Krim-Krise: Äußerungen Putins sorgen für Entspannung an Märkten

FRANKFURT (dpa-AFX) – Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin haben am Dienstag für zusätzliche Entspannung an den internationalen Finanzmärkten gesorgt. Nachdem sich Putin in Moskau erstmals öffentlich zur Krim-Krise äußerte, schwächte sich der bereits am Vormittag rückläufige Zustrom in sichere Anlagen weiter ab. Deutsche und amerikanische Staatsanleihen, die als Hort der Sicherheit angesehen werden, gerieten unter Druck. Die Krisenwährungen Gold und Silber gaben ebenfalls nach, die Preise für Rohöl fielen weiter. Die Börsen reagierten positiv.

Russland beabsichtige nicht, die zur Ukraine gehörende Halbinsel Krim zu annektieren, sagte Putin am Dienstagmittag vor Journalisten in Moskau. Auch gebe es derzeit keine Notwendigkeit für einen Militäreinsatz in der Ukraine. Putin schloss einen Militäreinsatz für die Zukunft jedoch nicht aus. Die Reaktion der Finanzmärkte spricht dafür, dass die Äußerungen von Investoren als Zeichen einer tendenziellen Deeskalation gedeutet werden./bgf/jsl