Blackout-Risiko-Report zeigt weltweite Verwundbarkeit der Stromnetze

Ein aktueller globaler Blackout-Report zeigt: Pakistan und Niger am stärksten betroffen – Deutschland liegt deutlich vor Spanien, Italien und den USA.

Ein neuer weltweiter Blackout-Risiko-Report der Energieexperten von iSelect kommt zu dem Ergebnis, dass Stromnetze weltweit durch Extremwetterereignisse wie Waldbrände, Wirbelstürme und Überschwemmungen zunehmend unter Druck geraten. Die Analyse untersuche 33 Länder hinsichtlich Energiezuverlässigkeit und Ausfallrisiko und kombiniert dafür Daten zu Klimarisiken, Ausfallhäufigkeit, Ausfalldauer, erneuerbaren Energieanteilen sowie der potenziell gefährdeten Bevölkerung.

Pakistan führt den Index für Energieunzuverlässigkeit an
. Das Land verzeichne mit 78,05 Ausfällen pro Jahr eine der höchsten durchschnittlichen Unterbrechungsfrequenzen sowie einen hohen Wert bei der Ausfalldauer (85,55). Der zusätzliche Klimarisiko-Index unterstreiche laut Report, dass der Klimawandel die Stabilität der Energieversorgung weiter beeinträchtigen könnte. Geringe Anteile erneuerbarer Energien und begrenzte eigene Energieressourcen verstärkten diese Verwundbarkeit.

Blackout-Risiko Dunkelphase: Erneuerbare liefern halt schwerpunktmäßig

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Der Niger belegt mit einem Gesamtscore von 45,23 den zweiten Platz. Das Land erlebe im Durchschnitt 288 Stromausfälle pro Jahr, die längsten Unterbrechungsdauern (165 Stunden) sowie einen der niedrigsten Anteile erneuerbarer Stromerzeugung (6,4%). Der vergleichsweise niedrige Klimarisiko-Index (7,71) deute jedoch darauf hin, dass klimabedingte Naturereignisse nicht der Haupttreiber der Energieunzuverlässigkeit seien.

Auf Platz drei liegt Italien mit einem Score von 36,68. Es weist die zweithöchste potenziell gefährdete Bevölkerung (19,3%) und einen hohen Klimarisiko-Index auf. Unter den europäischen Ländern im Ranking zeige Italien damit die höchste Energieunzuverlässigkeit. Uganda folge mit 32,2, Mosambik mit 31,7 auf den Plätzen vier und fünf, jeweils geprägt durch hohe durchschnittliche Ausfalldauern und -frequenzen.

Deutschland schneidet im internationalen Vergleich deutlich besser ab und liegt mit einem Gesamtscore von 23,42 hinter Spanien und den USA, aber vor vielen anderen Industrienationen. Die Analyse zeigt insgesamt, dass die Verwundbarkeit globaler Stromnetze steige und Energierisiken zunehmend von Klimaextremen und strukturellen Faktoren geprägt seien.

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