Schlagworte: Unternehmen / Energie
Der Biosprit-Hersteller Crop-Energies baut sein Werk in Zeitz (Sachsen-Anhalt) aus. „In den nächsten zwei Jahren sollen 27 Mio. Euro in den Standort fließen“, sagte Vorstand Marten Keil der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe). Damit werde eine neue Veredelungsanlage zur Herstellung von so genanntem Neutralalkohol gebaut. Er bildet die Grundlage für Getränke, Kosmetika und Pharmaprodukte, wie das Unternehmen mitteilte. Die Investition in den Neubau werde das Produktangebot aus der Zeitzer Anlage erhöhen, sagte Keil. Bisher wird dort Bioethanol allein für Kraftstoffe hergestellt.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (Halle/Saale)
Niedrigzinspolitik belastet Mittelstand
Schlagworte: Unternehmen / Pensionssysteme
Die anhaltenden Niedrigzinsen führen zu einer Deckungslücke bei den Pensionssystemen im Mittelstand. Die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) führt in den näcsten 15 Jahren zu einer Deckungslücke bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Höhe von 4,1 Mrd. Euro, wie aus einer Analyse des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervorgeht. Die Pensionsverpflichtungen mittelständischer Unternehmen für Ihre Mitarbeiter belaufen sich nach Angaben des DIHK auf insgesamt 24 Mrd. Euro. Im Gegensatz zu den großen Dax-Konzernen falle die Anpassung der niedrigen Zinsen in den Bilanzen aus rechtlichen Gründen zwar niedriger aus. „Allerdings ist der geltende Referenzzins weit von aktuell erzielbaren Renditen entfernt“, heißt es in der Analyse. Der DIHK sieht weitreichende Konsequenzen für künftige Investitionen: „Bezogen auf die rund vier Milliarden Euro Deckungslücke – die letztlich aus künftigen Gewinnen finanziert werden muss – ergibt dies 1,3 Mrd. Euro weniger Investitionsspielraum beim deutschen Mittelstand.“ DIHK-Chefvolkswirt Alexander Schumann rät den Unternehmen, stärker Alternativen bei der Finanzierung von Investitionen zu erwägen, u. a. am Kapitalmarkt.
Quelle: dpa
Bareiß: Zusätzliche EEG-Befreiungen kommen Mittelstand zugute
Schlagworte: Mittelstand / Energie
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat die Liste der von der EEG-Umlage befreiten Unternehmen veröffentlicht. „Die steigende Anzahl EEG-befreiter Unternehmen zeigt, dass unsere Maßnahmen wirkungsvoll sind“, erklärte der Koordinator für Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Damit werde der Mittelstand von steigenden Strompreisen entlastet. Durch die Senkung der Entlastungsschwelle von zehn auf eine Gigawattstunde würden Unternehmen des produizierenden Gewerbes von Belastungen ausgenommen, von denen europäische bzw. internationale Mitbewerber nicht betroffen seien. Bareiß sprach sich außerdem dafür aus, die „Überförderungen“ bei Wind- und Sonnenenergie „dringend“ abzubauen.
bfr
Familienunternehmer warnen FDP vor Mindestlöhnen
Schlagworte: Familienunternehmen / Mindestlohn
Der Präsident des Familienunternehmer-Verbands, Lutz Goebel, hat die FDP angesichts ihres Mindestlohn-Beschlusses eindringlich vor den Folgen politisch festgelegter Lohnuntergrenzen gewarnt. „Einmal eingeführt, werden diese Untergrenzen politisch bedingt immer weiter steigen. Löhne festlegen können die Tarifparteien unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten besser als die Politik“, sagte Goebel „Handelsblatt-Online“. Das habe zuletzt auch wieder das Friseurhandwerk bewiesen. Dagegen stelle sich die Frage, was gewonnen sei, wenn im Falle von Mindestlöhnen Arbeitsplätze in der Lausitz oder im Erzgebirge verloren gingen, weil sie ein paar Kilometer über die Grenze nach Tschechien oder Polen verlagert werden. Die Familienunternehmen sind nach Goebels Angaben zwar direkt von der Mindestlohn-Debatte nicht betroffen, weil in den Betrieben ein guter Lohn für die Mitarbeiter gezahlt werde, aber gesellschafts- und sozialpolitisch bereiteten vor allem Niedrigqualifizierte „sehr große Sorgen“. Dessen ungeachtet plädiert die CSU im Bundestag – beflügelt vom Votum der Liberalen – dafür, dass die Bundesregierung noch vor der Bundestagswahl im September eine tarifliche Lohnuntergrenze beschließt.
