US-Anleihen: Moderate Erholung – Hohe Rendite lockt einige Käufer

NEW YORK (dpa-AFX) – US-amerikanische Staatsanleihen haben am Dienstag wegen der zuletzt stark gestiegenen Renditen wieder einige Käufer angelockt. Die Renditen waren zuvor auf den höchsten Stand seit vierzehn Monaten gesprungen.

Zweijährige Anleihen fielen um 1/32 auf 99 27/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,33 Prozent. Fünfjährige Anleihen rückten um 1/32 auf 99 14/32 Punkte vor. Sie rentierten mit 1,12 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen stiegen um 5/32 auf 96 1/32 Punkte. Ihre Rendite errechnete sich bei 2,20 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren gewannen 24/32 auf 91 14/32 Punkte. Das entspricht einer Rendite von 3,33 Prozent./ag/jha/

Deutsche Anleihen dämmen Verluste ein

FRANKFURT (dpa-AFX) – Deutsche Staatsanleihen haben am Dienstag zeitweise sehr schwach tendiert, ihre Verluste bis zum Abend aber eindämmen können. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future lag am Abend bei 142,68 Punkten und damit nur noch leicht im Minus. Im Tief war der Future auf 142,02 Zähler gefallen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe war mit zeitweise gut 1,65 Prozent auf den höchsten Stand seit Mitte Februar gestiegen. Am Abend lag sie deutlich niedriger bei 1,60 Prozent.

Am Dienstag wirkten zunächst Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi nach und setzten Bundesanleihen zunächst unter Druck. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte am Montagabend im ZDF gesagt, dass die Leitzinsen angehoben würden, wenn wieder Vertrauen in die Erholung der Wirtschaft gefasst werde. Dies spreche gegen eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik, die bis vor kurzem noch erwartet worden war.

Für eine Gegenbewegung sorgte am Nachmittag eine deutliche Eintrübung an den Rentenmärkten Griechenlands und Portugals. Händler führten die Entwicklung auf die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) angestoßene Debatte um einen weiteren Schuldenerlass für Athen zurück. Portugiesische Titel wurden demnach belastet, weil der IWF in einer Rückschau moniert hatte, der griechische Schuldenschnitt sei aus heutiger Sicht viel zu spät erfolgt. Dies lenke den Blick auf Portugal, das wirtschaftlich und finanziell immer noch angeschlagen ist./bgf/jha/

Asmussen: Unbegrenztes EZB-Anleihenkaufprogramm faktisch begrenzt

KARLSRUHE (dpa-AFX) – Die Europäische Zentralbank (EZB) hat vor dem Bundesverfassungsgericht eingeräumt, dass ihr umstrittenes Programm zum unbegrenzten Kauf von Staatsanleihen in der Praxis Grenzen hat. ‚Es ist durch die Ausgestaltung des OMT offensichtlich, dass das Programm faktisch beschränkt ist, zum Beispiel durch die Beschränkung auf das kurze Laufzeitende und dadurch auf den beschränkten Pool von Anleihen, die überhaupt erworben werden könnten‘, sagte EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen am Dienstag in der mündlichen Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe.

Die EZB hatte das OMT im September 2012 beschlossen und angekündigt, unter Bedingungen notfalls unbegrenzt Anleihen von Krisenstaaten zu kaufen. Dieses ’starke Signal‘ an die Märkte sei notwendig gewesen, um unbegründete Sorgen vor einem Auseinanderbrechen der Währungsunion einzudämmen, betonte Asmussen. ‚Aus unserer Sicht wären die Risiken des Nichthandelns größer gewesen. Die Europäische Zentralbank und ihre Entscheider sind sich der Grenzen ihres geldpolitischen Mandats bewusst.‘

Ein Gutachten im Auftrag der EZB für die Karlsruher Verhandlung beziffert zum Stichtag 7. Dezember 2012 den Bestand von Anleihen, die über OMT-Geschäfte erworben werden könnten, auf 524,1 Milliarden Euro. Genannt werden ein- bis dreijährige Bonds von Spanien, Italien, Irland und Portugal./ben/din/DP/bgf

Diskussion über Schuldenerlass: Griechische Anleihen unter Druck

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Diskussion über zusätzliche finanzielle Erleichterungen für das Euro-Krisenland Nummer eins, Griechenland, lastet zusehends auf Staatsanleihen Athens. Am Dienstag stieg die Rendite zehnjähriger Schuldtitel erstmals seit Anfang Mai wieder über die Marke von zehn Prozent. Auch Staatsanleihen Portugals standen spürbar unter Druck. Händler nannten insbesondere die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) angestoßene Debatte um einen weiteren Schuldenerlass für Athen als Grund.

