„Einmal jährlich eine Art Kassensturz machen, um zu sehen, wo man steht in punkto Altersvorsorge“

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Altersvorsorge geht alle Menschen etwas an. Und sollte möglichst eigenverantwortlich in die Hände genommen werden. Die R+V Versicherung hat zusammen mit Union Investment und der Bausparkasse Schwäbisch Hall 2018 eine App lanciert, die das Thema der Zielgruppe näherbringen bzw. dafür sensibilisieren soll. Die technische Umsetzung erfolgte durch DataArt. Die Stoßrichtung der Beteiligten scheint klar: Mit den Initiatoren tun sich drei der hierzulande bekanntesten Anbieter ihrer jeweiligen Branche zusammen. BondGuide sprach mit der Projektverantwortlichen Barbara Authmann von der R+V.

BondGuide: Frau Authmann, was genau steckt hinter der Idee VR AltersvorsorgeCockpit?
Authmann: Die Idee ist es, dem Nutzer aufzuzeigen, wo er in seiner Altersvorsorge steht und was er noch tun muss. Natürlich ist allen Beteiligten bewusst, dass man das Thema private Altersvorsorge nicht mit einer App erschlagen kann. Idee dahinter ist also vor allem eine Sensibilisierung für das Thema. Je früher im Leben, desto vorteilhafter für den Einzelnen.

BondGuide: Im Vorfeld des Gesprächs hatte ich mir die App auf meinem Smartphone installiert. Bin soweit ganz gut durchgekommen. Ich liege schon außerhalb Ihrer Kern-Zielgruppe der bis 45-Jährigen – trotzdem sehe ich eine Vorsorgelücke … Kommt die als Ergebnis nicht stets heraus?
Authmann: Wahrscheinlich wird sie aber nicht sehr groß sein. Je jünger man ist, desto eher lässt sich an den einzelnen Stellschrauben etwas machen. Zentral ist natürlich die Frage „Wie viel Geld benötige ich im Alter?“. Je früher man sich dieser Frage stellt, desto eher kann man gegensteuern. Mit der App kann man alle Eingabedaten leicht anpassen und kommt so schrittweise und spielerisch zu einem vertretbaren Ergebnis. Ist die Versorgungslücke noch zu groß, besteht offensichtlich Handlungsbedarf.

BondGuide: Basis ist die Ausgangslage „Was habe ich?“ und „Wo stehe ich?“, hin zum „Was brauche ich also?“ – ein klassisch militärischer Ansatz …
Authmann: … oder anders gesagt, ein strategisches Vorgehen. Durch die App soll auch die Hemmschwelle gesenkt werden, doch mal einen Beratungstermin vor Ort wahrzunehmen. Hat man seine Vorsorge- und Versicherungsverträge in der App hinterlegt, so liegen diese beim Gespräch in der Filiale schon vor, wenn man sie denn an seinen Berater weiterleiten möchte. So kann man gemeinsam schneller zum Kern vordringen.

Quelle: https://pixabay.com/de/sparschwein-speichern-geld-850607/

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BondGuide: An einem Beratungsgespräch führt also kein Weg vorbei?
Authmann: De facto hat man ja Jahre oder Jahrzehnte Vorlauf bis zum absehbaren Rentenbeginn. Bei einem solch wichtigen Thema sollte ein vertiefendes Gespräch vor Ort keine Hürde sein. Vor allem, wenn man unter anderem mit Hilfe der App schon seinen Handlungsbedarf identifiziert hat. Die App berät also nicht per se – sie zeigt Ihnen lediglich mögliche Baustellen auf, die Sie in den nächsten Jahren angehen sollten. Und dabei wollen wir gern helfen.

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