KI-Boom braucht grüne Energie als Fundament

Markus Voigt von der aream Group sieht den Erfolg der Künstlichen Intelligenz eng mit dem Ausbau grüner Energie verknüpft.

Der Boom der Künstlichen Intelligenz sorgt nicht nur an den Börsen für Fantasie, sondern stellt auch die Energieversorgung vor neue Herausforderungen. Für Markus Voigt, Executive Chairman der aream Group, wird der Ausbau Erneuerbarer Energien damit zu einer entscheidenden Voraussetzung für das weitere Wachstum der Technologie. Die steigende Rechenleistung moderner KI-Systeme lasse den Strombedarf von Rechenzentren in bislang unbekannte Dimensionen wachsen.

Nach aktuellen Schätzungen dürfte der weltweite KI-Markt von rund 190 Mrd. USD im Jahr 2023 auf nahezu 5 Bio. USD bis 2033 anwachsen. Bereits im kommenden Jahr sollen die globalen Ausgaben für Künstliche Intelligenz die Marke von 2,5 Bio. USD überschreiten. Parallel dazu steigt auch der Energiebedarf der digitalen Infrastruktur deutlich an.

Schon heute zählen Rechenzentren zu den größten Stromverbrauchern weltweit. Nach Angaben der Vereinten Nationen lag ihr Stromverbrauch 2025 bei rund 450 TWh. Bis 2030 könnte dieser Wert auf bis zu 1.000 TWh steigen und in den Folgejahren sogar 1.300 TWh erreichen. Besonders energieintensiv ist das Training großer Sprachmodelle. So soll allein die Entwicklung von GPT-4 rund 70 GWh Strom benötigt haben – ein Vielfaches des Vorgängermodells.

Grüne Energie kommt künftig noch viel mehr aus Sonne und Wind

Grüne Energie kommt künftig noch viel mehr aus Sonne und Wind

Vor diesem Hintergrund sieht Voigt erhebliche Chancen für Wind- und Solarenergie. Bereits heute zählen sie zu den am schnellsten wachsenden Stromquellen für Rechenzentren. Nach seiner Einschätzung könnten sie bis 2030 rund die Hälfte des zusätzlichen Strombedarfs decken. Eine wichtige Rolle spielen dabei langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPAs), über die sich Technologieunternehmen die Versorgung mit erneuerbarem Strom sichern.

„Um die Wettbewerbsfähigkeit im KI-Zeitalter zu sichern und gleichzeitig die Klimaziele einzuhalten, müssen Investitionen in Erneuerbare Energien, Netzinfrastruktur und Speichertechnologien konsequent ausgebaut werden“, betont Voigt. Damit werde die Energiewende zunehmend auch zu einem Standortfaktor für die digitale Wirtschaft.

Die aream Group berichtet zugleich über die Entwicklung ihres eigenen Anlagenportfolios. Deutsche Solaranlagen blieben im Juni insbesondere aufgrund von Netzabregelungen sowie temporären Netz- und Wechselrichterstörungen hinter den ursprünglichen Ertragszielen zurück. Unter Berücksichtigung der kompensierten Strommengen erreichte das Portfolio jedoch nahezu den Planwert. Auch in Spanien belasteten Abregelungen die Stromproduktion, während die italienischen Solaranlagen nahezu planmäßig liefen. Im Windbereich verhinderten Netzarbeiten, technische Störungen und Abregelungen ein besseres Ergebnis, das Windaufkommen selbst entsprach jedoch den Erwartungen.

Markus W. Voigt, aream Group

Für die aream Group unterstreiche diese Entwicklung die wachsende Bedeutung leistungsfähiger Netze und zusätzlicher Speicherkapazitäten. Denn je stärker sich KI-Anwendungen verbreiten, desto wichtiger werde eine stabile und nachhaltige Energieversorgung für den weiteren technologischen Fortschritt.

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