Solen: Weiterer Ausfall einer Mittelstandsanleihe?

Nach den jüngsten Querelen um Centrosolar und deren ausstehende Anleihe fordert nun auch die angeschlagene Solen AG (vormals Payom Solar) ihre Anleiheinhaber zu einem Zinsverzicht auf. Einer Pressemitteilung zufolge, die nicht auf der Internetseite von Solen zu finden ist, haben sich Vorstand und Aufsichtsrat angesichts der anhaltend schwierigen Situation in der gesamten Solarbranche dazu entschlossen, die Gläubiger der Unternehmensanleihe über einen teilweisen Zinsverzicht abstimmen zu lassen. Explizit sind die Anleiheinhaber auf der am 8. März stattfindenden Gläubigerversammlung aufgerufen, einem Verzicht von drei Vierteln der fälligen Anleihe-Zinsen für den Zeitraum vom 8. April 2012 bis zum 7. April 2013 zuzustimmen. Der Sanierungsbeitrag in Form eines Zinsverzichts sei einmalig und diene der laufenden Restrukturierung des Solarunternehmens. Ab der kommenden Zinsperiode soll der 7,5%-Kupon gemäß den Anleihebedingungen wieder vollständig und fristgerecht ausbezahlt werden.Weiterlesen

1. FC Kaiserslautern: Fantreue zahlt sich aus

Einen vorzeitigen Führungstreffer in Sachen Anleiheverkauf erzielte zu Wochenbeginn der Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern e.V. Wie der Traditionsverein via Pressemitteilung bekannt gab, sei die Nachfrage nach der „Betze-Anleihe“ derart hoch gewesen, so dass das Anleihevolumen von 6 Mio. EUR in nur gut anderthalb Wochen vollständig an den Fan gebracht werden konnte – ursprünglich angedacht war ein Verkauf bis zum 15. April. FCK-Vorstandsmitglied Fritz Grünewalt ist begeistert: „Mit so einem Erfolg, binnen elf Tagen sogar unser Gesamtvolumen überzeichnet zu haben, konnten wir in unseren kühnsten Träumen nicht rechnen. Diese Nachfrage ist absolut beispiellos und ein eindrucksvoller Beweis, wie das ‘Zukunftsmodell FCK’ in der Breite unterstützt wird.“ Die Anleihemittel sollen dementsprechend überwiegend in den Ausbau und die Modernisierung des Nachwuchsleistungszentrums „Sportpark Rote Teufel“ sowie in den Rückerwerb des Geländes investiert werden.Weiterlesen

Centrosolar beschließt Restrukturierung

Das Münchner Photovoltaikunternehmen Centrosolar gab gestern seine vorläufigen 2012er Geschäftszahlen bekannt und kündigte zugleich ein umfassendes Restrukturierungsprogramm an. Danach sanken die Konzernerlöse nach vorläufigen Berechnungen um über ein Fünftel auf etwa 228 Mio. EUR. Centrosolar zufolge sei der Rückgang in erster Linie preisbedingt und Ausdruck der sich im Jahresverlauf verschärften Solarkrise, der Absatz hätte hingegen das Vorjahresniveau erreicht. Während die Nettofinanzverschuldung zum Bilanzstichtag auf gut 90 Mio. EUR kletterte (2011: 69 Mio. EUR), schmolzen die liquiden Mittel von knapp 26 Mio. auf 18 Mio. EUR zusammen. Das endgültige Bilanzwerk wird voraussichtlich am 28. März veröffentlicht. Vor dem Hintergrund der nur mäßigen Ergebnisse und der anhaltenden Turbulenzen in der Solarbranche hat der Vorstand ein umfangreiches, auf drei Säulen beruhendes Restrukturierungsprogramm beschlossen, das weitreichende Sanierungsbeiträge sowohl von Gläubigern als auch von Aktionären vorsieht.Weiterlesen

Eyemaxx baut auf höheren Gewinn

Das Gewerbeimmobilienunternehmen Eyemaxx Real Estate konnte im Geschäftsjahr 2011/12 (Ende 30.Oktober) seinen Gewinn deutlich steigern. So legte das EBIT im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 172% auf 4,8 Mio. EUR. Nach Steuern fiel das Ergebnis mit 2,6 Mio. EUR genau doppelt so hoch aus wie im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Eyemaxx mit einer weiteren Gewinnsteigerung. Die Pipeline aktueller Projekte belaufe sich derzeit auf über 100 Mio. EUR.Weiterlesen

