
Sandoz erweitert seine Biosimilar-Pipeline mit Henlius um bis zu zehn Wirkstoffe. Dafür könnten bis zu 322 Mio. USD an Zahlungen anfallen.
Sandoz baut seine Position im Biosimilar-Markt weiter aus. Der Schweizer Arzneimittelhersteller hat mit Shanghai Henlius Biotech eine strategische Entwicklungs-, Produktions- und Vermarktungskooperation über bis zu zehn Biosimilars vereinbart. Der Gesamtwert der Vereinbarung kann bis zu 322 Mio. USD erreichen.
Im Rahmen der Zusammenarbeit erhält Sandoz die globalen Vermarktungsrechte für die vereinbarten Wirkstoffe außerhalb Chinas. Henlius übernimmt dagegen deren Entwicklung und Herstellung. Die Zahlungen sind meilensteinabhängig; für die zunächst vereinbarten Wirkstoffe könnten kurzfristig bis zu 100,5 Mio. USD fällig werden.
Zu den ersten Projekten zählen Biosimilars von Cetuximab, Evolocumab und Belimumab. Zusätzlich verfügt Sandoz über eine Option auf rekombinante humane Hyaluronidase. Die Entwicklungsstände unterscheiden sich dabei deutlich: Cetuximab befindet sich bereits in der klinischen Entwicklung, Evolocumab und Hyaluronidase in der technischen Entwicklung, während Belimumab noch früh entwickelt wird.
Für den Kapitalmarkt ist vor allem die langfristige Perspektive interessant. Mit der Vereinbarung wächst die Sandoz-Pipeline auf 39 Assets und könnte auf bis zu 46 Assets steigen. Damit erhöht sich die Zahl potenzieller Produkte, die künftig nach Patentabläufen bestehender Medikamente in den Markt gebracht werden können.
Für Anleiheinvestoren bleibt der kurzfristige finanzielle Effekt dagegen begrenzt. Sandoz nennt zwar mögliche Zahlungen von bis zu 322 Mio. USD, diese hängen jedoch vom Erreichen vertraglich definierter Meilensteine ab. Gleichzeitig übernimmt Henlius die Entwicklung und Herstellung, wodurch Sandoz nicht die gesamte Entwicklungs- und Produktionslast tragen muss.
Damit setzt Sandoz erneut auf künftiges Ertragswachstum statt kurzfristiger Ergebniswirkung. Ob daraus tatsächlich relevante zusätzliche Cashflows entstehen, hängt allerdings vom weiteren Entwicklungsfortschritt und der späteren Markteinführung der Biosimilars ab.
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