
Die Deutsche Rohstoff AG (DRAG) fördert im ersten Halbjahr 2026 deutliche Zuwächse bei Umsatz, EBITDA und Periodenüberschuss. Wesentliche Treiber waren die Teilveräußerung der Beteiligung an Almonty Industries, höhere Ölpreise und die zunehmende Skalierung des Bohrprogramms in Wyoming.
Der DRAG-Konzern erzielte im ersten Berichtshalbjahr Umsatzerlöse von 110,0 Mio. EUR (Vj.: 102,3 Mio. EUR). Der durchschnittlich realisierte Ölpreis stieg um 18% auf 78,4 USD je Barrel. Unterstützend wirkte der höhere Ölanteil an der Gesamtproduktion von 66% (64%). Gegenläufig wirkten der schwächere US-Dollar (-7%) sowie Verluste in Höhe von rund 5 Mio. EUR aus Ölpreissicherungsgeschäften, die mehrheitlich noch vor dem starken Anstieg der Rohölpreise ab Anfang März abgeschlossen worden waren.
Bis zum 30. Juni 2026 realisierte die Deutsche Rohstoff AG aus Teilveräußerungen von 11,6 Mio. Almonty-Aktien einen Gewinn vor Steuern von rund 128 Mio. EUR. Insgesamt wurden 2026 14,3 Mio. Aktien von Almonty veräußert, 2,7 Mio. Aktien davon erst nach dem 30. Juni 2026.
Das Konzern-EBITDA erhöhte sich überproportional auf 205,2 Mio. EUR (70,5 Mio. EUR) und das Konzernergebnis vervielfachte sich sogar auf 134,7 Mio. EUR (15,5 Mio. EUR). Das Ergebnis ist durch außerplanmäßige Abschreibungen auf ältere Bohrungen in Colorado in Höhe von rund 15 Mio. EUR belastet. Ohne den Ergebnisbeitrag aus dem Metallgeschäft und außerplanmäßige Abschreibungen erhöhte sich das Ergebnis aus Öl und Gas um 47% auf 23,2 Mio. EUR.
Der operative Cashflow belief sich auf 70,0 Mio. EUR. Die Investitionen in neue Bohrungen und Infrastruktur beliefen sich auf rund 126 Mio. EUR und für Landkäufe wurden gut 17 Mio. EUR investiert. Der Free Cashflow war mit 42,5 Mio. EUR deutlich positiv. Die liquiden Mittel einschließlich Wertpapieren erhöhten sich auf 133,2 Mio. EUR (31. Dezember 2025: 69,3 Mio. EUR).
Das Eigenkapital kletterte auf 352,2 Mio. EUR (31. Dezember 2025: 220,4 Mio. EUR), die Eigenkapitalquote von 38,1% auf 44,7%. Der Verschuldungsgrad, gemessen als Verhältnis von Financial Net Debt zum EBITDA der vergangenen zwölf Monate, lag bei 0,4.
Operative Entwicklung
Die US-Tochtergesellschaften produzierten in H1 durchschnittlich 13.501 BOEPD und damit annähernd auf dem Vorjahresniveau von 13.659 BOEPD. Insgesamt belief sich die Produktion auf 2,44 Mio. BOE (2,47 Mio. BOE). 1.622.719 Barrel entfielen auf Erdöl (1.575.509 Barrel), der Rest auf Erdgas und Kondensate. Alle Mengenangaben entsprechen dem Nettoanteil des Konzerns. Zum Stichtag produzierte der Konzern aus 236 Bohrungen.
Die Ausweitung des Bohrprogramms spiegelte sich im Jahresverlauf zunehmend in der Produktionsentwicklung wider. Nach einer durchschnittlichen Tagesproduktion von 12.322 BOEPD im ersten Quartal erhöhte sich diese im zweiten Quartal auf 14.803 BOEPD. Im Mai waren insgesamt sechs Bohrungen aus dem neuen Bohrprogramm in Produktion genommen worden und trugen entsprechend zeitanteilig zur Gesamtförderung bei.
Die neuen Bohrungen produzieren deutlich über den Erwartungen und bestätigen damit die Wirksamkeit des weiterentwickelten Completion Designs. Die ersten vier Niobrara-Bohrungen auf dem Dillon/Billings Pad erreichten bereits drei Wochen nach Produktionsbeginn eine Gesamtförderung von rund 6.000 Barrel Öl pro Tag. Bis zur Aufstellung des Abschlusses wurden weitere Bohrungen in Produktion genommen, deren Fördermengen den positiven Trend bestätigen. Für das zweite Halbjahr erwartet der Vorstand eine durchschnittliche Tagesproduktion zwischen 24.000 und 26.000 BOEPD.
Aufgrund der positiven Produktionsentwicklung und des anhaltend attraktiven Ölpreisumfelds hat die Deutsche Rohstoff AG das Bohrprogramm Anfang August um sechs auf insgesamt 32 Bruttobohrungen erweitert.
Im Basisszenario erwartet der Vorstand für 2026 einen Umsatz von 300 bis 320 Mio. EUR und ein EBITDA von 380 bis 400 Mio. EUR. Die Prognose sieht zudem eine durchschnittliche Jahresproduktion von 18.500 bis 20.000 BOEPD und Investitionen von 310 bis 330 Mio. EUR vor.
„Für das Gesamtjahr erwarten wir ein EBITDA von bis zu 400 Mio. EUR. Im ersten Halbjahr haben wir die optimalen Voraussetzungen für eine weiterhin positive Entwicklung geschaffen. Mit unserem Investitionsprogramm von über 300 Mio. EUR im Jahr 2026 werden wir im 2. Halbjahr einen massiven Sprung der Fördermengen auf rund 25.000 BOE pro Tag erleben. Dieser Anstieg bildet, zusammen mit unserer hohen Liquidität und der starken operativen Entwicklung, die Basis für weiteres Wachstum und nachhaltig hohe Profitabilität“, erläutert Jan-Philipp Weitz, CEO der Deutsche Rohstoff AG.
Der Halbjahresbericht der Deutsche Rohstoff AG kann ab sofort auf der Homepage der Gesellschaft unter www.rohstoff.de abgerufen werden.
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