US-Anleihen: Kaum verändert

NEW YORK (dpa-AFX) – Richtungslos haben sich US-Staatsanleihen am Dienstag im Verlauf präsentiert. Händlern zufolge wurden die festverzinslichen Papiere von Kursgewinnen an den US-Aktienmärkten gebremst. Die zu Handelsbeginn veröffentlichten US-Konjunkturdaten hätten den Markt kaum bewegt. Die Verbraucherpreise waren im Mai mit 0,1 Prozent etwas schwächer gestiegen als von Volkswirten erwarten. Zudem sind die Baubeginne im Mai hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Der Markt warte auf die US-Notenbank, die am Mittwoch ihre geldpolitischen Entscheidungen veröffentlichen wird. Vor allem Aussagen, die auf eine mögliche Zurückführung des Anleihekaufprogramm hindeuteten, dürften dann für Bewegung sorgen.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 30/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,27 Prozent. Fünfjährige Anleihen gewannen 1/32 Punkte auf 99 24/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,05 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen stiegen um 1/32 Punkte auf 96 6/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,18 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren kletterten um 1/32 Punkte auf 91 7/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,34 Prozent./edh/jsl/he

RATING: Fitch gibt Schweiz weiter die Bestnote

LONDON (dpa-AFX) – Die Ratingagentur Fitch bewertet die Kreditwürdigkeit der Schweiz weiter mit der Bestnote. Das Rating liege damit weiter bei ‚AAA‘, teilte Fitch am Dienstag in London mit. Eine Herabstufung droht nicht – der Ausblick für das Rating sei ’stabil‘.

Trotz der schwachen Entwicklung der Weltwirtschaft und der Krise in der Eurozone habe die Schweiz eine diversifizierte und wohlhabende Wirtschaft, die durch stabile Inflationsraten und makroökonomische Stabilität geprägt sei, schreibt Fitch. Der Schuldenstand sei mit 35,3 Prozent im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zu anderen ‚AAA‘-Ländern niedrig und die öffentlichen Finanzen gesund.

Zudem habe die Schweiz sei über zwei Jahrzehnten Überschüsse in der Leistungsbilanz. Der Schweizer Franken habe als Reservewährung dazu beigetragen, die Refinanzierungskosten des Landes auf Rekordtiefstände zu drücken./jsl/he

Deutsche Anleihen: Deutlich schwächer – Unsicherheit vor US-Notenbank

FRANKFURT (dpa-AFX) – Deutsche Staatsanleihen sind am Dienstag im Nachmittagshandel weiter unter Druck geraten. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel bis zum späten Nachmittag um 0,35 Prozent auf 143,27 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erhöhte sich auf 1,567 Prozent.

Die überwiegend freundliche Stimmung an den Aktienmärkten habe auf den Festverzinslichen gelastet, sagten Händler. Vor der mit Spannung erwarteten Zinssitzung der Federal Reserve am Mittwoch sorgten unter anderem Konjunkturdaten aus Deutschland für Belastung am Rentenmarkt. Der ZEW-Index hatte im Juni moderat zugelegt und war auf den höchsten Stand seit März gestiegen. Die Beurteilung der aktuellen Lage hatte sich hingegen eingetrübt.

Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten gaben dem Markt keine neue Richtung. Die Verbraucherpreise waren im Mai zum Vormonat mit 0,1 Prozent etwas schwächer gestiegen als von Volkswirten erwartet. Zudem war die Zahl der Baubeginne im Mai hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Markt warte weiter darauf, ob die US-Notenbank an diesem Mittwoch klarere Aussagen zum milliardenschweren Anleihekaufprogramm treffen werde, sagten Händler. Seitdem US-Notenbankchef Ben Bernanke am 22. Mai Spekulationen über eine mögliche Rückführung des Programms geschürt hatte, herrscht am Markt große Unsicherheit./jsl/he

ROUNDUP/Befreiungsschlag bei Solarworld: Schuldenschnitt und Geld aus Katar

BONN (dpa-AFX) – Der schwer angeschlagene Solarmodulhersteller Solarworld will sich mit einem Schuldenschnitt und frischem Geld aus Katar retten. Die dazugehörigen Verträge mit den Banken seien am Dienstag unterzeichnet worden, sagte Firmengründer Frank Asbeck. Anfang August müssen noch die Gläubiger zweier Anleihen und die Hauptversammlung zustimmen.

