Schlagworte: Unternehmen / Schaeffler
Das Familienunternehmen Schaeffler AG, größter Anteilseigner am Autozulieferer Continental AG, hat einen Gewinnrückgang gemeldet. Zuwächse in der Automotive-Sparte konnten die schwächere Nachfrage im Industriebereich nicht ausgleichen, wie aus einer Pressemeldung des Herzogenauracher Unternehmens hervorgeht. Im ersten Quartal ging das EBIT um elf Prozent auf 355 Mio. Euro zurück. Der Umsatz fiel um 3,6 Prozent auf 2,76 Mrd. Euro. „Wenngleich wir von keiner schnellen Erholung der europäischen Märkte ausgehen, erwarten wir dennoch eine verhaltene Steigerung der globalen Automobilproduktion für das Jahr 2013’“, so Vorstandschef Jürgen Geißinger. „Für die verschiedenen Industriemärkte rechnen wir bei weiterhin bestehenden Unwägbarkeiten erst ab der zweiten Jahreshälfte mit positiven Impulsen.“ Das Unternehmen bestätigte, dass es für 2013 vor dem Hintergrund einer zunehmenden Autmomotive-Nachfrage in Nordamerika und Asien ein Umsatzwachstum von rund vier Prozent anstrebt. Die Nettoverschuldung verringerte sich nach Angaben von Schaeffler um 300 Mio. Euro und lag Ende März bei 6,8 Mrd. Euro.
Quelle: Bloomberg
Mittelstand bleibt Jobmotor in Deutschland
Schlagworte: Mittelstand / Arbeitsmarkt
Gut jeder zweite sozialversicherungspflichtige Beschäftigte arbeitete im Jahre 2009 in einem mittelständischen Unternehmen – oder fand dort seit 2001 eine Anstellung. Damit bestätigt sich, dass sich konjunkturelle Einflüsse auf die Beschäftigungsentwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen geringer auswirken als in Großunternehmen. Einen besonders hohen Beschäftigungsbeitrag leisteten dabei nach Angaben des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) die Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und bis zu zwei Millionen Euro Umsatz. „Über alle mittelständischen Unternehmen hinweg betrachtet sind zwar im Laufe des untersuchten Zeitraums die Hälfte der Arbeitsplätze abgebaut worden. Zeitgleich entstanden aber durch Gründungen und Unternehmenswachstum so viele neue Beschäftigungsangebote, dass im Mittelstand der Arbeitsplatzverlust mit einem Plus von 13,6 Prozent mehr als ausgeglichen worden ist“, erläuterte IfM-Präsidentin Prof. Friederike Welter. „In den Großunternehmen sank dagegen zwischen 2001 und 2009 die Nettobeschäftigung um 1,2 Prozent. Es bestätigt sich somit, dass es vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen sind, die wichtige Impulse für eine permanente Erneuerung und Modernisierung der Wirtschaft geben.“ Die Studie macht zudem deutlich, dass sich der Strukturwandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft fortgesetzt hat. Davon profitieren wiederum vorrangig kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die sehr viel flexibler als Großunternehmen Leistungen erstellen können und geringere Fixkosten besitzen.
bfr
IT-Studie: E-Mail-Schutz bleibt Schwachstelle bei Unternehmen
Schlagworte: Unternehmen / Datensicherheit
Bei einer gesteigerten Nutzung von E-Mail- und Internetdiensten im vergangenen Jahr hat sich das Bewusstsein für IT-Sicherheit bei deutschen mittelständischen Unternehmen insgesamt positiv entwickelt. Nahezu alle befragten Unternehmen verwenden beide Medien heute für die Abwicklung ihrer Geschäfte, wie die dritte Studie „IT-Sicherheitslage im Mittelstand“ des Vereins Deutschland sicher im Netz (DsiN) und des IT-Dienstleisters DATEV eG ergab. Dabei kommt die E-Mail auf einen Durchdringungsgrad von 97 Prozent, das Internet sogar auf 98 Prozent. Erfreuliche 99 Prozent der Nutzer sichern ihren Internetzugang sowie ihre Daten, das Einspielen von Sicherheits-Updates nehmen 97 Prozent der Unternehmen ernst. Obwohl auch die E-Mail als Kommunikationsmedium aus dem geschäftlichen Alltag nicht mehr wegzudenken ist, ergreifen lediglich 44 Prozent der Befragten Maßnahmen zum Schutz ihrer Informationen auf dem Weg zum Empfänger. Mit einer Verschlechterung um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr ist dies der einzige Wert in der Befragung, der sich negativ entwickelt hat.
