlegern platziert werden. Die Zeichnungsfrist des fünfjährigen Bonds beginnt am 5. Juni und läuft voraussichtlich bis 18. desselben Monats. Ab dem 20. Juni soll die Anleihe im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet werden. Begleitet wird die Emission u.a. von GBC Kapital. Weiterlesen

DGAP-News: Euler Hermes passt Unternehmensrating der Scholz Gruppe an

DGAP-News: Scholz AG / Schlagwort(e): Anleihe
Euler Hermes passt Unternehmensrating der Scholz Gruppe an

22.05.2013 / 15:07

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Presseinformation
Essingen, 22.05.2013


Euler Hermes passt Unternehmensrating der Scholz Gruppe an

Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung der Scholz Gruppe wurde im Rahmen
des Monitoring Prozesses mit der Ratingagentur Euler Hermes diskutiert.
Diese bewertet die Bonität und Zukunftsfähigkeit der Scholz AG nunmehr mit
‚BB-‚ (zuvor ‚BB‘). Für die kommenden zwölf Monate erwartet Euler Hermes
eine stabile Entwicklung des Ratingurteils.

Die aktualisierte Ratingbegründung von Euler Hermes kann ab heute im
Bereich Investor Relations / Anleihe auf der Homepage www.scholz-ag.de
sowie auf der Homepage der Euler Hermes Rating GmbH www.ehrg.de abgerufen
werden.

Über die Scholz AG

Die Scholz Gruppe zählt zu den Marktführern und Schlüssellieferanten der
Stahl- und Metallindustrie in Zentral-, Ost- bzw. Südosteuropa. Die Scholz
Gruppe betreibt den Handel und die Aufbereitung von Eisen- und
Nicht-Eisenmetallen, wie Kupfer und Aluminium und bietet dazugehörige
Dienstleistungen an. Das Unternehmen ist mit über 7.500 Mitarbeitern in
über 20 Ländern aktiv und erwirtschaftete 2012 einen Gesamtumsatz von rund
EUR 4,7 Mrd. und einen Output von rund 9,9 Mio. Tonnen an
Sekundärrohstoffen.

Scholz Pressestelle
Heidrun Melchinger
Tel: +49 7365 84 0
E-Mail: ir@scholz-ag.de

Umweltkommunikation
Kummer:Umweltkommunikation GmbH
Dr. Beate Kummer, Geschäftsführerin
Tel: +49 2224 901148-0
E-Mail: buero@beate-kummer.de

Ende der Corporate News

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212523 22.05.2013

US-Anleihen: Wenig Bewegung vor Bernanke-Anhörung

NEW YORK (dpa-AFX) – US-Staatsanleihen haben am Mittwoch kaum verändert eröffnet. Investoren erwarten mit Spannung eine Anhörung des US-Notenbankchefs Ben Bernanke vor dem Kongress und die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Sitzung. Die Finanzmärkte erhoffen sich Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs in der weltgrößten Volkswirtschaft. Am Nachmittag werden zudem neue Daten vom US-Immobilienmarkt veröffentlicht.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 25/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,23 Prozent. Fünfjährige Anleihen stiegen um 1/32 Punkte auf 99 3/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,81 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen verharrten unverändert bei 98 12/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,93 Prozent. Longbonds mit Laufzeit von dreißig Jahren hielten sich unverändert bei 95 1/32 Punkten. Sie rentierten mit 3,13 Prozent./hbr/jkr

ROUNDUP: Deutscher Bank fliegt das Geld weiter zu – Nachranganleihe platziert

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Deutsche Bank sammelt weiter mühelos Geld auf den Kapitalmärkten ein. Am Dienstag platzierte das Institut eine Nachranganleihe im Umfang von 1,5 Milliarden US-Dollar (1,16 Mrd Euro), wie es am Mittwoch mitteilte. Das Interesse von Investoren sei so groß gewesen, dass die Bank das ursprünglich geplante Volumen von einer Milliarde Dollar kurzerhand erhöhte. Dadurch hat der deutsche Branchenprimus schon mehr als die Hälfte der in diesem Jahr geplanten Emission von Nachrangkapital untergebracht.