Nach dem Rettungsplan steigt der Investor Qatar Solar mit 35 Millionen Euro ein. Er gibt außerdem ein Darlehen von 50 Millionen Euro, Firmengründer Frank Asbeck schießt aus seinem Privatvermögen weitere 10 Millionen Euro zu. 55 Prozent der Schulden werden nicht zurückgezahlt, sondern in neue Aktien umgewandelt. Altaktien werden auf nur noch 5 Prozent des Unternehmenswertes abgewertet. Zu den Verlierern zählt dabei aus Asbeck selbst, dessen Aktienanteil von 28 auf 1,4 Prozent schrumpft. Asbeck kauft aber für seine zehn Millionen Euro nach. Sein Gesamtaktienanteil werde am Ende bei 20,9 Prozent liegen, sagte er.

‚Wenn das Konzept so umgesetzt wird, können wir wieder durchstarten‘, sagte Asbeck. Er sei fest überzeugt dass Solarworld restrukturierbar sei, und er glaube an den technologischen Vorsprung des Unternehmens. Schon 2014/2015 seien wieder schwarze Zahlen möglich. Derzeit verdiene das Unternehmen allerdings kein Geld. Solarworld beschäftigt noch 2.600 Mitarbeiter, davon rund 1.700 in Deutschland. In Spitzenzeiten waren es insgesamt 3.500. Weiterer Personalabbau sei nicht geplant, sagte Asbeck.

Das einstige Vorzeigeunternehmen war durch die billigere chinesische Konkurrenz tief in die roten Zahlen geschliddert. Allein 2012 betrug der Verlust knapp 480 Millionen Euro. Das Management hofft aber auf die politisch umstrittenen EU-Schutzzölle gegen chinesische Konkurrenzprodukte. Die Zölle, die von der chinesischen Regierung vehement abgelehnt werden, betragen aktuell 11,8 Prozent und sollen Anfang August auf 47 Prozent angehoben werden. Dann sei wieder ein fairer Wettbewerb möglich. ‚Dumping darf man nicht tolerieren‘, sagte Asbeck.

Das Unternehmen ist aktuell mit 931 Millionen Euro verschuldet. Knapp 427 Millionen Schulden bleiben nach dem Schnitt stehen und sollen in mehreren Schritten in den kommenden Jahren zurückgezahlt werden. Der endgültige Abschluss der Verträge wird – die Gremienzustimmungen vorausgesetzt – zwischen November dieses Jahres bis Anfang 2014 erwartet.

Für die Zustimmung der Anleihen-Gläubiger ist zunächst am 8. und 9. Juli eine Versammlung geplant, die aber eine hohe Beteiligung von 50 Prozent erreichen müsste. Wenn dies nicht gelinge, müssten bei einem weiteren Termin nur noch 25 Prozent der Anleihegläubiger vertreten sein, so das Unternehmen. Die entscheidende Hauptversammlung ist für den 7. August geplant.

Solarworld präsentiere bei der größten Solarmesse der Welt Intersolar, die an diesem Mittwoch in München beginnt, ein neues Premiumprodukt und werde für die Standardmodule ab sofort die Preise senken, kündigte Asbeck an.

Solarworld sieht sich in Europa und in den USA als Marktführer. Der europäische Markt sei durch Dumping und Förderkürzungen insgesamt stark geschwächt, sagte Asbeck. Aber auch hier laufe das Geschäft – etwa in Frankreich, Italien und Benelux. Daneben sei das Unternehmen in Afrika und Asien, vor allem in Japan, aktiv. Der Konzern fertigt in Freiberg/Deutschland und in Hillsboro/USA.

