Green Bonds: deutsches ‚Greenium‘ rutscht ab

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Ein anhaltend gestiegenes Angebot an Green Bonds begünstigte zuletzt einen Rückgang des Zinsvorteils grüner Anleihen, des sogenannten Greeniums, auf dem zweitniedrigsten Wert seit Anfang 2023.

Zur Finanzierung von Umweltprojekten setzt der Bund, genauer gesagt die Finanzagentur des Bundes, seit 2020 auch sogenannte grüne Anleihen ein. Besonders bemerkenswert ist dabei das international einzigartige Zwillingskonzept: Zu jeder grünen Anleihe existiert eine identische konventionelle oder „braune“ Bundesanleihe.

Dies ermöglicht es, den Zinsvorteil der grünen Anleihe, das sogenannte Greenium, zu quantifizieren und im Zeitverlauf zu beobachten.

Dieses Greenium ist in letzter Zeit gesunken und liegt aktuell auf dem zweitniedrigsten Wert seit Anfang 2023. Im Durchschnitt aller ausstehenden grünen Anleihen beträgt es derzeit 0,78 Basispunkte. Auf dem Höhepunkt im Januar 2023 lag es noch bei 5,21 Basispunkten. Fairerweise muss man sagen, dass in den Anfangszeiten grüner Anleihen sogar negative Greenia üblich waren.

Bund spart Millionen durch Greenium
Die Finanzagentur des Bundes führt den Rückgang des Greeniums auf ein gestiegenes Angebot sowohl an grünen Bundeswertpapieren als auch insgesamt im Bereich öffentlicher Emittenten, wie beispielsweise der EU, zurück.

Sie betont jedoch, dass am Primärmarkt weiterhin eine gute Nachfrage nach grünen Bundeswertpapieren besteht und bislang bei jeder Emission ein Greenium erzielt werden konnte.

Für den Bund sei dadurch bisher eine Kostenersparnis in Höhe eines hohen zweistelligen Millionenbetrags entstanden.

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