Insgesamt will das Institut in diesem Jahr auf diese Weise zwei Milliarden Euro einsammeln. Ende April hatte die Bank bereits über Nacht bei einer Kapitalerhöhung knapp drei Milliarden Euro eingesammelt. Die Aktie der Deutschen Bank legte am Mittag nach Bekanntgabe der erfolgreichen Anleihenplatzierung zu. Die Papiere schüttelten damit ihre Vormittagsverluste ab und drehten in die Gewinnzone.

Mit der nun begebenen Anleihe erschließt das Institut nach eigenen Angaben zugleich ein neues Anlagesegment. Es handele sich dabei nämlich um die erste kündbare Tier-2-Benchmark-Emission einer Bank im US-Markt überhaupt. Das heißt, dass das Papier von der Bank nach zehn Jahren gekündigt werden kann, andernfalls läuft es bis 2028. Die Anleihe ist in den ersten zehn Jahren mit 4,296 Prozent verzinst. Das entspricht einem Aufschlag von 237,5 Basispunkten auf die zehnjährige US-Staatsanleihe.

Mit dem frischen Geld will sich die Deutsche Bank Luft für neues Wachstum verschaffen. Schon die Kapitalerhöhung war besser als erwartet gelaufen. Sie galt als Befreiungsschlag für das Institut. Denn damit beendete die Bank zumindest vorläufig die Dauerdiskussion über ihre Finanzausstattung. Mit einem Schlag stieg sie zu einem der am besten kapitalisierten Institute weltweit auf. Dickere Kapitalpuffer gelten als Schutz vor neuen Krisen. Am Markt werden hohe Kapitalquoten als Garant für Stabilität schon jetzt gefordert, obwohl sie nach künftig geplanten internationalen Regeln (Basel III) erst in einigen Jahren verpflichtend sind./enl/jha/stw

Deutsche Anleihen: Kursgewinne vor Bernanke-Rede

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Mittwoch vor einer mit Spannung erwarteten Rede des US-Notenbankchefs Ben Bernanke zugelegt. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg gegen Mittag um 0,32 Prozent auf 144,79 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank um drei Punkte auf 1,40 Prozent.

Zur Wochenmitte ist die Geldpolitik in den USA das beherrschende Thema an den Finanzmärkten. Am Nachmittag wird US-Notenbankchef Ben Bernanke seine halbjährliche Anhörung vor dem Kongress absolvieren. Beobachter erhoffen sich Hinweise darauf, wann und in welchem Tempo die Fed ihre Anleihekäufe zurückfahren könnte. Allerdings hatte die Fed unlängst zu verstehen gegeben, dass auch eine Ausweitung nicht vom Tisch ist.

Abgerundet wird das Bild durch das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung, das am Abend veröffentlicht wird. Auch hier könnte die US-Notenbank Hinweise auf die Fortsetzung des Anleihekaufprogramms geben./jkr/hbr

NTES und PwC bilden Allianz zur Betreuung inhabergeführter Unternehmen

Schlagworte: Familienunternehmen / Beratung
Die Strategie- und Qualifizierungsberatung für Inhaber von Familienunternehmen, INTES, sowie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC bündeln ihre Kräfte. Gemeinsam wollen die Partner Familienunternehmern eine interdisziplinäre Betreuung auf höchstem Niveau und den Zugriff auf ein weltumspannendes Expertennetzwerk anbieten, wie INTES mitteilt. Den Inhaberfamilien stünden damit in Deutschland künftig zwei führende Anbieter mit aufeinander abgestimmten Dienstleistungen zur Seite. „Unsere Fokussierung auf die strategische Unterstützung der Inhaber von Familienunternehmen bleibt bestehen. Durch die Verbindung mit PwC können wir Inhaberfamilien jetzt aber auch auf höchstem Niveau zu Steuer-, Rechts- und betriebswirtschaftlichen Fragen beraten. Es wird kaum eine Inhaber-Frage geben, auf die wir gemeinsam keine Antwort haben“, erklärt INTES-Gründer Prof. Peter May. Er betonte die sich ergebenden Synergien im Bereich Familienunternehmen und Mittelstand.
bfr