Analysten sehen die Zukunft des Unternehmens wegen der hohen Produktionskosten in Deutschland skeptisch und kritisieren, dass Solarworld für die wichtigen Absatzmärkte China, Japan und USA noch keine ausreichenden Vertriebsstrukturen habe./rs/DP/jha

US-Anleihen: Schwächer zu Handelsbeginn

NEW YORK (dpa-AFX) – US-Staatsanleihen haben am Dienstag zu Handelsbeginn schwächer tendiert. Die freundlich erwarteten US-Aktienmärkte würden auf den Festverzinslichen lasten, sagten Händler. Die zu Handelsbeginn veröffentlichten Konjunkturdaten hätten den Markt kaum bewegt. Die Verbraucherpreise waren im Mai mit 0,1 Prozent etwas schwächer gestiegen als von Volkswirten erwarten. Zudem sind die Baubeginne im Mai hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Der Markt warte jedoch bereits auf die US-Notenbank, die am Mittwoch ihre geldpolitischen Entscheidungen veröffentlichen wird. Vor allem Aussagen, die auf eine mögliche Zurückführung des Anleihekaufprogramm hindeuteten, dürften die Märkte bewegen.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 30/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,27 Prozent. Fünfjährige Anleihen verloren um 1/32 Punkte auf 100 Punkte. Sie rentierten mit 1,08 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen verloren 7/32 Punkte auf 95 30/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,21 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren fielen um 7/32 Punkte auf 90 26/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,36 Prozent./jsl/hbr

Solarworld will sich mit Geld aus Katar und Schuldenschnitt retten

BONN (dpa-AFX) – Der schwer angeschlagene Solarmodulhersteller Solarworld will sich mit einem Schuldenschnitt und frischem Geld aus Katar retten. Die dazugehörigen Verträge mit den Banken seien am Dienstag unterzeichnet worden, sagte Firmengründer Frank Asbeck. Die Zustimmung von Gläubigern zweier Anleihen und der Hauptversammlung stünden aber noch aus. Nach dem Rettungsplan steigt ein Investor aus dem Emirat mit 35 Millionen Euro ein, Firmengründer Frank Asbeck schießt aus seinem Privatvermögen weitere 10 Millionen Euro zu. 55 Prozent der Schulden werden demnach nicht zurückgezahlt, sondern in neue Aktien umgewandelt. Altaktien werden auf nur noch 5 Prozent des Unternehmenswertes abgewertet. ‚Jeder bekommt nach diesem Plan deutlich mehr heraus als im Falle eines Scheiterns der Solarworld‘, sagte Asbeck./rs/DP/jha

Deutsche Anleihen geben nach – Renditen ziehen an

FRANKFURT (dpa-AFX) – Deutsche Staatsanleihen haben am Montag ihren zwischenzeitlich unterbrochenen Trend steigender Renditen wieder aufgenommen. Die Kurse gerieten entsprechend unter Druck. Händler nannten die überwiegend gute Stimmung an den europäischen Börsen als Grund. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future gab bis zum Mittag um 0,30 Prozent auf 143,33 Punkte nach. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erhöhte sich um vier Basispunkte auf 1,56 Prozent.

Vor der mit Spannung erwarteten Zinssitzung der Federal Reserve am Mittwoch sorgten unter anderem Konjunkturdaten aus Deutschland für Belastung am Rentenmarkt. Der ZEW-Index legt im Juni moderat zu und stieg auf den höchsten Stand seit März. Bankvolkswirte gaben sich angesichts konjunktureller Risiken jedoch verhalten. Demnach dürfte der wirtschaftliche Aufschwung im zweiten Halbjahr allenfalls moderat ausfallen.

Im weiteren Handelsverlauf dürften Konjunkturzahlen aus den USA große Beachtung auf sich ziehen. Veröffentlicht werden unter anderem Inflationsdaten für den Monat Mai. Der derzeit geringe Inflationsdruck gilt als ein Grund, warum die Fed bei ihrer anvisierten Straffung vorsichtig vorgehen dürfte. Einige ranghohe US-Notenbanker hatten unlängst auf die Gefahr verwiesen, dass die Fed ihr Inflationsziel nachhaltig verfehlen könnte, falls der geldpolitische Stimulus zu schnell oder zu stark verringert würde./bgf/jsl

Deutsche Anleihen: Zur Kasse schwächer – Rendite steigt auf 1,25 Prozent

FRANKFURT (dpa-AFX) – Deutsche Staatsanleihen haben am Dienstag zur Kasse schwächer tendiert. Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere stieg von 1,24 Prozent am Vortag auf 1,25 Prozent, wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte.

Es gab 60 Verlierer mit Abschlägen von bis zu 0,57 Prozentpunkten. Dem standen vier Gewinner mit Aufschlägen von bis zu 0,20 Punkten gegenüber. Die Bundesbank kaufte per Saldo Anleihen im Wert von 5,2 Millionen Euro.