Portugiesische Titel werden demnach belastet, weil der IWF in einer Rückschau moniert hatte, der griechische Schuldenschnitt sei aus heutiger Sicht viel zu spät erfolgt. Dies lenke den Blick auf Portugal, das wirtschaftlich und finanziell immer noch angeschlagen ist.

In der richtungsweisenden Laufzeit von zehn Jahren erhöhte sich die Rendite griechischer Staatsanleihen am Dienstag um bis zu einen Prozentpunkt auf 10,33 Prozent. In Portugal stieg die zehnjährige Rendite um bis zu 0,4 Prozentpunkte auf 6,55 Prozent. Im kürzeren Bereich von zwei Jahren rentierten portugiesische Anleihen erstmals seit Ende Februar wieder deutlich über drei Prozent. Die Rendite fünfjährige Titel Portugals stieg über die Fünf-Prozent-Marke./bgf/hbr

ROUNDUP: Bund spart durch Niedrigzinsen mehr als 100 Milliarden Euro

BERLIN (dpa-AFX) – Die Bundesregierung spart wegen der niedrigen Zinsen für Staatsanleihen bis 2014 mehr als 100 Milliarden Euro an Zinszahlungen. Das hat das Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW) ermittelt. Die derzeit erheblichen Minderausgaben seien vor allem Ergebnis der Politik der Europäischen Zentralbank mit extrem niedrigen Zinsen und der schwachen Konjunktur im Euroraum, heißt es in einer am Dienstag bekanntgewordenen Analyse.

Die bereits Mitte 2012 angefertigte Studie wurde fortgeschrieben und bezieht sich dem IfW zufolge auf Schuldtitel des Bundes, die bis etwa Mitte 2014 emittiert werden dürften. ‚Die gesunkenen Umlaufrenditen sind vor allem auf die schwache ökonomische Entwicklung im Euroraum und die niedrigen Zentralbankzinsen zurückzuführen und weniger darauf, dass Wertpapiere des Bundes von der Flucht aus anderen Wertpapieren profitieren‘, schreibt IfW-Experte Jens Boysen-Hogrefe in der Analyse, die der dpa vorliegt und über die zuvor die Zeitung ‚Die Welt‘ berichtete.

Deutschland profitiert insgesamt von seinem Image als sicherer Schuldner. Der Bund muss wegen seiner hohen Kreditwürdigkeit niedrige Zinsen zahlen. Hinzu kommt die hohe Liquidität auf dem Markt für Bundeswertpapiere. Investoren, die einen sicheren Hafen für ihr Geld suchen, können diese Papiere jederzeit wieder abstoßen und verzichten daher im Gegenzug auf Rendite.

Die Zahlen der IfW-Studie beziehen sich auf die gesamte Laufzeit der Wertpapiere des Bundes. Die Ersparnis verteilt sich deshalb je nach Laufzeit über einige Jahre. Die Berechnung berücksichtigt alle Bundesanleihen, die seit dem Jahr 2009 ausgegeben wurden. Um zu ermitteln, wie viel die Bundesregierung spart, hat das IfW die Zinssätze dieser Papiere mit dem Durchschnittszinssatz der vorangegangenen zehn Jahre (1999 bis 2008) verglichen.

Der Bund hat demnach seit 2009 bereits rund 80 Milliarden Euro an Zinsen gespart. Der Vorteil, den der Bund wegen der Flucht in sichere Anlagen in den Jahren 2009 bis 2022 aus den 2009 bis 2012 begebenen Papieren habe, belaufe sich auf rund 12 Milliarden Euro. ‚Beachtliche‘ 68 Milliarden Euro betragen dagegen die Entlastungen, weil der Bund nicht mehr die Durchschnittssätze der Jahre 1999 bis 2008 anbieten müsse. Allein im Jahr 2012 betrage dieser Effekt knapp 10 Milliarden Euro.

