
Die Vorschusslorbeeren verblassen: Beim Intralogistik-Riesen KION bremsten schwächelnde Bestellungen im dritten Quartal die ambitionierten Jahresziele aus.
Das Frankfurter Traditionsunternehmen KION musste unlängst die Reißleine ziehen und verfehlte mit seinen vorläufigen Kennzahlen die Markterwartungen. Das Management passte die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 nach unten an. Der Konzernumsatz werde indes nur noch bei 11,45 bis 11,75 Mrd. EUR erwartet. Beim bereinigten EBIT rechnet das Unternehmen mit einer Spanne von 815 bis 875 Mio. EUR. Als Hauptursache für die Gewinnwarnung gilt ein spürbar erlahmter Auftragseingang im operativen Kernsegment Industrial Trucks & Services (ITS).
Die schwächelnde Nachfrage im Staplergeschäft trifft die Profitabilität empfindlich. Für das abgelaufene dritte Quartal schätzt KION das bereinigte operative Ergebnis vorläufig auf lediglich 203 Mio. EUR. Dies liegt merklich unter den Konsumschätzungen der Analysten. Der freie Cashflow sackte unterdessen auf magere 100 Mio. EUR ab. Für die Anleger bringt die Gewinnwarnung eine herbe Enttäuschung mit sich: Das strategische Mittelfristziel einer zweistelligen bereinigten EBIT-Marge rückt in weite Ferne und werde voraussichtlich erst nach 2027 erreicht werden können.
Zwar hielt sich die Automatisierungssparte Intelligent Automation Solutions (IAS) mit einem erwarteten Quartalsumsatz von 890 Mio. EUR stabil im Rahmen der Prognose, doch die Flaute bei den Flurförderzeugen wiegt im Gesamtkonzern einfach zu schwer. Der vollständige Quartalsbericht soll planmäßig am 29. Oktober vorgelegt werden.
Die KION GROUP AG ist ein weltweit führender Anbieter von Gabelstaplern, Lagertechnik und integrierten Automatisierungslösungen. Das im MDAX gelistete Unternehmen steuert globale Lieferketten und beschäftigt internationale Fertigungskapazitäten.
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