Nordex dreht auf – zweistellige Marge markiert nächsten Meilenstein

Nordex steigert im zweiten Quartal 2026 Auftragseingang, Profitabilität und Gewinn deutlich. Mit einer zweistelligen EBITDA-Marge und einem starken Auftragsbestand bestätigt der Windturbinenhersteller seine Jahresprognose.

Die Nordex Group hat im zweiten Quartal 2026 ihren Wachstumskurs fortgesetzt und die Profitabilität deutlich verbessert. Der Umsatz stieg um 16% auf 2.179 Mio. EUR, während sich das EBITDA auf 224 Mio. EUR mehr als verdoppelte. Die EBITDA-Marge erreichte mit 10,3% erstmals seit Jahren wieder einen zweistelligen Wert und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,5 Prozentpunkte. Auch unter dem Strich fiel die Entwicklung deutlich positiv aus: Das Konzernergebnis erhöhte sich auf 112 Mio. EUR, nachdem im Vorjahresquartal 31 Mio. EURerzielt worden waren.

Auch die operative Entwicklung überzeugte. Der Auftragseingang im Projektgeschäft legte um 32% auf 3.054 MW beziehungsweise 3,0 Mrd. EUR zu. Gleichzeitig wuchs der Auftragsbestand auf 18,4 Mrd. EUR und bietet damit eine solide Grundlage für die kommenden Quartale. Der durchschnittliche Verkaufspreis blieb mit 0,97 Mio. EUR je MW stabil, was auf eine weiterhin robuste Preisentwicklung hindeutet.

Positiv entwickelte sich zudem der Freie Cashflow, der im zweiten Quartal 165 Mio. EUR erreichte und maßgeblich vom starken operativen Geschäft getragen wurde. Auch die Bilanz blieb solide: Die Nettoliquidität verbesserte sich auf 1.673 Mio. EUR, während die Eigenkapitalquote auf 20,6% stieg. Gleichzeitig erhöhte sich der Bestand an liquiden Mitteln auf knapp 2,0 Mrd. EUR.

Nordex 2023/30

Nordex 2023/30

An seiner Prognose hält das Management fest. Für das Gesamtjahr erwartet Nordex weiterhin einen Umsatz zwischen 7,4 und 7,9 Mrd. EUR sowie eine EBITDA-Marge von 8% bis 10%. Rückenwind liefert insbesondere der hohe Auftragsbestand, der die Auslastung der kommenden Quartale absichert.

Die aktuellen Zahlen zeigen, wie deutlich Nordex seine operative Leistungsfähigkeit verbessert hat. Während in den vergangenen Jahren vor allem steigende Kosten und Margendruck das Bild prägten, rücken inzwischen Profitabilität und Cashflow stärker in den Vordergrund. Gelingt es dem Unternehmen, die zweistellige EBITDA-Marge nachhaltig zu etablieren und den hohen Auftragsbestand erfolgreich abzuarbeiten, dürfte sich der Turnaround weiter festigen.

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