KTG: Agrar-Bond re-reloaded

Neben der Kapitalerhöhung hat KTG Agrar nun auch seine Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit bis 2017 und einem Kupon 7,125% um 80 Mio. EUR aufgestockt. Der Ausgabekurs des Bonds lag bei 100%. Begleitet wurde die Transaktion von youmex. Bereits 2012 hatte das Agrarunternehmen die 2011 begebene Anleihe um 30 Mio. EUR aufgestockt. Mit der dritten Tranche beläuft sich das Gesamtvolumen auf 180 Mio. EUR.Weiterlesen

Scholz stockt um 32,5 Mio. EUR auf

Das Recyclingunternehmen Scholz hat im Rahmen einer Privatplatzierung seine Unternehmensanleihe um 32,5 Mio. EUR aufgestockt. Bereits im vergangen Jahr konnte Scholz eine Anleihe mit einem Volumen von 150 Mio. EUR platzieren. Damit beläuft sich das Gesamtvolumen des Scholz-Bonds auf 182,5 Mio. EUR. Für die Aufstockung gelten die gleichen Bedingungen wie für die bisherige Anleihe: 8,5%-Kupon und Laufzeit bis 2017. Die Handelsaufnahme im Frankfurter Entry Standard sowie im Dritten Markt Wien ist für den 13. Februar geplant.Weiterlesen

Photon: Solar-Bond mit 8%-Kupon

Auch Photon Energy mit Umtauschangebot und Neuplatzierung: bis zu 30 Mio. EUR
Der Betreiber und Bestandshalter von Solarkraftwerken Photon Energy Investments hat Details zur geplanten Anleihe bekannt gegeben. Mit diesem Schritt will das niederländische Unternehmen bis zu 40 Mio. EUR an Emissionserlös einsammeln. Verzinst ist die fünfjährige Anliehe mit einem 8%igen Kupon. Die Zeichnungsfrist beginnt am 25. Februar, die Erstnotiz im Open Market der Frankfurter Börse ist für den 12. März geplant. Von Creditreform wurde das Unternehmen mit einem BB- bewertet.Weiterlesen

KTG schließt Kapitalerhöhung ab

KTG Agrar hat bei einer Kapitalerhöhung um 10% des Grundkapitals einen Bruttoemissionserlös von 8,5 Mio. EUR erzielt. Damit beläuft sich das Konzerneigenkapital nun auf 100 Mio. EUR. Die Platzierung erfolgte in einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren bei institutionellen Investoren zu einem Preis von 15,05 EUR pro Aktie. „Mit dem erhöhten Freefloat und einer Marktkapitalisierung von künftig mehr als 100 Mio. Euro wird unsere Aktie für weitere Investoren interessant“, kommentiert Siegfried Hofreiter, Vorstandsvorsitzender der KTG Agrar AG, die Kapitalerhöhung.Weiterlesen

BDT Media Automation: Leichter Umsatzrückgang

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete BDT Media Automation laut den vorläufigen Geschäftszahlen mit 114 Mio. EUR rund 9% weniger Umsatz als im Vorjahr (125,4 Mio. EUR). Das geplante EBITDA von 8% wurde mit 7,7% hingegen nur leicht verfehlt. Als Grund für den Ergebnisrückgang nannte das Technologieunternehmen die Auswirkungen der Finanzkrise. „Insbesondere war eine Nachfrageschwäche für Hardware-Produkte im europäischen Raum zu verzeichnen. Das hat auch unsere Umsätze beeinflusst“, erklärt Dr. Holger Rath, Geschäftsführer Finanzen. Doch durch interne Prozess- und Strukturoptimierungen sei der Rückgang im operativen Ergebnis nahezu aufgefangen worden. Die endgültigen Ergebnisse werden voraussichtlich Ende März veröffentlicht.Weiterlesen

MAG: Verlust trotz Rekordumsatz

Die MAG Europa Gruppe erzielte nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2012 einen Rekordumsatz von 684 Mio. EUR. Davon entfielen 591 Mio. EUR oder 86% auf die MAG IAS GmbH, in der das operative Geschäft des Werkzeugmaschinenherstellers gebündelt ist. Zwar lag das bereinigte EBIT der Gruppe anders als im Vorjahr mit 16 Mio. EUR im positiven Bereich, Einmaleffekte sorgten jedoch für einen Jahresfehlbetrag von 15 Mio. EUR. Trotz eines rückläufigen Auftragseingangs rechnet MAG für das laufende Jahr mit einer Ergebnisverbesserung und einem Jahresüberschuss.Weiterlesen

