PNE verschiebt Projekte – und senkt EBITDA-Prognose

PNE senkt die EBITDA-Prognose für 2026. Projektverschiebungen belasten das Ergebnis, obwohl Verkäufe und Genehmigungen gut laufen.

Die PNE AG senkt ihre Ergebnisprognose für 2026. Der Windparkentwickler erwartet nun ein EBITDA von 60 bis 75 Mio. EUR. Das normalisierte EBITDA soll sich auf 65 bis 80 Mio. EUR belaufen. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen verzögerte Verkaufsprozesse, ausstehende Genehmigungen und die Entscheidung, einige ursprünglich zum Verkauf vorgesehene Windparks im eigenen Bestand zu halten.

Nach Angaben von PNE sollen die betroffenen Projekte 2027 realisiert werden. Die operative Entwicklung sei unterdessen weiterhin sehr erfolgreich. Bislang hat die Gruppe in Deutschland, Polen und Frankreich insgesamt elf Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 361 MW verkauft. Die Prognosesenkung bedeutet damit nicht zwangsläufig, dass die Projektentwicklung schlechter läuft. Vielmehr verschieben sich erwartete Ergebnisbeiträge teilweise über den Jahreswechsel hinaus.

Auch bei der Projektpipeline meldet PNE Fortschritte. In Deutschland erhielt das Unternehmen bislang Genehmigungen für zehn Windenergieprojekte mit zusammen rund 374 MW. Hinzu kommen Genehmigungen für drei Windparks mit insgesamt rund 290 MW sowie 13 Solarparks mit rund 335 MWp in internationalen Märkten. Die Projekte schaffen die Grundlage für künftige Entwicklungsschritte, ersetzen aber nicht automatisch die im laufenden Jahr erwarteten Ergebnisbeiträge.

Eine weitere Entscheidung betrifft Windparks, die ursprünglich verkauft werden sollten. PNE will einige davon nun im eigenen Bestand halten. Das kann die zeitliche Verteilung von Verkaufserlösen und Ergebnisbeiträgen verändern. Welche finanziellen Auswirkungen diese Entscheidung konkret hat und wie stark die einzelnen Verschiebungen ins Gewicht fallen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

PNE 2026 (29/31)

CEO Heiko Wuttke erwartet trotz der Anpassung weiterhin eines der besten Ergebnisse der vergangenen Jahre. Als langfristige Wachstumstreiber nennt PNE unter anderem die Elektrifizierung, den steigenden Strombedarf von Rechenzentren sowie politische Ausbauziele für erneuerbare Energien.

Für Anleiheinvestoren steht nun die Ergebnisrealisierung im Mittelpunkt. Die umfangreiche Projektpipeline und die bereits erfolgten Verkäufe sind positive operative Signale. Gleichzeitig zeigt die Prognoseanpassung, dass zeitliche Verschiebungen bei Projektverkäufen und Genehmigungen das Jahresergebnis deutlich beeinflussen können. Ob sich daraus auch Auswirkungen auf Liquidität und Verschuldung ergeben, lässt sich anhand der vorliegenden Mitteilung nicht beurteilen.

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