US-Anleihen: Kaum verändert – Unterschiedliche Konjunktursignale

NEW YORK (dpa-AFX) – US-Staatsanleihen haben sich am Donnerstag kaum von der Stelle bewegt. Die jüngsten Konjunkturdaten hatten unterschiedliche Signale gesendet. So waren die wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zwar überraschend weiter zurückgegangen. Die Umsätze der Unternehmen im Großhandel aber waren im März unerwartet gefallen. Die Anleger an den US-Aktienbörsen zeigten sich ebenfalls unentschlossen. So pendelte der Leitindex Dow Jones Industrial zwischen Gewinnen und Verlusten.

Zweijährige Anleihen blieben unverändert bei 99 25/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,224 Prozent. Fünfjährige Anleihen traten ebenfalls auf der Stelle, und zwar bei 99 13/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,744 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen verharrten bei 99 14/32 Punkten. Sie rentierten mit 1,812 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren rückten um 1/32 Punkte auf 102 23/32 Punkte vor. Sie rentierten mit 2,986 Prozent./la/he

Deutsche Anleihen freundlich

FRANKFURT (dpa-AFX) – Deutsche Staatsanleihen haben am Donnerstagabend nach schwächerem Auftakt Kursgewinne verbucht. Der Markt nehme eine Verschnaufpause und reflektiere den starken Renditerückgang der letzten Wochen, sagte ein Händler. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg zuletzt um 0,10 Prozent auf 146,00 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 1,269 Prozent.

Wegen des Feiertags Christi Himmelfahrt gab es keine großen Marktbewegungen. Eine Auktion spanischer Staatspapiere hatte am Vormittag zu gesunkenen Finanzierungskosten für die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft geführt. Analysten bemängelten jedoch, dass die Nachfrage im Vergleich zur letzten Auktion zurückgegangen sei. Besser als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt kosteten den Bund-Future am Nachmittag einen Teil seiner zuvor erzielten Gewinne./he

US-Anleihen starten fester

NEW YORK (dpa-AFX) – US-Staatsanleihen sind am Donnerstag mit Kursgewinnen gestartet. Etwas besser als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt konnten die Risikofreude der Anleger nicht heben. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen überraschend weiter zurück. Die US-Börsen werden trotzdem nach schwachen Vorgaben von den europäischen Aktienmärkten im Minus erwartet.

Zweijährige Anleihen blieben unverändert bei 99 26/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,22 Prozent. Fünfjährige Anleihen stiegen um 1/32 Punkt auf 99 14/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,74 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen legten zu um 4/32 Punkte auf 99 19/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,79 Prozent. Longbonds mit Laufzeit von dreißig Jahren kletterten um 6/32 Punkte auf 102 28/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,98 Prozent./hbr/rum

Biosprit-Hersteller Crop-Energies investiert 27 Mio. Euro

Schlagworte: Unternehmen / Energie
Der Biosprit-Hersteller Crop-Energies baut sein Werk in Zeitz (Sachsen-Anhalt) aus. „In den nächsten zwei Jahren sollen 27 Mio. Euro in den Standort fließen“, sagte Vorstand Marten Keil der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe). Damit werde eine neue Veredelungsanlage zur Herstellung von so genanntem Neutralalkohol gebaut. Er bildet die Grundlage für Getränke, Kosmetika und Pharmaprodukte, wie das Unternehmen mitteilte. Die Investition in den Neubau werde das Produktangebot aus der Zeitzer Anlage erhöhen, sagte Keil. Bisher wird dort Bioethanol allein für Kraftstoffe hergestellt.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (Halle/Saale)

