Italiens Zinsen fallen nach Regierungswechsel auf Achtjahrestief

ROM/FRANKFURT (dpa-AFX) – Das angeschlagene Euroland Italien kommt nach dem Regierungswechsel günstiger an frisches Geld. Bei einer Versteigerung von zehnjährigen Anleihen fiel die Rendite am Donnerstag auf 3,42 Prozent. Das teilte die nationale Schuldenagentur in Rom mit.

Dies ist der günstigste Zins in dieser Laufzeit seit September 2005. Die Versteigerung spülte wie angestrebt 4,0 Milliarden Euro in die Staatskasse.

Zudem versteigerte Italien fünfjährige Staatsanleihen im Volumen von 3,0 Milliarden Euro zum Zins von 2,14 Prozent. In beiden Laufzeiten war die Nachfrage nach den Papieren robust.

Auch im freien Handel gingen die Renditen für zehnjährige italienische Staatsanleihen deutlich zurück. Am Donnerstag fiel der Zinssatz am sogenannten Sekundärmarkt um 0,07 Prozentpunkte auf 3,47 Prozent.

Die Finanzmärkte reagieren positiv auf die neue Regierung unter Matteo Renzi. Vom neuen Regierungschef in Rom versprechen sich Investoren eine konsequentere Umsetzung von Reformen. Renzi will das hoch verschuldete Krisenland grundlegend reformieren./jkr/hbr