Bund kann dreißigjährige Anleihe nicht vollständig platzieren

FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Bund ist am Mittwoch bei einer Aufstockung einer dreißigjährigen Anleihe auf einem Teil seiner Papiere sitzen geblieben. Wie die Finanzagentur in Frankfurt mitteilte, gaben Investoren Gebote über rund 1,85 Milliarden Euro ab. Bei einem anvisierten Aufstockungsbetrag von zwei Milliarden Euro ergibt sich eine Lücke, die von Experten „technische Unterzeichnung“ genannt wird. Dem Bund ist es bereits mehrfach in diesem Jahr nicht gelungen, neue Staatstitel in dem vorgesehenen Umfang zu platzieren.

Insgesamt erhielten die Anleger Schuldtitel im Wert von gut 1,62 Milliarden Euro. Bei einem Kupon von 2,5 Prozent lag die durchschnittliche Rendite bei 2,25 Prozent. Im längeren Vergleich ist die Verzinsung niedrig, was ein Grund für das geringe Interesse der Investoren sein könnte. Hinzu kommt, dass sich die Schuldenkrise in den vergangenen Monaten sichtlich beruhigt hat. Schuldtitel krisengeschwächter Euroländer sind deswegen wieder gefragter. Zugleich werfen Papiere etwa Spaniens oder Italiens mehr Rendite ab als deutsche Bundesanleihen, die als besonders sichere Anlagen gelten./bgf/jsl