
Beachtlicher Platz 8 in der Vorsaison, aber: Mit dem wirtschaftlichen Ergebnis könne Werder im Vergleich zur sportlichen Entwicklung hingegen nicht zufrieden sein.
Allerdings sei man sich dieses Risikos auf Basis einer gemeinsamen Entscheidung bewusst und transparent eingegangen. Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre habe die Freiheit gegeben, punktuell ein kalkulierbares wirtschaftliches Risiko eingehen zu können, um darüber die Wahrscheinlichkeit auf sportlichen Erfolg zu erhöhen. Der sportliche Erfolg diene als Hebel, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Konzerns nachhaltig zu stärken, meint Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA.
Der leichte Umsatzrückgang sei dabei im Wesentlichen auf deutlich gesunkene Transfererlöse (-17,9 Mio. EUR) zurückzuführen. „Nachdem im Vorjahr insbesondere der Transfer von Niclas Füllkrug zu Borussia Dortmund für die hohen Transfererlöse verantwortlich zeichnete, wurden im Berichtsjahr mit dem Transfer von Eren Dinkci und Zahlungen aus Weitertransferbeteiligungen oder bedingten Transferzahlungen deutlich geringere Erlöse erzielt.
In den anderen relevanten Erlösbereichen Mediale Verwertungsrechte (+7,2 Mio. EUR), Spielbetrieb (+4,7) und Sponsoring (+2,0) wurden überall relevante Umsatzsteigerungen erzielt, die den hohen Rückgang der Transfererlöse nahezu kompensieren konnten.
Neben den leicht gesunkenen Umsatzerlösen verzeichnet der SV Werder Bremen um 7,0 auf 151,7 Mio. EUR gestiegene Aufwendungen für die betriebliche Leistung. Hierfür seien Steigerungen in verschiedenen Bereichen verantwortlich. Die Personalkosten haben sich um 2,9 Mio. EUR erhöht.
Durch das erwirtschaftete Ergebnis hat sich das Eigenkapital auf 14,9 Mio. Euro reduziert, die Konzerneigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 15,8%.
Filbry blicke optimistisch in die Zukunft und positiv auf das laufende Geschäftsjahr. Der Wechsel auf der Schlüsselposition des Cheftrainers sei sehr gut verlaufen. Nach zehn Spieltagen steht die Mannschaft mit 15 Punkten auf dem 8. Tabellenplatz. Mit der Integration mehrerer eigener Nachwuchsspieler als Stammspieler in die Lizenzmannschaft wird der Weg der Durchlässigkeit für eigene Talente konsequent umgesetzt und dadurch werden auch Marktwerte geschaffen. Die wichtigen Infrastrukturprojekte im Bereich des Leitungszentrums kommen gut voran und liegen vollständig im Zeit- und Kostenrahmen.
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