elumeo poliert sich zurück in die Gewinnzone

elumeo bestätigt im ersten Halbjahr die Rückkehr zur Profitabilität und senkt zugleich Kosten. Der Fokus bleibe auf Skalierbarkeit.

Die elumeo SE hat im ersten Halbjahr 2026 trotz weiterhin schwieriger Marktbedingungen die Rückkehr zur Profitabilität bestätigt. Nach einem bereinigten EBITDA von -478 TEUR im Vorjahreszeitraum fiel die zentrale Steuerungskennzahl wieder positiv aus. Unter dem Strich erzielte elumeo eine grüne Nüll von 20 TEUR.

Der Umsatz ging erwartungsgemäß leicht um 4% auf 19,5 Mio. EUR zurück. Gleichzeitig zeigen die Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen Wirkung: Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sanken um 5% auf 10,2 Mio. EUR. Besonders deutlich gingen die Personalaufwendungen zurück – um 13% auf 3,4 Mio. EUR. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 beträgt die Einsparung inzwischen sogar fast 30%.

elumeo entwickelt sich auf einer zunehmend stabilen Grundlage“, kommentiert CEO Florian Spatz. Restrukturierung und Kostensenkungsprogramme stärkten Wettbewerbsfähigkeit und Skalierbarkeit. Sobald die finanziellen Spielräume und die Konsumzurückhaltung es zuließen, solle wieder in einen ambitionierten Wachstumsmodus gewechselt werden.

elumeo hat eine Wandelanleihe 2023/28 ausstehend

elumeo hat eine Wandelanleihe 2023/28 ausstehend

Zusätzlichen Rückenwind könnte eine Schadenersatzklage gegen Vodafone bringen. Nach Zusage eines Prozessfinanzierers reichte die Juwelo Deutschland GmbH gemeinsam mit drei weiteren Akteuren Klage gegen zwei Vodafone-Gesellschaften ein. Es geht um aus Sicht von elumeo überhöhte Einspeiseentgelte über einen Zeitraum von 14 Jahren. Der geltend gemachte Schaden liege im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Die Klage ist vollständig durch einen Prozessfinanzierer finanziert.

Operativ setzt elumeo weiterhin auf Profitabilität vor Umsatzwachstum. Der Rohertrag je Neukunde nach 30 Tagen stieg im ersten Halbjahr um 19% auf 74 EUR. Auf dieser Basis soll das Budget für Onlinemarketing erhöht und das Geschäft stärker skaliert werden.

Auch bei den internationalen Sendefenstern wurde der Fokus auf Profitabilität verschärft. Deren Umsatz sank um rund ein Drittel auf 326 TEUR, unter anderem aufgrund der bewussten Reduktion unprofitabler U50-Produkte und der Verringerung der TV-Reichweite in Italien.

Zudem prüfe elumeo einen Wechsel des Börsensegments, um den regulatorischen und administrativen Aufwand zu reduzieren.

Die Prognose für 2026 wurde bestätigt. Erwartet werde eine Umsatzveränderung zwischen -7 und +10%, eine Rohertragsmarge von 47 bis 49% sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen -0,5 und 1,5 Mio. EUR.

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