Die Ersparnis des gesamten Staates ist noch höher als für den Bund, der für rund die Hälfte aller Staatsschulden verantwortlich ist. Den Großteil der restlichen Schulden tragen Bundesländer und Kommunen. ‚Es wäre nicht legitim, die Entlastung einfach zu verdoppeln, aber die Zinsersparnisse von Ländern und Kommunen sind doch erheblich‘, sagte Boysen-Hogrefe der ‚Welt‘: ‚Die Entlastung des Gesamtstaats dürfte deshalb bis Mitte 2014 irgendwo zwischen 100 und 200 Milliarden Euro liegen.’/sl/bgf/DP/hbr

EZB-Direktor Mersch warnt vor OMT-Begrenzung

FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Luxemburger EZB-Direktor Yves Mersch hat vor einer Begrenzung des Anleihekaufprogramms OMT gewarnt. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass das ‚Schwert an Schärfe‘ einbüße, sagte Mersch der ‚Börsen-Zeitung‘ (Mittwoch) mit Blick auf das im vergangenen September verkündete Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB). Mit dem OMT beschäftigt sich derzeit das Bundesverfassungsgericht, weil die EZB nach Auffassung von Kritikern damit ihr Mandat überschritten hat. Die EZB hatte unlängst einen rechnerischen Höchstbetrag von etwas mehr als einer halben Billion Euro genannt, der sich unter Berücksichtigung bestimmter Euroländer und Anleihelaufzeiten ergibt.

Um die Märkte zu überzeugen, bedürfe es einer ‚kontrollierten Unsicherheit‘, sagte Mersch. Formell habe das OMT keine Grenze. Diese dürfte es auch im Vorhinein nicht haben, da ansonsten die Märkte den Respekt vor der unbegrenzten Feuerkraft der Notenbank verlieren würden. Zugleich gebe es de facto eine Art natürlicher Beschränkung. ‚Da das Programm aber an harte Bedingungen geknüpft ist, gibt es logische Volumenbegrenzungen‘, sagte Mersch. Darüber könne und werde die EZB aber keine Angaben machen.

Ökonomisch hat sich das OMT-Programm laut Mersch bislang als effektiv erwiesen, weil sich das Wechselkursrisiko bei Euro-Staatsanleihen verflüchtigt habe. Zudem sei es effizient, da bisher noch keine Anleihen gekauft worden seien. Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen vor dem Bundesverfassungsgericht zeigte Mersch sich zuversichtlich. ‚Ohne dem unabhängigen Urteil der Verfassungsrichter vorweggreifen zu wollen, bin ich nach dem Auftakt der Verhandlungen in Karlsruhe weiter überzeugt, dass die Trennung zwischen dem notwendigen Ermessensspielraum bei Entscheidungen einer europäischen Institution und nationalem Verfassungsrecht gewahrt bleibt.’/bgf/hbr

US-Anleihen: Weitere Verluste – Fed-Spekulationen

NEW YORK (dpa-AFX) – US-Staatsanleihen haben am Dienstag weitere Kursverluste verzeichnet. Am Markt dominierten Spekulationen, die US-Notenbank Fed könne ihre Anleihekäufe bereits auf der Sitzung in der kommenden Wochen drosseln, erklärten Händler. Die Fed kauft derzeit Wertpapiere im Wert von 85 Milliarden Dollar pro Monat, um die Wirtschaft zu stützen. Wenn sie ihr Volumen vermindern würde, wäre mit steigenden Renditen zu rechnen.

Zweijährige Anleihen standen unverändert bei 99 27/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,32 Prozent. Fünfjährige Anleihen fielen um 6/32 Punkte auf 99 6/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,16 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen verloren 9/32 Punkte auf 95 20/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,24 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren rutschten um 5/32 Punkte auf 90 18/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,38 Prozent./hbr/bgf

Bastei Lübbe kündigt Börsengang an

Der Buchverlag Bastei Lübbe hat heute angekündigt, im Oktober an die Börse gehen zu wollen. Nach der Umwandlung des Familienunternehmens in eine Aktiengesellschaft soll die Erstnotiz im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgen. Mit einer im Oktober 2011 begebenen Mittelstandsanleihe kann Bastei Lübbe bereits erste Erfahrungen am Kapitalmarkt vorweisen.Weiterlesen

Deutsche Anleihen geraten tiefer ins Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) – Deutsche Staatsanleihen haben am Dienstag weitere Kursverluste hinnehmen müssen. Im Fokus steht eine Anhörung zur Rechtmäßigkeit des europäischen Krisenmanagements vor dem Bundesverfassungsgericht. Nach starken Verlusten zu Wochenbeginn sank der für den deutschen Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future bis zum Mittag um weitere 0,44 Prozent auf 142,22 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe kletterte auf 1,64 Prozent.