Quelle: ruhr.businesson.de
Mezzanin-Dachfonds mit EU-Geldern für Mittelstand
Schlagworte: Mittelstand / Finanzierung
Der Europäische Investitionsfonds (EIF), das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), die LfA Förderbank Bayern (LfA) und die NRW.BANK haben einen gemeinsamen Dachfonds aufgelegt: den Mezzanin-Dachfonds für Deutschland (MDD). Damit gehen insgesamt 200 Mio. Euro an EU-, Bundes- und Landesmitteln in die deutsche Mittelstandsförderung – insbesondere auch nach Nordrhein-Westfalen und Bayern. Die Partner betonten anlässlich der heute stattfindenden 7. Private Equity Konferenz NRW die Bedeutung der verbesserten Möglichkeiten für die Mezzaninfinanzierung in Deutschland. „Mit dem Mezzanin-Dachfonds für Deutschland will der Europäische Investitionsfonds mittelständischen Unternehmen in Deutschland den Zugang zu Kapital erleichtern. Hiermit können sie ihre Firmen weiter ausbauen und wachsen“, sagte EIF-Direktor John A. Holloway. NRW.BANK und LfA investieren je 16,67 Mio. Euro, das BMWi 66,66 Mio. Euro; der EIF verdoppelt das gemeinsame Investment der deutschen Co-Investoren und hat als Hauptinvestor die Managementverantwortung für den MDD übernommen. „Damit wird der Mittelstand weiter gefestigt. Das wirkt sich positiv auf Wachstumsinvestitionen und Beschäftigung aus“, erklärte Michael Stölting, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. Zweck des MDD ist die Beteiligung an privaten Mezzanin-Fonds, die hauptsächlich in den deutschen Mittelstand investieren wollen. Und er hat bereits in zwei Fonds investiert: RiverRock Capital Partners, die bereits zwei Investitionen in Deutschland getätigt haben, sowie SME Mezzanine.
bfr
Sanochemia: Zurück in die Gewinnzone
Auch Stern Immobilien schließt Platzierung
DF Deutsche Forfait: Zeichnung vorzeitig beendet
Studie: Handwerksbetriebe punkten mit Familienfreundlichkeit
Schlagworte: Handwerk / Familie
Wenn es um ein familienfreundliches Arbeitsklima geht, sind Unternehmer aus dem Handwerk fortschrittlich. Das belegt nun auch eine deutschlandweite Studie des Ludwig Fröhler Instituts in München. Die Betriebe bemühen sich, ihren Angestellten ein familienfreundliches Klima zu bieten, heißt es darin. Familiäre Verpflichtungen werden akzeptiert, ohne dass daraus ein beruflicher Nachteil entsteht. Wichtig für Mitarbeiter mit Familie sind vor allem flexible Arbeitszeiten. Diesem Wunsch kommen die Betriebe zum Großteil nach: 86 Prozent bieten ihren Mitarbeitern familienfreundliche Arbeitszeitmodelle an. In einigen Branchen wie im Baugewerbe sind individuell vereinbarte Arbeitszeiten oder Gleitzeiten zwar nicht möglich, doch 46 Prozent der befragten Betriebe bieten ihren Angestellten Arbeitszeitkonten an. Im Gesundheits- und Dienstleistungsgewerbe sowie im Lebensmittelhandwerk gibt es sogar zu 70 Prozent flexible Arbeitszeiten. 75 Prozent aller Handwerksbetriebe ergreifen mindestens eine Maßnahme zur Familienförderung, wie etwa einen erleichterten beruflichen Wiedereinstieg: 25 Prozent bieten eine phasenweise Beschäftigung in der Elternzeit an und 57 Prozent der Unternehmen berücksichtigen familiäre Verpflichtungen bei der betrieblichen Planung. Das Angebot an familienfreundlichen Leistungen nimmt mit der Betriebsgröße deutlich zu.
Quelle: Deutsche Handwerkszeitung
Bayer kauft Darmstädter Familienunternehmen Steigerwald
Schlagworte: Unternehmen / Steigerwald
Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer übernimmt das Darmstädter Familienunternehmen Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH. Steigerwald ist spezialisiert auf apothekenpflichtige Arzneimittel auf pflanzlicher Basis. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, wie Bayer mitteilte. Die Wettbewerbsbehörden müssen dem Geschäft noch zustimmen. Steigerwald erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 61,3 Mio. Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 180 Mitarbeiter. Bayer will alle Steigerwald-Mitarbeiter übernehmen. Bayer-Vorstandsvorsitzender Marijn Dekkers hatte seit längerem angekündigt, den Konzern mit ergänzenden Akquisitionen vor allem in der Gesundheits-, aber auch in der Agrarsparte stärken zu wollen.
