
PORR steigert das EBIT um 14% und baut seinen Auftragsbestand erstmals auf über 10 Mrd. EUR aus.
Der Baukonzern PORR ist mit weiterem Wachstum ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. Vor allem der Tiefbau, Infrastrukturprojekte sowie die hohe Nachfrage in Polen und Osteuropa treiben die Entwicklung.
Der Auftragsbestand legte zum Ende des ersten Quartals um 14% auf erstmals über 10 Mrd. EUR zu. Der Auftragseingang stieg sogar um 15% auf 1,77 Mrd. EUR. Wachstumstreiber bleiben insbesondere Infrastruktur- und Bahnbauprojekte in Polen sowie Großprojekte in Rumänien.
Die Produktionsleistung erhöhte sich um 2% auf 1,30 Mrd. EUR. Der Umsatz gab dagegen leicht um 2% auf 1,25 Mrd. EUR nach – belastet durch den langen Winter sowie einen höheren Anteil von Arbeitsgemeinschaften.
Ergebnisseitig setzte PORR den positiven Trend fort. Das EBITDA stieg um 3% auf 66,8 Mio. EUR. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte überproportional um 13% auf 14,3 Mio. EUR zu. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 1,0 auf 1,1%.
CEO Karl-Heinz Strauss sieht die Gesellschaft auf Kurs: Erstmals liege die Auftragspipeline deutlich über einer Jahresleistung. Wachstumsmärkte blieben vor allem Tiefbau, Verkehrsinfrastruktur, Energieversorgung, aber auch selektive Hochbau-Bereiche wie Datencenter, Gesundheitseinrichtungen und Industriebauten.
Regional entwickelte sich insbesondere Polen dynamisch. Dort sprang die Produktionsleistung um 23% auf 214 Mio. EUR, während sich der Auftragseingang mit 331 Mio. EUR mehr als verdoppelte.
Auch in Deutschland sieht PORR erste Konjunkturimpulse. Der Auftragseingang stieg dort um 36% auf 418 Mio. EUR. Großprojekte wie die Fehmarnsundquerung sowie Infrastrukturmaßnahmen sorgten für Rückenwind.
Der Konzern verweist zudem auf stabile Rahmenbedingungen: Preisrisiken bei Baustoffen und Energie seien durch Vertragsstrukturen und Beschaffungsmaßnahmen weitgehend beherrschbar.
Für 2026 bestätigt PORR den Ausblick. Der Vorstand erwarte unverändert eine moderat positive Entwicklung von Leistung und Umsatz sowie eine weitere Verbesserung der Profitabilität. Langfristig hält PORR an ihrem Ziel einer EBIT-Marge von 3,5 bis 4,0% bis 2030 fest.
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