
Die allgemeine Abschwächung der Inflation – die Gesamtinflation ist im Juni wieder unter 3,0% gesunken – spricht dafür, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinssätze bei ihrer Sitzung im Juli unverändert lassen wird. Der aktuelle Marktkommentar von François Rimeu, Chief Strategist, Crédit Mutuel Asset Management:
Unsere Erwartungen:
- Nach der Anhebung um 25 Basispunkte im Juni gehen wir davon aus, dass die EZB den Einlagensatz unverändert bei 2,25% belassen wird.
- Der EZB-Rat dürfte erneut betonen, dass künftige geldpolitische Entscheidungen weiterhin datenabhängig sein werden, und dabei jegliche Hinweise auf den künftigen Kurs der Zinssätze vermeiden.
- Präsidentin Christine Lagarde könnte zudem bestätigen, dass derzeit Gespräche über eine Anhebung der Mindestreservepflicht geführt werden, die seit 2012 bei 1,0% liegt.
Fazit
Angesichts der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit gehen wir davon aus, dass die EZB über den Sommer hinweg vorsichtig bleiben wird, sich aber die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung im September offenhält.
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