Quelle: Dow Jones News
EZB-Direktor Coeure: Werden keine Risikopapiere von Firmen übernehmen
Schlagworte: Mittelstand / EZB
Die Europäische Zentralbank (EZB) will die Kreditversorgung für kleine und mittelständische Unternehmen verbessern. Benoit Coeure, Mitglied im EZB-Direktorium, warnte in einer Rede auf einer Wirtschaftskonferenz der Universität Orleans aber davor, dass die Notenbank keine Schrottpapiere übernehmen werde. „Die EZB kann nur innerhalb ihres Mandats handeln.“ Die Übernahme unprofitabler Wertpapiere aus den Bilanzen der Banken würde bedeuten, dass die EZB Transaktionen übernehme, die kein anderer Marktakteur vornehmen würde, sagte Coeure. Die Notenbank werde auch unterschiedliche Finanzierungskosten, die aus unterschiedlichen Risikoumfeldern oder aus einer ungenügenden Kapitalausstattung resultierten, nicht künstlich beseitigen. Die EZB will gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) die Finanzierung kleiner und mittlerer Firmen anschieben. Die Geschäftsbanken, die jetzt das Risiko von Krediten an einen Mittelständler aus Südeuropa fürchten, sollen diese in Verbriefungen bündeln können. Dann könnte zum Beispiel die EIB diese Verbriefungen kaufen und bei der EZB als Sicherheiten für Repo-Geschäfte hinterlegen.
Quelle: Dow Jones News
Laser soll bei Trumpf weiter Wachstumstreiber sein
Schlagworte: Unternehmen / Trumpf
Die große Auswahl unterschiedlicher Laserstrahlquellen soll für das Unternehmen Trumpf zukünftig der Wachstumstreiber sein. Das erklärte der Ditzinger Hersteller auf der Messe „Laser World of Photonics 2013“ in München. „Wir machen in der Trumpf-Gruppe fast 70 Prozent unseres Umsatzes mit Laserprodukten und in den vergangenen drei Jahren hat der Laserbereich seinen Umsatz verdoppelt”, betonte Dr.-Ing. E.h. Peter Leibinger, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Trumpf GmbH + Co. KG und Vorsitzender des Geschäftsbereichs Lasertechnik/Elektronik, auf einer Pressekonferenz während der Messe. Dort präsentierte das mittelständische Unternehmen unter dem Motto „Power of Choice” zahlreiche neue Strahlquellen. Das besondere Augenmerk lag dabei auf Kurzpuls- und Ultrakurzpulslaser für die Mikrobearbeitung. Als Schwerpunkte für das Lasergeschäft nannte Leibinger den Schneidmarkt und den Diodenlaser. Der Laser habe bisher schon am Wachstum des Familienunternehmens großen Anteil gehabt. „Unser Ziel für die nächsten fünf Jahre ist ein durchschnittlicher Zuwachs von jährlich zehn Prozent“, erklärte Leibinger. Für das laufende Geschäftsjahr, das am 30. Juni zu Ende geht, habe sich das Wachstum deutlich verlangsamt. „Nach zwei Jahren mit guten zweistelligen Steigerungsraten wird das Plus diesmal nur im einstelligen Bereich liegen.”
Quelle: MaschinenMarkt
Studie: Schuldenkrise verunsichert Berliner Mittelstand
Schlagworte: Mittelstand / Export
Berliner Mittelständler haben wenig Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung. Vier von fünf Unternehmen aus der Hauptstadt erwarten in den kommenden Jahren eine schwache Konjunktur im Euro-Raum. Das geht aus einer aktuellen Mittelstandsstudie der Commerzbank hervor. Demnach sind die Firmen durch die seit Jahren anhaltende Schuldenkrise verunsichert.
94 Prozent der befragten Berliner Unternehmen wollen stärker auf den Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten setzen. Über 60 Prozent treibt die Sorge vor einer wachsenden Inflation im gemeinsamen Währungsraum um. Knapp 40 Prozent rechnen gar damit, dass die EU Mitgliedsstaaten wie Deutschland Maßnahmen verordnen könnte, um ihre Exportüberschüsse einzudämmen.
