
Mit dem Verkauf des Werks in Tianjin setzt Schlote den Verwertungsprozess im Insolvenzverfahren fort. Auf die Quote der Anleihegläubiger soll die Transaktion jedoch kaum Einfluss haben.
Die Schlote Holding GmbH hat ihren chinesischen Produktionsstandort SCHLOTE Automotive Parts (Tianjin) Co., Ltd. im Rahmen eines Share Deals an einen neuen Eigentümer veräußert. Die Transaktion ist bereits vollzogen. Angaben zum Kaufpreis machten die Parteien nicht.
Der Standort in Tianjin beschäftigt rund 300 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 45 Mio. EUR. Das Werk ist auf die hochpräzise Bearbeitung von Getriebegehäusen für die Automobilindustrie spezialisiert und beliefert unter anderem Volkswagen und ZF. Nach Angaben des Unternehmens soll der Eigentümerwechsel die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken und die bestehenden Kundenbeziehungen sichern.
Für die Schlote Holding ist der Verkauf ein weiterer Schritt im laufenden Insolvenzverfahren. Die Erlöse aus der Transaktion fließen in den Gesamtverwertungsprozess ein und werden nach den insolvenzrechtlichen Vorgaben verteilt. Für die Anleihegläubiger dämpft das Unternehmen jedoch die Erwartungen: Aufgrund des wirtschaftlichen Umfangs werde der Verkauf voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die spätere Befriedigungsquote haben.
Die Veräußerung einzelner operativer Gesellschaften zählt zu den zentralen Maßnahmen im Insolvenzverfahren der Schlote Holding. Ziel ist es, werthaltige Unternehmensteile möglichst geordnet an neue Eigentümer zu übertragen und so den Fortbestand der jeweiligen Standorte zu sichern. Für die Beschäftigten in Tianjin schafft die Transaktion nach Unternehmensangaben eine verlässliche Zukunftsperspektive, während Kunden ihre bisherigen Lieferbeziehungen fortsetzen können.
Mit dem Verkauf des China-Geschäfts setzt sich damit die schrittweise Verwertung der Vermögenswerte der Schlote-Gruppe fort. Für Investoren der ausstehenden Unternehmensanleihe bleibt indes die Entwicklung der weiteren Verkaufsprozesse entscheidend, da erst deren Gesamterlös maßgeblich für die spätere Insolvenzquote sein dürfte.
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