Quelle: Handelsblatt-Online
Studie – Deutsche Maschinenbauer stehen vor globalem Kurswechsel
Schlagwort(e): Internationalisierung / Maschinenbau
Für zwei von drei deutschen Maschinenbauern gehört der Umbau des internationalen Geschäfts derzeit zu den Top-Themen. Der Grund: Beim Wettlauf um Absatzmärkte in Asien und Lateinamerika gilt es, den Wandel von der verlängerten Werkbank hin zu einem anspruchsvollen Konsumentenmarkt zu gestalten. Insbesondere das Zusammenspiel des Managements in Deutschland mit der regionalen Führung in den Zielländern machen bei der Aufstellung als Global Player Probleme. Das zeigen Marktbeobachtungen der Unternehmensberatung Staufen AG sowie der TU Darmstadt, die aktuell in einer Studie veröffentlicht wurden. „Wir beobachten bei der internationalen Ausrichtung vieler mittelständischer deutschen Unternehmen gravierende Planungslücken“, sagt Wilhelm Goschy, Vorstand der Staufen AG. „Wer auf den schnell wachsenden Binnenmärkten in China oder Brasilien nicht auf eine vorausschauende Strategie setzt, läuft Gefahr, sich bei der Vielzahl kleinteiliger Aufgaben zu verzetteln.“ „Mittelständische deutsche Maschinenbauer haben noch viel Potenzial bei der Gestaltung der Prozesse im internationalen Verbund, sagt Professor Eberhard Abele vom Institut für Produktionsmanagement (PTW) an der TU Darmstadt. Beispiel: Die Entwicklungsarbeit in den Zielländern der aufstrebenden Märkte werde immer wichtiger – sie gehöre unter die Regie von Marktkennern vor Ort. So ließen sich z. B. Basisversionen in Asien speziell für den lokalen Markt entwickeln, die von der internationalen Linie des Unternehmens abweichen können, um besser zur Nachfrage nach Preis und Leistungsumfang zu passen.
bfr
IT-Mittelstand – Erstes Gipfeltreffen der deutschen Softwarebranche
Schlagwort(e): IT / Softwarehersteller
Der Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi) veranstaltet am 16. Mai in Karlsruhe das erste Gipfeltreffen zum Thema „Software Made in Germany“. Die Softwarehersteller wollen Trends und Chancen für ihr Geschäft ausloten sowie über Möglichkeiten der Vernetzung diskutieren. Sprechen werden u. a. der geschäftsführende Direktor des Instituts für Enterprise-Systeme an der Universität Mannheim, Professor Alexander Mädche, sowie Vertreter des Software-Konzerns SAP und der CAS Software, einem deutschen Spezialisten für Kundenmanagement-Lösungen. Das Software-Gipfeltreffen steht unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler. Der BITMi als IT-Fachverband mit klarer Profilierung für mittelständische Interessen bezeichnet die deutschen Softwarehersteller als ein Motor für die Innovationskraft Deutschlands. Parallel zu dem Gipfeltreffen findet die CloudZone, eine Spezialmesse für Software aus der Cloud, statt.
Bfr
Wirtschaftsbündnis fordert Ökostrom-Soli statt EEG-Umlage
Schlagwort(e): Energie / Wirtschaftsverbände
Ein Bündnis von sieben Wirtschaftsverbänden aus dem Mittelstand fordert wegen zu hoher Stromkosten eine Finanzierung der Energiewende über Steuermittel statt über die EEG-Umlage. Zu den Initiatoren zählt unter anderem der Textilverband und der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung. Ziel ist eine gerechtere Lastenverteilung. Die Zusage der Bundesregierung, die von allen Verbrauchern über den Strompreis zu zahlende Ökostrom-Umlage solle nicht über 3,5 Cent je Kilowattstunde steigen, sei längst überholt, heißt es in einer Erklärung der Verbände. Derzeit liegt die Umlage bei 5,3 Cent, bis 2014 könnte sie auf über 6 Cent steigen und einen Durchschnittshaushalt dann über 200 Euro im Jahr kosten. “Insgesamt gewinnt die Industrie Wettbewerbsfähigkeit zurück, sie beteiligt sich aber über Ertragssteuerzahlungen weiterhin an der Finanzierung der Energiewende”, heißt es in einem Eckpunktepapier der mittelständischen Verbände. Es gehe um eine gerechtere Lastenverteilung. Allein 2013 schlagen Vergütungen für Wind- und Sonnenstrom, aber auch Rabatte für energieintensive Unternehmen mit rund 20 Mrd. Euro zu Buche.
bfr/dpa
NRW.Bank und GEFA kooperieren bei Investitionskrediten und Leasing
Schlagwort(e): Unternehmen / Förderkredite
Kleine und mittlere Unternehmen in Nordrhein-Westfalen (NRW) können Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie in Nutzfahrzeuge oder andere Industriegüter investieren. Das haben die NRW.Bank und die GEFA Gesellschaft für Absatzfinanzierung mbH am Mittwoch in Düsseldorf vereinbart. Nachdem die ersten beiden Globaldarlehens-Tranchen erfolgreich im Markt platziert werden konnten, hat man jetzt ein weiteres Darlehen mit einem Volumen von 50 Mio. Euro abgeschlossen. Für die NRW.Bank und die GEFA , eine Tochter der französischen Großbank Société Générale, ist es die dritte Kooperation dieser Art. Insgesamt hat das Spezialkreditinstitut ein Globaldarlehensvolumen von 100 Mio. Euro gezeichnet. Durch die Einbindung der öffentlichen Fördermittel können Investitionskredite und Leasing insbesondere für Nutzfahrzeuge sowie Produktions-, Werkzeug- oder Baumaschinen günstiger angeboten werden. Förderberechtigt sind Gewerbeunternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 500 Mio.Euro, die ihren Sitz in NRW haben oder in NRW investieren.
bfr
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