„Die Studie zeigt aber auch, dass der Mittelstand in Berlin bei aller Skepsis im internationalen Geschäft gut aufgestellt ist“, sagt Jörg Frischholz, Chef der Berliner Mittelstandsbank bei der Commerzbank. Mehr als zwei Drittel der international ausgerichteten Unternehmen in Berlin lieferten ihre Produkte bereits in Märkte jenseits von Europa, Nordamerika oder Japan. Schon jedes dritte international tätige Unternehmen aus der Hauptstadt sei vertraglich an Partner im Ausland gebunden. Vor fünf Jahren traf das nur auf jedes fünfte Unternehmen zu.
bfr/Tagesspiegel
Constantin Medien: Q1 leicht rückläufig, Entwicklung aber „im Rahmen der Erwartungen“
gamigo AG: Spiele-Bond für den Entry Standard
Anlagenbauer Voith kämpft mit Problemen
Schlagworte: Unternehmen / Voith
Beim Heidenheimer Anlagenbauer Voith laufen die Geschäfte zusehends schleppender. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe. So hätten sich Umsatz, Gewinn und Cashflow in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres schlechter entwickelt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Wir laufen“, so Voith-Chef Hubert Lienhard in einer Information der Gesellschafter, „unserem Plan im Moment deutlich hinterher.“ Bereits im letzten Geschäftsjahr, das am 30. September endete, war der Umsatz (5,7 Mrd. Euro) nur marginal gewachsen. Der Jahresüberschuss hatte sich mit 114 Mio. Euro fast halbiert. Drei von vier Konzernbereichen bereiten Probleme, so das manager magazin. Besonders angespannt sei die Situation in der Papiersparte. Da die Aufträge für Papiermaschinen schrumpfen, werden bei Voith 670 Stellen abgebaut, 200 Beschäftigte arbeiten kurz. Auch die Antriebstechnik – bei Voith „Turbo“ genannt – schwächelt. Lienhard hat dort fast die gesamte Geschäftsführung ausgewechselt.
Quelle: manager magazin
Private Equity-Investments in Familienunternehmen
Schlagworte: Familienunternehmen / Private Equity
Das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) hat den aktuell veröffentlichten X. Band in der “Schriftenreihe zu Familienunternehmen“ veröffentlicht: Der neueste Band „Private Equity Investments in Family Businesses – An Empirical Investigation of the Organizational Metamorphosis“ von Götz Müller setzt sich intensiv mit dem Thema Private Equity (PE) in Familienunternehmen auseinander. Investitionen von PE-Firmen in Familienunternehmen werden laut WIFU für beide Parteien zunehmend relevanter. Um dieser steigenden Bedeutung Rechnung zu tragen, wurde die Veränderung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Familienunternehmen im Zuge einer PE-Investition in acht Fallstudien untersucht. Es wurde danach gefragt, wie sich die Organisation durch die Intervention verändert. Die Resultate zeigen zum einen eine neutrale bis durchaus positive Veränderung der Leistungsfähigkeit, wenn Private Equity-Häuser eine Minderheits- bzw. Mehrheitsbeteiligung in Familienunternehmen erwerben, zum anderen bleibt der Charakter eines Unternehmens als „Familienunternehmen“ durchaus erhalten. „Die Ergebnisse zeigen, dass Mehrheitsbeteiligungen das individuelle Leistungsverhalten des Managements anspornen“, so Müller. „Dies beruht vor allem darauf, dass sich jene Firmen zunehmend der Umwelt und den veränderten Marktbedingungen stellen und neue Operationsweisen adaptieren.“
bfr
Innovationsstarke Unternehmen haben Erfolg auf Auslandsmärkten
Schlagworte: Mittelstand / Innovationen
Deutschland hat EU-weit die meisten innovativen Unternehmen: Rund 80 Prozent weisen hierzulande produkt- und prozessinnovative Tätigkeiten aus; im EU-Durchschnitt sind es 53 Prozent. 2012 gaben deutsche Unternehmen schätzungsweise 138 Mrd. Euro für Innovationen aus, wie die NRW.Bank mitteilt. Innovationsimpulse erhalten Unternehmen nach Angaben der nordrhein-westfälischen Förderbank auch von Auslandsmärkten, auf denen sie sich zunehmend mit innovativen Produkten und Dienstleistungen behaupten müssen. Mit einem Außenhandelsvolumen von 189 Mrd. Euro war Nordrhein-Westfalen 2012 erneut exportstärkstes Bundesland. Die Themen Innovation und Internationalisierung standen im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung „Wachstumschance Auslandsgeschäft“, die in der NRW.BANK in Düsseldorf mit rund 150 Teilnehmern stattfand. „Innovation und Internationalisierung sind für unsere mittelständische Wirtschaft wesentliche Treiber von Wachstum und Beschäftigung“, sagte Dietmar P. Binkowska, Vorstandschef der NRW.BANK. „Als Partner von NRW.Europa im Enterprise Europe Network der Europäischen Kommission bietet die NRW.BANK vielfältige Beratung sowie den Zugang zu europäischen und internationalen Fördermitteln an.“ Zudem kündigte die NRW.Bank für den 22. Mai die Vorstellung eines gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) und anderen aufgelegten Mezzanin-Dachfonds für Deutschland (MDD) an; mit diesem gehen EU-, Bundes- und Landesmittel in die deutsche Mittelstandsförderung.