„Einmal Nachschlag bitte!“ – Zamek stockt Anleihe auf

Die Günther Zamek Produktions- und Handelsgesellschaft mbH & Co. KG hat ihre im Mai vorigen Jahres emittierte 35 Mio.-EUR-Mittelstandsanleihe (2012/17) jüngst um weitere 10 Mio. auf nunmehr insgesamt 45 Mio. EUR aufgestockt. Die Ausgabe der zusätzlichen, mit 7,75% p.a. verzinsten Teilschuldverschreibungen erfolgte prospektfrei im Rahmen einer Privatplatzierung bei institutionellen Investoren in Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz.Weiterlesen

3W Power zieht’s nach Osteuropa

Die auf Stromversorgungslösungen spezialisierte AEG Power Solutions – operative Tochter der aktiennotierten Konzernholding 3W Power S.A. – zieht einen weiteren Großauftrag in Osteuropa an Land. Wie das Unternehmen kürzlich mitteilte, umfasst der mit einem westeuropäischen EPC-Unternehmen geschlossene Kontrakt die Ausrüstung von neun Solar-Großkraftwerken mit einer Leistung von 240 MW. Laut 3W beinhaltet die Vereinbarung im Speziellen die Lieferung von Solar-Wechselrichterstationen, die mit der neuesten Generation an Zentralwechselrichtern, Transformatoren und Mittelspannungsschaltanlagen sowie dem Überwachungssystem „PV.GuarD“ der AEG-PS-Tochter skytron ausgestattet sind. AEG PS soll die Lieferung der kompletten Elektrosysteme sowie deren Inbetriebnahme und zusätzliche Serviceleistungen vor Ort übernehmen. Die Abwicklung des neuen Projekts, dessen Standort und Volumen nicht veröffentlicht wurden, sei noch für 2013 geplant. Seit 2010 habe AEG PS bereits über 450 MW nach Osteuropa geliefert und in Betrieb genommen.Weiterlesen

Wertzuwachs: Peach Property baut vor

Peach Property Group erhöht Zielvolumen der Wandelhybridanleihe aufgrund hoher Nachfrage
Das Schweizer Immobilienunternehmen Peach Property Group AG blickt nach vorläufigen Zahlen auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurück: Der Betriebsertrag stieg um rund 150% auf 49 Mio. CHF. Gleichzeitig legte Gutachten zufolge der Wert des Immobilienportfolios um ca. 35% auf knapp 400 Mio. CHF zu. Dieses setzt sich zu 15% aus Bestandsimmobilien und zu 85% aus Entwicklungsprojekten zusammen. So konnte die erste Bauetappe des Projekts „Harvestehuder Weg 36“ in Hamburg abgeschlossen werden.Weiterlesen

1. FC Kaiserslautern: Anpfiff zur „Betze Anleihe“

Der Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern e.V. begibt in Kürze eine Anleihe im Volumen von bis zu 6 Mio. EUR. Die „Betze-Anleihe“, die Anleger im Zeitraum vom 5. Februar bis voraussichtlich 15. April erwerben können, bietet bei einer Laufzeit von sechseinhalb Jahren einen Basiszins von 5% p.a. Bei Eintritt bestimmter Ereignisse wie z.B. den Aufstieg in die 1. Bundesliga oder dem Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinales kann sich der Kupon maximal auf bis zu 7% p.a. erhöhen. Für Fans dürfte die Verzinsung allerdings kaum das entscheidende Investitionskriterium sein, zumal die als Fananleihe konzipierte Schuldverschreibung auch in effektiven Sammlerstücken angeboten wird. Die Schmuckurkunden der Serien „Fritz Walter“ und „FCK-Legenden“ lauten dementsprechend auf 100, 500 und in Anlehnung an die Vereinsgründung der „Roten Teufel“ auf den Nennwert von 1.900 EUR. Daneben gibt es die Urkunde „Meisterschaften“ in der Nominalen von 7.893 EUR als Summe aus den vier Meisterschaftsjahren.Weiterlesen