
90% der Unternehmen investieren zwar in KI. Größtes Hindernis bleibt laut Dun & Bradstreet jedoch die Datenbasis.
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz nimmt in Unternehmen weltweit deutlich Fahrt auf – gleichzeitig stockt vielerorts die Skalierung. Das zeigt die aktuelle D&B AI Momentum Survey von Dun & Bradstreet unter 10.000 Unternehmen aus 32 Ländern.
Demnach berichten bereits 90% der Unternehmen von laufenden KI-Initiativen. Rund die Hälfte plant zudem, die Investitionen in den kommenden zwölf Monaten weiter auszubauen. Gleichzeitig geben fast zwei Drittel an, bereits erste messbare Erträge aus KI-Anwendungen zu erzielen.
Der größte Engpass liegt laut Studie jedoch nicht bei den Modellen selbst, sondern bei den zugrunde liegenden Datenstrukturen: Lediglich 5% der befragten Unternehmen sehen ihre Datenbasis bereits ausreichend auf den KI-Einsatz vorbereitet.
„Nicht das Modell ist der Engpass, sondern die Datenbasis“, erklärt Cayetano Gea-Carrasco, Chief Strategy Officer bei Dun & Bradstreet. Ohne verifizierte und systemübergreifend konsistente Informationen über Kunden, Lieferanten oder Geschäftspartner blieben KI-Ergebnisse häufig unzuverlässig.
Die Studie sieht deshalb weniger Optimierungsbedarf bei einzelnen Anwendungen als vielmehr strukturelle Herausforderungen: Unternehmen benötigten eine konsistente Identitätsschicht, damit KI-Systeme Entitäten eindeutig erkennen und verarbeiten könnten.
Gleichzeitig zeichnet sich ein Stimmungsumschwung ab: Während viele Untersuchungen 2025 noch geringe wirtschaftliche Effekte aus KI attestierten, melden laut Dun & Bradstreet inzwischen 60% der Unternehmen einen messbaren Return on Investment (ROI).
Für die Autoren der Studie werde damit zunehmend entscheidend, wer belastbare Datenqualität und verifizierte Geschäftsidentitäten als Grundlage für KI-Prozesse etablieren kann.
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