bfr
Steigende Nachfrage nach KfW-Förderung
Schlagworte: Mittelstand / KfW-Förderung
Die Fördertätigkeit der KfW Bankengruppe hat sich im ersten Quartal 2013 weiter positiv entwickelt. Der Schwerpunkt lag auch zu Beginn dieses Jahres auf Finanzierungen in den Bereichen Mittelstandsförderung sowie Umwelt und Klimaschutz, wie die KfW mitteilt. Das Gesamtfördervolumen betrug im ersten Quartal 15,6 (Vorjahr 14,7) Mrd. Euro. Den größten Zuwachs mit rund 16 Prozent erzielten die Zusagen des inländischen Fördergeschäfts mit 12,2 (10,5) Mrd. Euro. „Die Nachfrage nach unseren Förderkrediten entwickelte sich im ersten Quartal weiter positiv. Dies ist ein gutes Zeichen in einer konjunkturell herausfordernden Zeit“, erklärt Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe. „Insbesondere stieg der Anteil der Mittelstandsfinanzierung auf 52 Prozent der Zusagen. Zudem konnten wir konzernweit Förderzusagen im Bereich Umwelt und Klima in Höhe von 37 Prozent der Gesamtzusagen verzeichnen.“ Die Ertragslage habe sich im ersten Quartal 2013 mit einem Konzerngewinn von 477 (Vorjahr 697) Mio. Euro gut entwickelt. Der für die Steuerung der KfW relevante Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen lag mit 542 (685) Mio. Euro auf einem hohen Niveau, so die KfW weiter.
bfr
Wallenborn Adria Wind plant Anleihe im Volumen von bis zu 80 Mio. EUR
Tachographenpflicht ab 3,5 Tonnen
Schlagworte: Handwerk / Europa
Die EU-Gesetzgeber haben sich in Brüssel auf neue Vorschriften zum Einsatz von Tachographen geeinigt. Handwerksunternehmen, die über einen Radius von 100 Kilometer hinaus Kunden betreuen, müssen künftig bei Fahrten mit Fahrzeugen von mehr als 3,5 Tonnen Gesamtgewicht einen digitalen Fahrtenschreiber einsetzen. Lieferwagen wie Vans sind von dieser Vorschrift nicht betroffen. Mit der Regelung soll die Sicherheit auf Europas Straßen erhöht werden. Die neuen Vorschriften sollen zu einem fairen Wettbewerb im Straßengütertransport beitragen, betont die Europaabgeordnete Silvia Ticau, die für das EU-Parlament die Verhandlungen mit den EU-Regierungen und der EU-Kommission führte. Nicht zuletzt auf Druck des deutschen Handwerks wurde die Gewichtsgrenze bis 3,5 Tonnen für Handwerker heraufgesetzt. Ursprünglich war auch eine Grenze von 2,8 Tonnen erwogen worden. Dennoch lehnen die CDU- und CSU-Europaabgeordneten das Ergebnis ab: „Der verpflichtende Einsatz des Fahrtenschreibers bei ‚Handwerkerfahrzeugen‘ ab 100 Kilometer ist für die CSU/CSU-Gruppe nicht akzeptabel. Wir werden im Plenum dieser Lösung nicht zustimmen und fordern eine zweite Lesung“, sagten der stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Dieter-Lebrecht Koch (CDU), und der verkehrspolitische Sprecher der CSU-Gruppe im Europaparlament, Markus Ferber.
Quelle: Deutsche Handwerkszeitung