In Karlsruhe wird vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt, ob der Einsatz der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Dauerhilfsfonds ESM im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise als legitim zu werten ist. Es geht vor allem um die Frage, ob die Notenbank mit ihrer Ankündigung, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenländern aufzukaufen, im Rahmen ihres Mandats handelte.

Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle hat aber bereits angekündigt, nicht über Zweck und Sinn der europäischen Rettungspolitik zu entscheiden. ‚Das ist und bleibt allein Aufgabe der Politik‘, sagte Voßkuhle am Dienstag zu Beginn der Anhörung, bei der unter anderem Bundesbankchef Jens Weidmann und der deutsche EZB-Direktor Jörg Asmussen Argumente vortragen werden. Ein Urteil dürften die Richter erst im Herbst fällen.

Die Anleiherenditen im Euroraum waren am Montagabend nach einem Interview von Mario Draghi deutlich gestiegen. Der EZB-Präsident hatte dem ZDF gesagt, dass die Zinsen steigen würden, wenn wieder Vertrauen in die Erholung der Wirtschaft gefasst werde. Für Experten ein weiteres Zeichen dafür, dass die europäischen Währungshüter nicht noch weiter die Geldschleusen öffnet./hbr/bgf

DGAP-News: Bastei Lübbe strebt Börsennotierung an

DGAP-News: Bastei Lübbe GmbH & Co. KG / Schlagwort(e):
Börsengang/Stellungnahme
Bastei Lübbe strebt Börsennotierung an

11.06.2013 / 11:47

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Köln – Die Bastei Lübbe GmbH & Co KG, das umsatzstärkste mittelständische
Familienunternehmen unter den deutschsprachigen Publikumsverlagen, plant im
Oktober 2013 nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft die
Erstnotierung im Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter
Wertpapierbörse. Angaben zu den geplanten Erlösen aus dem Börsengang und
Details zur angestrebten Preisspanne wird das Unternehmen Anfang September
2013 bekannt geben.

‚Der Börsengang von Bastei Lübbe bietet Gelegenheit, in ein in seiner
Branche führendes Unternehmen mit Weltbestsellerautoren wie Dan Brown, Ken
Follett, Jeff Kinney, Rebecca Gablé, Kerstin Gier und Sarah Lark zu
investieren‘, erklärte Verleger Stefan Lübbe, der nach dem Börsengang
Mehrheitsaktionär sein wird. ‚Das Unternehmen hat in den letzten Jahren
seine Profitabilität kontinuierlich gesteigert und ist insbesondere im
digitalen Bereich mit großer Innovationskraft und weltweit vertriebenen
Eigenentwicklungen und Serien erfolgreich.‘

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2012/13 lag der Umsatz bei 97 Mio. Euro
und einem EBIT von 10,85 Mio. Euro (2011/12: 82,2 Mio Umsatz und 9,1 Mio.
Euro EBIT). Begleitet wird die Transaktion von der Close Brothers Seydler
Bank AG als Sole Global Coordinator und Bookrunner und der Conpair AG als
Financial Adviser, die 2011 bereits erfolgreich die Unternehmensanleihe von
Bastei Lübbe platziert haben.

Bastei Lübbe GmbH & Co. KG
Barbara Fischer
Presseabteilung
Tel: 0221/82 00 28 50
Fax: 0221/82 00 18 50
E-Mail: barbara.fischer@luebbe.de

Ende der Finanznachricht

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11.06.2013 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
übermittelt durch die DGAP – ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber
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215837 11.06.2013

‚Welt‘: Bund spart durch Niedrigzinsen mehr als 100 Milliarden Euro

BERLIN (dpa-AFX) – Die Bundesregierung spart infolge niedriger Zinsen für Bundesanleihen bis 2014 mehr als 100 Milliarden Euro an Zinszahlungen. Das ist das Ergebnis einer Berechnung des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW), über die die Zeitung ‚Die Welt‘ am Dienstag vorab berichtet. Der Bund hat demnach seit 2009 rund 80 Milliarden Euro an Zinsen gespart. Im laufenden Jahr könnte die Ersparnis auf über 100 Milliarden Euro steigen, prognostiziert das IfW.