Niedrigzinspolitik belastet Mittelstand

Schlagworte: Unternehmen / Pensionssysteme
Die anhaltenden Niedrigzinsen führen zu einer Deckungslücke bei den Pensionssystemen im Mittelstand. Die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) führt in den näcsten 15 Jahren zu einer Deckungslücke bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Höhe von 4,1 Mrd. Euro, wie aus einer Analyse des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervorgeht. Die Pensionsverpflichtungen mittelständischer Unternehmen für Ihre Mitarbeiter belaufen sich nach Angaben des DIHK auf insgesamt 24 Mrd. Euro. Im Gegensatz zu den großen Dax-Konzernen falle die Anpassung der niedrigen Zinsen in den Bilanzen aus rechtlichen Gründen zwar niedriger aus. „Allerdings ist der geltende Referenzzins weit von aktuell erzielbaren Renditen entfernt“, heißt es in der Analyse. Der DIHK sieht weitreichende Konsequenzen für künftige Investitionen: „Bezogen auf die rund vier Milliarden Euro Deckungslücke – die letztlich aus künftigen Gewinnen finanziert werden muss – ergibt dies 1,3 Mrd. Euro weniger Investitionsspielraum beim deutschen Mittelstand.“ DIHK-Chefvolkswirt Alexander Schumann rät den Unternehmen, stärker Alternativen bei der Finanzierung von Investitionen zu erwägen, u. a. am Kapitalmarkt.
Quelle: dpa

Bareiß: Zusätzliche EEG-Befreiungen kommen Mittelstand zugute

Schlagworte: Mittelstand / Energie
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat die Liste der von der EEG-Umlage befreiten Unternehmen veröffentlicht. „Die steigende Anzahl EEG-befreiter Unternehmen zeigt, dass unsere Maßnahmen wirkungsvoll sind“, erklärte der Koordinator für Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Damit werde der Mittelstand von steigenden Strompreisen entlastet. Durch die Senkung der Entlastungsschwelle von zehn auf eine Gigawattstunde würden Unternehmen des produizierenden Gewerbes von Belastungen ausgenommen, von denen europäische bzw. internationale Mitbewerber nicht betroffen seien. Bareiß sprach sich außerdem dafür aus, die „Überförderungen“ bei Wind- und Sonnenenergie „dringend“ abzubauen.
bfr

Deutsche Anleihen drehen ins Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) – Deutsche Staatsanleihen haben am Donnerstag nach schwächerem Auftakt deutliche Kursgewinne verbucht. Der Markt nehme eine Verschnaufpause und reflektiere den starken Renditerückgang der letzten Wochen, sagte ein Händler. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum Mittag um 0,19 Prozent auf 146,12 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag zuletzt bei 1,241 Prozent.

Wegen des Feiertags Christi Himmelfahrt werden heute keine großen Marktbewegungen erwartet. Eine Auktion spanischer Staatspapiere führte am Vormittag zu gesunkenen Finanzierungskosten für die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft. Analysten bemängelten jedoch, dass die Nachfrage im Vergleich zur letzten Auktion zurückging. Im Fokus der Finanzmärkte stehen im weiteren Verlauf der Zinsentscheid der Bank of England und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA./hbr/stk

ROUNDUP: Spanien zahlt niedrigere Zinsen und bremst Industrieabsturz

MADRID/FRANKFURT (dpa-AFX) – Hoffnungsschimmer für das Euro-Krisenland Spanien: Investoren leihen günstiger Geld und entlasten so den Staatshaushalt, zudem konnte der wirtschaftliche Absturz etwas gebremst werden. Bei einer Auktion von Staatsanleihen hat sich die viertgrößte Wirtschaftsmacht im Währungsraum am Donnerstag problemlos frische Milliarden bei Investoren geliehen, wie Angaben der spanischen Schuldenagentur zeigen. Die schwer angeschlagene Industrie präsentierte unterdessen deutlich weniger schlechte Produktionszahlen als befürchtet.

In Madrid kam ein Anleihe-Dreierpack mit verschiedenen Laufzeiten unter den Hammer. Insgesamt konnte Spanien 4,57 Milliarden Euro aufnehmen und sein maximales Platzierungsziel damit leicht übertreffen. Um sich für drei Jahre Geld zu borgen, musste das Land einen Zins von 2,25 Prozent bieten. Bei der letzten Auktion Mitte April hatte der Wert noch bei 2,79 Prozent gelegen.

