
Homann Holzwerkstoffe steigert 2025 den Umsatz, doch Anlaufverluste in Litauen belasten das EBITDA. Für 2026 werde Besserung erwartet.
Die Homann Holzwerkstoffe hat im Geschäftsjahr 2025 den Umsatz um 4% auf 383,1 Mio. EUR gesteigert und damit die eigene Prognose erfüllt – trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds mit schwacher Nachfrage und geopolitischen Unsicherheiten. Die Preise blieben dabei weitgehend stabil, während das operative Geschäft solide lief.
Auf Ergebnisseite zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Das bereinigte EBITDA fiel um rund ein Drittel auf 38,2 Mio. EUR, was maßgeblich auf die Anlaufverluste des neuen Werks in Pagiriai (Litauen) zurückzuführen ist. Diese summierten sich auf rund 15,6 Mio. EUR. Ohne diesen Effekt hätten die Bestandswerke ein EBITDA von 53,9 Mio. EUR erzielt – ein angesichts der Marktbedingungen robustes Niveau. Die EBITDA-Marge lag bei 10% nach zuvor 15%.
Das Konzernergebnis rutschte auf –12,9 Mio. EUR, ebenfalls bedingt durch die Investitions- und Hochlaufphase in Litauen. Gleichzeitig blieb die Bilanz stabil: Die Eigenkapitalquote liegt bei soliden 30%, während die Bilanzsumme infolge gestiegener Vorräte und der erfolgreichen Anleiheemission über 120 Mio. EUR anwuchs. Mit Refinanzierung und Listing in Oslo wurde zudem die Kapitalmarktbasis weiter gestärkt.
Strategisch stand 2025 klar im Zeichen des Ausbaus: Der Produktionsstart in Pagiriai markiert einen Meilenstein, während am Standort Losheim weiter investiert wird. Gleichzeitig wurde das Joint Venture in Ägypten beendet – ein Schritt zur Fokussierung.
Für 2026 zeigt sich das Management verhalten optimistisch: Erwartet werde ein moderates Wachstum bei Umsatz und bereinigtem EBITDA, getragen durch die steigende Auslastung des Werks in Litauen. Insbesondere im zweiten Halbjahr sollen die Anlaufverluste deutlich zurückgehen. Unsicherheiten bestehen jedoch weiterhin durch geopolitische Risiken und mögliche Kostensteigerungen.
Die Homann Holzwerkstoffe GmbH ist ein etablierter Anbieter von MDF-/HDF-Platten für die Möbel- und Türenindustrie mit Produktionsstandorten in Deutschland, Polen und Litauen. Das Familienunternehmen ist seit Jahren am Kapitalmarkt aktiv und baut seine internationale Präsenz konsequent aus.
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