Die Zahlen beziehen sich dem Bericht zufolge auf die gesamte Laufzeit der Papiere. Die Ersparnis verteilt sich deshalb je nach Laufzeit über einige Jahre. Die Berechnung berücksichtigt alle Bundesanleihen, die seit dem Jahr 2009 ausgegeben wurden. Um zu ermitteln, wie viel die Bundesregierung spart, hat das IfW die Zinssätze dieser Papiere mit dem Durchschnittszinssatz der vorangegangenen zehn Jahre (1999 bis 2008) verglichen.

Die Ersparnis des Gesamtstaats ist unterdessen höher als für den Bund, der für rund die Hälfte aller Staatsschulden verantwortlich ist. Den Großteil der restlichen Schulden tragen Bundesländer und Kommunen. ‚Es wäre nicht legitim, die Entlastung einfach zu verdoppeln, aber die Zinsersparnisse von Ländern und Kommunen sind doch erheblich‘, sagte Boysen-Hogrefe, der Autor der Studie, dem Blatt. ‚Die Entlastung des Gesamtstaats dürfte deshalb bis Mitte 2014 irgendwo zwischen 100 und 200 Milliarden Euro liegen.’/bgf/hbr

DGAP-News: Katjes International GmbH & Co. KG: Sinkende Rohstoffpreise im 2. Halbjahr 2013

DGAP-News: Katjes International GmbH & Co. KG / Schlagwort(e):
Sonstiges
Katjes International GmbH & Co. KG: Sinkende Rohstoffpreise im 2.
Halbjahr 2013

11.06.2013 / 10:15

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Sinkende Rohstoffpreise im 2. Halbjahr 2013

Emmerich, 11. Juni 2013 – Die Katjes International GmbH & Co. KG (‚Katjes
International‘) erwartet einen Rückgang der Preise für wesentliche
Rohstoffe der Zuckerwarenproduktion wie z.B. Zucker, Glukose oder Gelatine
ab dem 2. Halbjahr 2013. Bereits jetzt konnten niedrigere Rohstoffpreise
für Teile der Produktion ihrer Tochtergesellschaften vertraglich gesichert
werden.

Auf Basis abgeschlossener Kontrakte für Teile des geplanten
Produktionsvolumens geht das Management der Katjes International davon aus,
dass die für die Zuckerwarenproduktion wesentlichen Rohstoffpreise im
Einkauf im Durchschnitt um ca. 10 % sinken werden. Das Management rechnet
damit, dass sich diese erwartete Entspannung in der Preisentwicklung im
Einkauf ab dem 4. Quartal 2013 positiv auf die Ertragslage der Katjes
International auswirken wird. Die über die letzten 18-24 Monate stark
gestiegenen Rohstoffpreise befinden sich auf Basis der im letzten Jahr
abgeschlossenen Verträge aktuell noch auf Höchstniveaus.

Die Katjes International hält derzeit verschiedenen Beteiligungen in der
Süßwarenindustrie in Frankreich, Belgien, Deutschland und den Niederlanden.
Ziel der Katjes International ist es, über die Akquisition starker Marken
und organisches Wachstum, die eigene Marktposition, mit einem Fokus auf
Westeuropa, noch weiter auszubauen.

Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Mitteilung:

Diese Mitteilung dient Informationszwecken und stellt weder einen Prospekt
noch ein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zum Kauf oder zur
Zeichnung von Wertpapieren im Sinne der EU-Richtlinie 2003/71/EG in ihrer
jeweils gültigen Fassung dar. Soweit diese Erklärung zukunftsgerichtete
Aussagen enthält, beruhen diese Aussagen auf Planungen, Schätzungen und
Prognosen, die der Katjes International derzeit zur Verfügung stehen.
Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem
sie gemacht werden. Die Katjes International übernimmt keine Verpflichtung,
solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse zu
aktualisieren bzw. weiterzuentwickeln. Zukunftsgerichtete Aussagen
beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl
wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse
erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen.

Kontakt:
Katjes International GmbH & Co. KG
Tel.: +49 (0) 2822/601-700
Fax: +49 (0) 2822/601-125
E-Mail: kontakt@katjes-international.de
Website: www.katjes-international.de

Ende der Corporate News

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11.06.2013 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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215802 11.06.2013

Deutsche Anleihen weiten Verluste aus – Rendite steigt über 1,6 Prozent

FRANKFURT (dpa-AFX) – Deutsche Staatsanleihen standen auch am Dienstag unter Druck. Nach starken Verlusten zu Wochenbeginn sank der richtungsweisende Euro-Bund-Future am Dienstagmorgen um weitere 0,22 Prozent auf 142,54 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erhöhte sich auf 1,61 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Mitte Februar.