Bei Papieren, die in fünf Jahren auslaufen, ging der Zins von 3,26 auf 2,79 Prozent zurück. Zudem wurden Staatstitel mit Fälligkeit in 15 Jahren zum Zins von 4,33 Prozent versteigert. In diesem Laufzeitbereich fehlt ein geeigneter Vergleichswert, weil die letzte Auktion zu lange zurückliegt. Die Nachfrage nach den Staatsanleihen hätte ausgereicht, um mehr als das doppelte Volumen am Markt unterbringen.

NIEDRIGZINS HILFT

Beim Schuldenmachen profitiert die Regierung in Madrid vom Niedrigzins im Währungsraum. Die jüngste Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf das historische Rekordtief von 0,5 Prozent hat eine Kursrally am Markt für europäische Staatsanleihen ausgelöst. Zuletzt konnten sich etliche Länder so günstig Mittel bei Investoren besorgen wie nie zuvor seit Gründung der Währungsunion.

Einen Lichtblick lieferte am Donnerstag allerdings auch die rezessionsgeplagte Wirtschaft Spaniens: Die Talfahrt der Industrie hat im März überraschend deutlich an Tempo verloren. Die Produktion sei arbeitstäglich bereinigt um 0,6 Prozent zum Vorjahr gefallen, teilte die nationale Statistikbehörde in Madrid mit. Volkswirte hatten einen Rückgang um 5,3 Prozent erwartet. Im Vormonat war die Industrieproduktion noch um revidierte 6,9 (zunächst 6,5) Prozent gesunken. Die spanische Industrie befindet sich seit langem auf Schrumpfkurs. Der letzte Produktionszuwachs wurde vor zwei Jahren verzeichnet./hbr/stk

Anleiheauktion: Spanien profitiert von Niedrigzins im Euroraum

MADRID/FRANKFURT (dpa-AFX) – Spanien profitiert beim Schuldenmachen vom Niedrigzins in der Eurozone: Bei einer Auktion von Staatsanleihen konnte sich die viertgrößte Wirtschaftsmacht im Währungsraum am Donnerstag günstiger frische Milliarden bei Investoren leihen als im vergangenen Monat. Das geht aus Angaben der spanischen Finanzierungsagentur Tesoro hervor.

In Madrid kam ein Anleihe-Dreierpack mit verschiedenen Laufzeiten unter den Hammer. Insgesamt konnte Spanien 4,57 Milliarden Euro aufnehmen und sein maximales Platzierungsziel damit leicht übertreffen. Um sich für drei Jahre Geld zu borgen, musste das Land einen Zins von 2,25 Prozent bieten. Bei der letzten Auktion Mitte April hatte der Wert noch bei 2,79 Prozent gelegen.

Bei Papieren, die in fünf Jahren auslaufen, ging der Zins von 3,26 auf 2,79 Prozent zurück. Zudem wurden Staatstitel mit Fälligkeit in 15 Jahren zum Zins von 4,33 Prozent versteigert. In diesem Laufzeitbereich fehlt ein geeigneter Vergleichswert, weil die letzte Auktion zu lange zurückliegt. Die Nachfrage nach den Staatsanleihen hätte ausgereicht, um mehr als das doppelte Volumen am Markt unterbringen.

Die jüngste Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf das historische Rekordtief von 0,5 Prozent hat eine Kursrally am Markt für europäische Staatsanleihen ausgelöst. Zuletzt konnten sich etliche Länder so günstig Mittel bei Investoren besorgen wie nie zuvor seit Gründung der Währungsunion./hbr/stk

Deutsche Anleihen starten leicht im Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) – Deutsche Staatsanleihen haben am Donnerstag zu Handelsbeginn leicht verloren. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,04 Prozent auf 145,79 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei knapp 1,263 Prozent.

Wegen des Feiertags Christi Himmelfahrt werden heute keine großen Marktbewegungen erwartet. Eine Auktion spanischer Staatspapiere könnte am Vormittag zu Kursschwankungen führen. Allerdings gehen die meisten Analysten von einer reibungslosen Platzierung aus. Im Fokus der Finanzmärkte stehen zudem der Zinsentscheid der Bank of England und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA./hbr/stk