Der Rentenindex Rex fiel um 0,11 Prozent auf 133,9 Punkte. Diesen Index berechnet die Deutsche Börse auf Basis der Kassakurse ausgesuchter Anleihen./hbr/jsl

ROUNDUP: Spaniens Zinsen ziehen an – Faule Bankkredite nehmen zu

MADRID/FRANKFURT (dpa-AFX) – Schlechte Nachrichten für Spanien: Investoren verlangen höhere Zinsen und die ausfallbedrohten Kredite in den Bilanzen der angeschlagenen Bankenbranche steigen. Das zeigen am Dienstag in Madrid veröffentlichte Zahlen der Finanzagentur und der Zentralbank.

Eine Geldmarktauktion spülte zwar etwas mehr frische Mittel in die Staatskasse als eingeplant, dafür muss das Land die neuen Schulden aber teurer bezahlen als zuletzt.

Im Laufzeitbereich über ein Jahr zogen die Zinsen gegenüber der letzten Versteigerung von 0,99 auf 1,40 Prozent an. Um für sechs Monate Geld zu besorgen, musste Spanien Zinsen in Höhe von 0,8 Prozent bieten. Bei der letzten Auktion war der Hammer bei deutlich geringeren 0,5 Prozent gefallen.

Insgesamt sammelte die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft 5,04 Milliarden Euro ein und konnte das Ziel damit leicht übertreffen. Die Nachfrage blieb stabil und übertraf das Angebot um mehr als das Doppelte.

In den Büchern der spanischen Banken ist der Anteil fauler Kredite im April von 10,47 Prozent im Vormonat auf 10,87 Prozent gestiegen, wie aus neuen Daten der Zentralbank hervorgeht. Vor einem Jahr hatte der Wert noch bei 8,73 Prozent gelegen.

Den Zahlen zufolge saßen die spanischen Geldhäuser Ende April 2013 auf ausfallbedrohten Forderungen in Höhe von 167,1 Milliarden Euro. Das Land leidet nach dem Platzen einer Kredit- und Immobilienblase unter einer tiefen Rezession./hbr/bgf

Spanien muss Investoren höhere Zinsen bieten

MADRID/FRANKFURT (dpa-AFX) – Investoren verlangen höhere Zinsen, um Spanien Kredit zu geben. Eine Geldmarktauktion brachte am Dienstag zwar etwas mehr frische Mittel ein als eingeplant, dafür muss das Land die neuen Schulden aber teurer bezahlen als zuletzt. Das zeigen Angaben der spanischen Finanzagentur in Madrid.

Im Laufzeitbereich von einem Jahr zogen die Zinsen gegenüber der letzten Versteigerung von 0,99 auf 1,40 Prozent an. Um für sechs Monate Geld zu besorgen, musste Spanien Zinsen in Höhe von 0,8 Prozent bieten. Bei der letzten Auktion war der Hammer bei deutlich geringeren 0,5 Prozent gefallen.

Insgesamt sammelte die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft 5,04 Milliarden Euro ein und konnte das Ziel damit leicht übertreffen. Die Nachfrage blieb stabil und übertraf das Angebot um mehr als das Doppelte./hbr/bgf

Deutsche Anleihen eröffnen schwächer

FRANKFURT (dpa-AFX) – Deutsche Staatsanleihen sind am Dienstag mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. Der Markt dürfte vor der mit Spannung erwarteten Notenbanksitzung in den USA in Lauerstellung verharren. Der für die deutschen Staatspapiere richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel am Morgen um 0,15 Prozent auf 143,57 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stand zuletzt bei 1,53 Prozent.

Anleger warten gebannt auf die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed, die zur Wochenmitte anstehen. Am Dienstag stünden zwar einige wichtige Konjunkturdaten an, wie zum Beispiel der ZEW-Index oder neue Inflationszahlen aus den USA, dennoch werde es wohl kaum Neupositionierungen geben, schreibt Experte Dirk Gojny von der National-Bank in einem Ausblick. Der Bund-Future dürfte kaum verändert starten und im Tagesverlauf zwischen 143 und 144,20 Punkten schwanken, so seine Einschätzung./hbr/kja