
Der Hochzins-Markt zeigt sich robust trotz Ölschock – der Energiesektor wirkt nämlich als Puffer im Marktumfeld.
Trotz massiver Verwerfungen am Energiemarkt bleibt der Markt für EM-High Yield bislang erstaunlich gelassen. Wie April LaRusse betont, habe der Iran-Konflikt rund 20% der globalen Ölversorgung beeinträchtigt und die Preise deutlich nach oben getrieben – dennoch zeigen sich viele Rentenmärkte widerstandsfähig.
Besonders auffällig: Hochzinsanleihen haben sich zuletzt stabiler entwickelt als sowohl Investment-Grade-Anleihen als auch Aktienmärkte. Ein Grund liegt im geringeren Zinsrisiko dieses Segments. Hinzu kommt ein struktureller Vorteil: Der vergleichsweise hohe Anteil von Energieunternehmen im US-High-Yield-Markt – rund 11% – wirkt aktuell stabilisierend. Die positive Entwicklung im Energiesektor konnte Belastungen in anderen Bereichen teilweise kompensieren.
Auch in den Schwellenländern zeigt sich bislang keine flächendeckende Stressreaktion. Die Zinsmärkte signalisieren aktuell keine Krise, obwohl der Ölpreisschock die Inflationserwartungen und damit die geldpolitischen Perspektiven beeinflusst. Besonders in Asien bleiben die Zinsbewegungen moderat – ein Zeichen dafür, dass Wachstumsrisiken und Nachfrageunsicherheiten bereits eingepreist sind.
Regional zeigen sich jedoch Unterschiede: Während Mittel- und Osteuropa sensibler auf den Energieschock reagiert, profitieren Teile Lateinamerikas von höheren Rohstoffpreisen und einem bereits erhöhten Renditeniveau. MÃ…