KPMG-Studie: Nachholbedarf bei systematischer Risikoerfassung

Schlagworte: Mittelstand / Compliance
Compliance ist eines der Top-Themen in deutschen Unternehmen. Auch mittelständische Unternehmen setzen Compliance zunehmend auf ihre Agenda. Allerdings schätzen die Unternehmen die Wirksamkeit ihres Compliance Management Systems weitaus höher ein als es tatsächlich ist. Denn rund 20 Prozent der börsennotierten und 40 Prozent der mittelständischen Unternehmen verfügen nicht über ein institutionalisiertes Compliance Risikomanagement System. Zu diesem Ergebnis kommt die „Compliance Benchmark Studie 2013“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG, an der erstmals neben großen und börsennotierten Unternehmen auch mittelständische Firmen teilnahmen. Insgesamt wurden ca. 130 Unternehmen befragt (Rücklaufquote: 57 Prozent). Der größte Handlungsbedarf, so zeigt die aktuelle Studie, besteht in der Entwicklung von unternehmenskulturellen und kommunikativen Maßnahmen. Viele der befragten Unternehmen unterschätzen offenbar die Bedeutung von solchen so genannten Soft Controls, die aber erst eine Akzeptanz der neu eingeführten Normen ermöglichen. „Notwendig ist ein umfassendes Compliance Change Management, das Mitarbeitern und externen Dritten vermittelt wird, so dass die Verhaltensrichtlinien verstanden, akzeptiert und schließlich gelebt werden.“ Die Studie zeigt zudem eine häufig fehlende Einbindung und Überwachung der Tochtergesellschaften in das zentrale Compliance Management System.
bfr

Schaeffler-Gewinn sinkt – schwächere Industriegüter-Nachfrage

Schlagworte: Unternehmen / Schaeffler
Das Familienunternehmen Schaeffler AG, größter Anteilseigner am Autozulieferer Continental AG, hat einen Gewinnrückgang gemeldet. Zuwächse in der Automotive-Sparte konnten die schwächere Nachfrage im Industriebereich nicht ausgleichen, wie aus einer Pressemeldung des Herzogenauracher Unternehmens hervorgeht. Im ersten Quartal ging das EBIT um elf Prozent auf 355 Mio. Euro zurück. Der Umsatz fiel um 3,6 Prozent auf 2,76 Mrd. Euro. „Wenngleich wir von keiner schnellen Erholung der europäischen Märkte ausgehen, erwarten wir dennoch eine verhaltene Steigerung der globalen Automobilproduktion für das Jahr 2013’“, so Vorstandschef Jürgen Geißinger. „Für die verschiedenen Industriemärkte rechnen wir bei weiterhin bestehenden Unwägbarkeiten erst ab der zweiten Jahreshälfte mit positiven Impulsen.“ Das Unternehmen bestätigte, dass es für 2013 vor dem Hintergrund einer zunehmenden Autmomotive-Nachfrage in Nordamerika und Asien ein Umsatzwachstum von rund vier Prozent anstrebt. Die Nettoverschuldung verringerte sich nach Angaben von Schaeffler um 300 Mio. Euro und lag Ende März bei 6,8 Mrd. Euro.
Quelle: Bloomberg