Am Dienstag dürfte der erste Tag der Anhörung vor dem Bundesverfassungsgericht im Fokus stehen. Verhandelt wird über Beschwerden gegen den Euro-Rettungsfonds ESM und die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), insbesondere deren Anleiheprogramme OMT und SMP. Mit einer Entscheidung wird zwar frühestens im Spätsommer gerechnet. Allerdings könnten Äußerungen aus den Reihen des Gerichts darauf hindeuten, zu welcher Position die Richter neigen. Fundamental bleibt es mangels entscheidender Daten ruhig./bgf/fbr

ROUNDUP: Japans Zentralbank sieht von Schritten gegen Zinsanstieg ab

TOKIO (dpa-AFX) – Die japanische Zentralbank hat sich gegen Schritte zur Eindämmung der jüngsten Schwankungsanfälligkeit an den Anleihemärkten entschieden. Die Bank of Japan (BoJ) beschloss am Dienstag nach zweitägigen Beratungen einstimmig, ihren im April eingeschlagenen Kurs einer aggressiv gelockerten Geldpolitik unverändert fortzusetzen. Die Börse gab nach Abschluss der BoJ-Sitzung nach, der Nikkei-Index büßte 196,58 Punkte oder 1,45 Prozent auf 13 317,62 Punkte ein. Der neue Notenbank-Gouverneur Haruhiko Kuroda will mit massiven Wertpapierkäufen die Konjunktur beleben und die jahrelange Deflation beenden. Unter Deflation versteht man eine gefährliche Spirale aus sinkenden Preisen und schrumpfender Nachfrage.

In Finanzmarktkreisen war im Vorfeld der BoJ-Sitzung angesichts der jüngsten Volatilität am Anleihemarkt und der Sorge über einen Anstieg langfristiger Zinsen spekuliert worden, dass die BoJ den heimischen Bankinstituten Liquidität für einen noch längeren Zeitraum als bisher zur Verfügung stellen könnte. Innerhalb der Zentralbank war überlegt worden, die Laufzeit von Krediten, die die BoJ in speziellen Geschäften an die Geschäftsbanken ausgibt, von einem auf zwei Jahre zu verdoppeln. Die Idee dahinter war, sicherzustellen, dass die Banken genügend Liquidität zum Aufkauf von Staatsanleihen haben, um so einen plötzlichen Anstieg der Zinsen zu verhindern.

Doch habe es bei einigen Mitgliedern des Zentralbankrats Bedenken gegeben, berichtete die Finanzzeitung ‚Nikkei‘. Sie hätten befürchtet, dass ein derartiger Schritt die Bereitschaft der Banken sinken lassen könnte, in Aktien und andere Anlagen zu investieren. Außerdem habe die Idee einer Verdopplung der Laufzeit der Kredite an Reiz verloren, da der Anstieg der Zinsen seit Monatsbeginn zum Erliegen gekommen sei. Derweil hob die BoJ ihre Einschätzung der Wirtschaft im sechsten Monat in Folge an. Die Wirtschaft ‚legt zu‘, formulierte die BoJ. Im Mai hatte es noch geheißen, die Wirtschaft beginne zuzulegen.

Japans Wirtschaft war im ersten Quartal mit einer hochgerechneten Jahresrate von 4,1 Prozent gewachsen. Im Vergleich zum Vorquartal legte die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt um 1,0 Prozent zu, wie die Regierung am Vortag mitteilte. Unterdessen kündigte Regierungschef Shinzo Abe für Herbst Pläne für eine Steuerreform an. Vorgesehen sind Steuererleichterungen für Unternehmensinvestitionen. Laut Medienberichten will die Regierung angesichts der in jüngster Zeit an den Finanzmärkten aufgekommenen Zweifel an Abes Reformkurs die Pläne beschleunigen. Der Regierungschef will das Land mit einer Mischung aus Konjunkturpaketen, der eingeleiteten aggressiven Lockerung der Geldpolitik sowie Strukturreformen wieder auf die Beine bringen./ln/DP/bgf