
Die IKB Deutsche Industriebank hat im ersten Halbjahr ihr Neugeschäft um 23% ausgeweitet. Der Konzernüberschuss blieb trotz niedrigerem Zins- und Provisionsüberschuss stabil.
Die IKB Deutsche Industriebank AG hat ihre positive Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt. Das Neugeschäftsvolumen stieg um fast ein Viertel auf 1,6 Mrd. EUR. Der Konzernüberschuss nach Steuern blieb mit 36 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern verbesserte sich von 10,3 auf 10,8%.
Die Kapitalausstattung blieb komfortabel: Die harte Kernkapitalquote (CET1) stieg zum 30. Juni auf 17,7% nach 17,2% zum Jahresende 2025.
Der Zins- und Provisionsüberschuss fiel um knapp ein Fünftel auf 82 Mio. EUR. Ausschlaggebend waren vor allem niedrigere Ergebnisbeiträge aus Derivaten sowie die Schließung des Credit-Default-Swap-Geschäfts im Dezember 2025. Das Zinsergebnis im Kreditgeschäft entwickelte sich dagegen stabil. Da ein großer Teil des Neugeschäfts erst zum Halbjahresende ausgereicht wurde, würden die entsprechenden Zinserträge überwiegend in den kommenden Quartalen wirksam.
Bei den Kosten setzte die IKB ihre Kostendisziplin fort: Die Verwaltungsaufwendungen sanken um rund 13% auf 67 Mio. EUR. Während der Personalaufwand mit 41 Mio. EUR weitgehend stabil blieb, gingen die sonstigen Verwaltungsaufwendungen um ca. ein Drittel auf 25 Mio. EUR zurück.
Die Cost-Income-Ratio erhöhte sich dennoch von 76,0 auf 80,9%, was im Wesentlichen auf den rückläufigen Zins- und Provisionsüberschuss zurückzuführen ist.
Die Risikovorsorge belief sich im ersten Halbjahr auf 29 Mio. EUR. Darin enthalten war ein einmaliger externer Betrugsfall über 24 Mio. EUR, der durch einen Einmalertrag in gleicher Höhe im Sonstigen Ergebnis kompensiert wurde. Bereinigt lag der Risikovorsorgeaufwand damit bei 5 Mio. EUR.
Das Kreditbuch wuchs infolge des starken Neugeschäfts um rund 4% auf 8,5 Mrd. EUR. Dabei verfügen 82% der Neugeschäfts-Engagements über Investment-Grade-Status.
Die Geschäfts- und Privatkundeneinlagen stiegen um rund 8% auf 3,9 Mrd. EUR. Die frei verfügbare Liquiditätsreserve belief sich zum Halbjahresstichtag auf 1,2 Mrd. EUR.
Mit einer Net Stable Funding Ratio von 111% und einer Leverage Ratio von 6,6% übertrifft die IKB die regulatorischen Mindestanforderungen weiterhin deutlich.
Für 2026 erwartet die IKB einen moderat niedrigeren Zins- und Provisionsüberschuss. Gleichzeitig sollen die Verwaltungsaufwendungen um rund 9% auf etwa 133 Mio. EUR sinken. Die Cost-Income-Ratio soll trotz des niedrigeren Zins- und Provisionsüberschusses auf Vorjahresniveau stabil bleiben.
Die Risikovorsorge wird aufgrund des im ersten Halbjahr angefallenen Betrugsfalls höher ausfallen als im Vorjahr. Die IKB bestätigt dennoch ihren bisherigen Ausblick und erwartet weiterhin einen Konzernjahresüberschuss nach Steuern von mehr als 60 Mio. EUR.
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