Mittelstand bleibt Jobmotor in Deutschland

Schlagworte: Mittelstand / Arbeitsmarkt
Gut jeder zweite sozialversicherungspflichtige Beschäftigte arbeitete im Jahre 2009 in einem mittelständischen Unternehmen – oder fand dort seit 2001 eine Anstellung. Damit bestätigt sich, dass sich konjunkturelle Einflüsse auf die Beschäftigungsentwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen geringer auswirken als in Großunternehmen. Einen besonders hohen Beschäftigungsbeitrag leisteten dabei nach Angaben des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) die Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und bis zu zwei Millionen Euro Umsatz. „Über alle mittelständischen Unternehmen hinweg betrachtet sind zwar im Laufe des untersuchten Zeitraums die Hälfte der Arbeitsplätze abgebaut worden. Zeitgleich entstanden aber durch Gründungen und Unternehmenswachstum so viele neue Beschäftigungsangebote, dass im Mittelstand der Arbeitsplatzverlust mit einem Plus von 13,6 Prozent mehr als ausgeglichen worden ist“, erläuterte IfM-Präsidentin Prof. Friederike Welter. „In den Großunternehmen sank dagegen zwischen 2001 und 2009 die Nettobeschäftigung um 1,2 Prozent. Es bestätigt sich somit, dass es vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen sind, die wichtige Impulse für eine permanente Erneuerung und Modernisierung der Wirtschaft geben.“ Die Studie macht zudem deutlich, dass sich der Strukturwandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft fortgesetzt hat. Davon profitieren wiederum vorrangig kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die sehr viel flexibler als Großunternehmen Leistungen erstellen können und geringere Fixkosten besitzen.
bfr

Deutscher Bank fliegt das Geld weiter zu – Nachranganleihe platziert

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Deutsche Bank sammelt weiter mühelos Geld auf den Kapitalmärkten ein. Am Dienstag platzierte das Institut eine Nachranganleihe im Umfang von 1,5 Milliarden US-Dollar (1,16 Mrd Euro), wie es am Mittwoch mitteilte. Das Interesse von Investoren sei so groß gewesen, dass die Bank das ursprünglich geplante Volumen von einer Milliarde Dollar kurzerhand erhöhte. Dadurch hat der deutsche Branchenprimus schon mehr als die Hälfte der in diesem Jahr geplanten Emission von Nachrangkapital begeben.

Insgesamt will das Institut in diesem Jahr auf diese Weise zwei Milliarden Euro einsammeln. Ende April hatte die Bank bereits über Nacht bei einer Kapitalerhöhung knapp drei Milliarden Euro eingesammelt./enl/stw

IT-Studie: E-Mail-Schutz bleibt Schwachstelle bei Unternehmen

Schlagworte: Unternehmen / Datensicherheit
Bei einer gesteigerten Nutzung von E-Mail- und Internetdiensten im vergangenen Jahr hat sich das Bewusstsein für IT-Sicherheit bei deutschen mittelständischen Unternehmen insgesamt positiv entwickelt. Nahezu alle befragten Unternehmen verwenden beide Medien heute für die Abwicklung ihrer Geschäfte, wie die dritte Studie „IT-Sicherheitslage im Mittelstand“ des Vereins Deutschland sicher im Netz (DsiN) und des IT-Dienstleisters DATEV eG ergab. Dabei kommt die E-Mail auf einen Durchdringungsgrad von 97 Prozent, das Internet sogar auf 98 Prozent. Erfreuliche 99 Prozent der Nutzer sichern ihren Internetzugang sowie ihre Daten, das Einspielen von Sicherheits-Updates nehmen 97 Prozent der Unternehmen ernst. Obwohl auch die E-Mail als Kommunikationsmedium aus dem geschäftlichen Alltag nicht mehr wegzudenken ist, ergreifen lediglich 44 Prozent der Befragten Maßnahmen zum Schutz ihrer Informationen auf dem Weg zum Empfänger. Mit einer Verschlechterung um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr ist dies der einzige Wert in der Befragung, der sich negativ entwickelt hat.
Quelle: ruhr.businesson.de

