US-Anleihen etwas erholt – 10jährige Rendite fällt wieder vom 13-Monatshoch

NEW YORK (dpa-AFX) – Die Kurse von US-Staatsanleihen haben sich am Mittwoch etwas erholt. Die Rendite der richtungweisenden zehnjährigen Bonds, die am Vortag auf den höchsten Stand seit April 2012 geklettert war, sackte entsprechend wieder etwas ab. Händlern zufolge nutzen einige Investoren das deutlich erhöhte Renditeniveau zu vereinzelten Käufen. Allerdings sei der Ausverkauf in den vergangenen Tagen mit hohen Umsätzen einhergegangen, was aus Sicht des Händlers zur Vorsicht in dem Markt mahnen sollte.

US-Anleihen mit zweijähriger Restlaufzeit verharrten bei 99 28/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,30 Prozent. Fünfjährige Anleihen gewannen 3/32 auf 98 7/32 Punkte und rentierten mit 0,99 Prozent. Zehnjährige Anleihen rückten um 11/32 Punkte auf 96 20/32 Punkte vor und warfen damit 2,12 Prozent Rendite ab. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren stiegen um 30/32 auf 92 14/32 Punkte. Ihre Rendite lag bei 3,27 Prozent./fat/he

Deutsche Anleihen: Schwächer – Renditen steigen in Europa auf breiter Front

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Mittwoch deutlich verloren. Sie reihten sich damit ein in die Entwicklung an den europäischen Rentenmärkten, wo die Kurse zur Wochenmitte ebenfalls auf breiter Front nachgaben. Der für den deutschen Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel am späten Nachmittag um 0,26 Prozent auf 143,44 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 1,53 Prozent.

Zur Wochenmitte standen Staatsanleihen nahezu aller namhafter Industrieländer unter Verkaufsdruck. Im Gegenzug erhöhten sich die Renditen der Papiere zum Teil kräftig. Einen wichtigen Grund für die seit Tagen anhaltende Entwicklung sehen Marktbeobachter in der Erwartung, dass die amerikanische Notenbank Fed ihren extrem expansiven geldpolitischen Kurs schon bald zurückfahren könnte.

Zudem dürften die Anleger am deutschen Rentenmarkt die Entwicklung der Preise in Deutschland im Blick haben. Im Mai war die Inflationsrate nach dem deutlichen Rückgang im Vormonat wieder überraschend stark gestiegen. Das spricht tendenziell gegen eine weitere Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank. Der im Mai enttäuschend ausgefallene deutsche Arbeitsmarktbericht bewegte die Märkte hingegen kaum. Volkswirte gehen überwiegend von einer vorübergehenden Schwäche am deutschen Arbeitsmarkt aus./jkr/hbr

Euro-Rettungsfonds EFSF sammelt vier Milliarden Euro ein

LUXEMBURG (dpa-AFX) – Der Euro-Krisenfonds EFSF hat sich frisches Geld bei Anlegern besorgt. Mit einer vierjährigen Anleihe konnten am Mittwoch vier Milliarden Euro eingesammelt werden. Das geht aus einer Mitteilung des EFSF hervor. Die Schuldtitel mit einem Kupon von 0,75 Prozent wurden nicht in einer Auktion versteigert, sondern mithilfe der Banken Barclays, Credit Agricole und JP Morgan am Markt platziert. Die Rendite lag bei 0,804 Prozent.

Der stellvertretende Chef des Rettungsfonds, Christophe Frankel, sprach von einer starken Nachfrage nach den neuen Papieren. Mit dem Geschäft habe der EFSF das selbst gesteckte Ziel für das erste Halbjahr erreicht und der Fonds werde daher bis zum Ende des laufenden Quartals keine weiteren Gelder bei Investoren einsammeln./jkr/bgf

Anleihemärkte: Renditeanstieg setzt sich auf breiter Front fort

FRANKFURT (dpa-AFX) – An den weltweiten Anleihemärkten setzt sich der Trend steigender Renditen fort. Auch zur Wochenmitte standen Staatsanleihen nahezu aller namhaften Industrieländer unter Druck. Im Gegenzug erhöhten sich die Renditen der Papiere. Einen wichtigen Grund für die seit Tagen anhaltende Entwicklung sehen Marktbeobachter in der Erwartung, dass die amerikanische Notenbank Fed ihren geldpolitischen Stimulus schon bald verringern könnte. Einige Notenbankexperten halten dies allerdings nicht für wahrscheinlich. Sie argumentieren über den nur zaghaften Aufschwung in den USA. Jüngste Aussagen von Fed-Chef Ben Bernanke seien mithin überinterpretiert worden, sagt beispielsweise US-Chefvolkswirt Harm Bandholz von der Unicredit.

Dennoch zeigt die Entwicklung an den Rentenmärkten, wie empfindlich Investoren schon auf den bloßen Hinweis auf eine weniger expansivere Geldpolitik reagieren. Seit vergangenem Mittwoch, als entsprechende Äußerungen Bernankes die Anleger verschreckt hatten, sind die Zinsen für amerikanische Staatsanleihen spürbar gestiegen. Die Rendite der als richtungsweisend geltenden zehnjährigen US-Anleihe hat sich seither um etwa 25 Basispunkte auf deutlich über zwei Prozent erhöht. Ende April hatte sie noch ein Jahrestief bei gut 1,6 Prozent erreicht.

