
Sinkende Geburtenraten verändern die Wachstums- und Rentenperspektiven. Institutionelle Anlagestrategien gewinnen damit auch für Investoren an Bedeutung.
Die weltweite Geburtenrate ist laut einer aktuellen Untersuchung von Ökonomen der University of Pennsylvania und der Northwestern University erstmals in der bekannten Menschheitsgeschichte unter das Bestandserhaltungsniveau gefallen. Die Autoren Jesús Fernández-Villaverde und Patrick Norrick sprechen von einer demografischen „terra incognita“.
Die Weltbevölkerung dürfte demnach bereits in den 2050er Jahren ihren Höhepunkt erreichen und anschließend schrumpfen. Auffällig: Der Rückgang betrifft längst nicht mehr nur wohlhabende Industrienationen, sondern zunehmend auch einkommensschwächere Länder.
Rentenfrage wird zur Systemfrage
Ökonomisch schlägt sich eine schrumpfende und alternde Erwerbsbevölkerung unmittelbar im Trendwachstum nieder: Weniger Arbeitskräfte bedeuten mechanisch weniger Wirtschaftswachstum, selbst wenn die Produktivität pro Kopf weiter steigt. Japan gilt der Studie als Beispiel für eine Volkswirtschaft, die diesen Übergang bereits vollzieht.
Gleichzeitig verschärft sich die Verteilungsfrage zwischen Erwerbstätigen und Ruheständlern. Umlagefinanzierte Rentensysteme geraten zunehmend unter Druck. Für die private und betriebliche Altersvorsorge gewinnen damit kapitalgedeckte, kosteneffiziente Anlagelösungen an Bedeutung.
Institutionelles Wissen für den Privatanleger
Hier setzt eine Anlagestrategie an, die ursprünglich für die Steuerung eines mehrere Milliarden Euro schweren Pensionsvermögens eines deutschen Großkonzerns entwickelt wurde und inzwischen im frei zugänglichen Fonds FUNDATIS Diversified Selection umgesetzt werde.
Der Ansatz basiert auf einem mehrstufigen Selektionsprozess für rund 30 Bausteine aus aktiv gemanagten Zielfonds, ETFs und Indexprodukten. Dabei werden quantitative Kennzahlen wie Volatilität und Drawdown-Verhalten mit qualitativen Kriterien wie Prozessdisziplin und Kostenstruktur kombiniert.
„Besonders in der institutionellen Vermögenssteuerung kommt es auf eine breit diversifizierte Portfoliokonstruktion und eine erstklassige Fondsselektion an, die es uns ermöglicht, ein sehr attraktives Rendite-/Risikoprofil zu erzielen. Diese Denkweise geben wir seit 2022 an ein breiteres Publikum weiter“, erläutert Hinnerk Breuer, Geschäftsführer der FUNDATIS Investment Management GmbH, Düsseldorf. Das Unternehmen spezialisiert sich auf aktive Multi-Asset-Strategien mit institutionellem Selektionsprozess für professionelle und anspruchsvolle Anleger.
Diversifikation als Antwort auf demografische Divergenz
Da sich Länder laut der Studie zunehmend unterschiedlich schnell durch die demografische Transition bewegen, wächst auch die Notwendigkeit, Anlagekapital nicht auf einzelne Regionen oder Wachstumsmodelle zu konzentrieren.
Die Strategie kombiniert deshalb Aktien- und Anleihequoten zwischen 40 und 60% mit Beimischungen aus Immobilien-, Infrastruktur- und Private-Equity-nahen Strategien sowie Absolute-Return-Konzepten.
Die Demografie-Studie finden Sie unter diesem Link.
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