Mezzanin-Dachfonds mit EU-Geldern für Mittelstand

Schlagworte: Mittelstand / Finanzierung
Der Europäische Investitionsfonds (EIF), das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), die LfA Förderbank Bayern (LfA) und die NRW.BANK haben einen gemeinsamen Dachfonds aufgelegt: den Mezzanin-Dachfonds für Deutschland (MDD). Damit gehen insgesamt 200 Mio. Euro an EU-, Bundes- und Landesmitteln in die deutsche Mittelstandsförderung – insbesondere auch nach Nordrhein-Westfalen und Bayern. Die Partner betonten anlässlich der heute stattfindenden 7. Private Equity Konferenz NRW die Bedeutung der verbesserten Möglichkeiten für die Mezzaninfinanzierung in Deutschland. „Mit dem Mezzanin-Dachfonds für Deutschland will der Europäische Investitionsfonds mittelständischen Unternehmen in Deutschland den Zugang zu Kapital erleichtern. Hiermit können sie ihre Firmen weiter ausbauen und wachsen“, sagte EIF-Direktor John A. Holloway. NRW.BANK und LfA investieren je 16,67 Mio. Euro, das BMWi 66,66 Mio. Euro; der EIF verdoppelt das gemeinsame Investment der deutschen Co-Investoren und hat als Hauptinvestor die Managementverantwortung für den MDD übernommen. „Damit wird der Mittelstand weiter gefestigt. Das wirkt sich positiv auf Wachstumsinvestitionen und Beschäftigung aus“, erklärte Michael Stölting, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. Zweck des MDD ist die Beteiligung an privaten Mezzanin-Fonds, die hauptsächlich in den deutschen Mittelstand investieren wollen. Und er hat bereits in zwei Fonds investiert: RiverRock Capital Partners, die bereits zwei Investitionen in Deutschland getätigt haben, sowie SME Mezzanine.
bfr

Bund muss höhere Zinsen für zehnjährige Schulden zahlen

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Zinskosten des Bundes sind am Mittwoch ausgehend von sehr niedrigem Niveau gestiegen. Bei einer Versteigerung neuer Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren stieg die zu zahlende Rendite auf 1,41 Prozent, wie die Bundesbank in Frankfurt mitteilte. Das ist der höchste Wert seit drei Monaten. Verglichen mit einer ähnlichen Auktion vor einem Monat ergibt sich ein Anstieg um 0,13 Prozentpunkte. Der Bund nahm mit den Papieren 4,12 Milliarden Euro auf, die Nachfrage war wie gewohnt hoch./bgf/jkr

BoJ-Chef Kuroda: Anleihekäufe werden falls nötig angepasst

TOKIO (dpa-AFX) – Japans Notenbankchef Haruhiko Kuroda hat eine Überwachung der Kursbewegungen am Markt für japanische Staatsanleihen versprochen und wenn nötig flexible Anpassungen bei den Anleihekäufen in Aussicht gestellt. Der jüngste Anstieg der Renditen habe allerdings noch keine Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt, versicherte Kuroda am Mittwoch von Journalisten in Tokio.

In den vergangenen Handelstagen waren die Renditen für japanische Staatsanleihen massiv gestiegen. Der Zinssatz für richtungsweisende Papiere mit einer Laufzeit von zehn Jahren stieg von etwa 0,60 Prozent Mitte des Monats auf nunmehr 0,88 Prozent.

Am frühen Morgen hatte die japanische Zentralbank mitgeteilt, ihre Politik der aggressiven Lockerung der Geldpolitik vorerst unverändert fortzusetzen. Wie im April angekündigt, werde die Geldbasis um jährlich etwa 60 bis 70 Billionen Yen ausgeweitet (455 bis 530 Milliarden Euro). Auf diese Weise will die BoJ die jahrelange Deflation mit stetig fallenden Preisen überwinden.

Außerdem hatte die Notenbank ihre Einschätzung der wirtschaftlichen Lage des Landes angehoben. Die Wirtschaft habe begonnen anzuziehen, erklärte die Bank of Japan nach Abschluss ihrer zweitägigen Beratungen./jkr/bgf