Auch an anderen großen Anleihemärkten zeigt die Renditeentwicklung nach oben. So rentieren zehnjährige Bundesanleihen derzeit mit gut 1,5 Prozent und damit so hoch wie seit Mitte März nicht mehr. Die Rendite zehnjähriger Staatstitel Großbritanniens hat ebenfalls spürbar zugelegt und liegt mittlerweile wieder über zwei Prozent. In die gleiche Richtung zeigt der Trend in Euro-Krisenländern wie Spanien oder Italien, wobei die dortigen Renditen etwa doppelt so hoch liegen wie in stabileren Ländern.

Dass die um sich greifende Angst vor dem Entzug billigen Zentralbankgeldes ein wesentlicher Grund für die Stimmungseintrübung ist, zeigt auch die Entwicklung an den Börsen. Seit Mitte vergangener Woche ist der wochenlangen Aktienrally sichtlich die Puste ausgegangen, unter dem Strich haben die Aktienwerte seither bestenfalls stagniert. Als Sonderfall gilt unterdessen Japan, wo die Notenbank seit Tagen damit zu kämpfen hat, die volatilen Anleihe- und Aktienmärkte unter Kontrolle zu halten. Ansonsten droht der aggressive geldpolitische Kurs der Bank of Japan zu scheitern./bgf/hbr

US-Anleihen: Etwas fester nach Vortagesverlusten

NEW YORK (dpa-AFX) – US-Staatsanleihen haben sich am Mittwoch nach kräftigen Verlusten am Vortag leicht erholt gezeigt. In den längeren Laufzeiten stiegen die Kurse deutlich an. Händler sprachen allerdings von einer Gegenbewegung. Am Dienstag hatten überraschend positive Konjunkturdaten Spekulationen angefacht, die US-Notenbank könne ihre Anleihekäufe rasch drosseln. Die Renditen stiegen daraufhin deutlich an. In der richtungsweisenden zehnjährigen Laufzeit war ein neues Jahreshoch markiert worden.

Zweijährige Anleihen standen unverändert bei 99 28/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,30 Prozent. Fünfjährige Anleihen verharrten bei 98 4/32 Punkten. Sie rentierten mit 1,02 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen stiegen um 3/32 Punkte auf 96 13/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,15 Prozent. Longbonds mit Laufzeit von dreißig Jahren kletterten um 18/32 Punkte auf 92 4/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,29 Prozent./hbr/jsl

Deutsche Anleihen: Schwächer – Notenbanken könnten Geldflut bremsen

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Mittwoch schwächer tendiert. Der für den deutschen Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel bis zum Mittag um 0,27 Prozent auf 143,43 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 1,532 Prozent. Im gesamten Euroraum zogen die Renditen zur Wochenmitte an.

Die Wahrscheinlichkeit weiterer Stützungsmaßnahmen durch die großen Notenbanken sei gesunken, sagten Händler. Die Festverzinslichen gerieten durch die Spekulationen, die US-Notenbank Fed könne ihre massiven Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft rasch zurückfahren, stärker unter Druck. Auch die Erwartungen weiterer geldpolitischer Lockerungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist nach entsprechenden Aussagen führender Vertreter zuletzt gesunken.

Zudem dürfte die Inflationsrate in Deutschland im Mai nach dem deutlichen Rückgang im Vormonat wieder gestiegen sein. Dies geht aus Daten aus einigen Bundesländern hervor. Das spricht tendenziell gegen eine weitere Zinssenkung. Die Zahlen für Deutschland werden gegen 14 Uhr veröffentlicht. Der im Mai enttäuschend ausgefallene deutsche Arbeitsmarktbericht bewegte die Märkte hingegen kaum. Volkswirte gehen überwiegend von einer vorübergehenden Schwäche aus./jsl/hbr/bgf

Kreditaufnahme: Italien muss etwas höhere Zinsen bieten

ROM/FRANKFURT (dpa-AFX) – Italien muss neue Kredite etwas teurer bezahlen. Um der drittgrößten Euro-Volkswirtschaft ein halbes Jahr Geld zu leihen, verlangten Investoren am Mittwoch Zinsen von 0,538 Prozent, wie aus Angaben der italienischen Schuldenagentur in Rom hervorgeht. Bei der letzten Auktion am 26. April hatten die Zinsen noch bei 0,503 Prozent gelegen. Dafür konnte Italien sein Platzierungsziel von acht Milliarden Euro zur Wochenmitte problemlos erreichen. Die Nachfrage legte leicht zu und übertraf das Angebot um das 1,58-fache./hbr/bgf

Deutsche Anleihen: Schwächer zu Handelsbeginn

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Mittwoch im frühen Handel schwächer tendiert. Der für den deutschen Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,30 Prozent auf 143,41 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 1,526 Prozent.

Die am Dienstag veröffentlichten Konjunkturdaten zeigten, dass die US-Wirtschaft an Fahrt gewinne, schreibt Dirk Gojny Anleiheexperte bei der National-Bank in einem Kommentar. Die Stimmung der Verbraucher war auf den höchsten Stand seit fünf Jahren gestiegen. In der Eurozone stehen am Mittwoch Daten zum deutschen Arbeitsmarkt und zur Geldmenge M3 auf dem Kalender. /jsl/fbr