paragon steigert Ertrag trotz schwacher Autokonjunktur

Trotz Umsatzrückgang verbessert paragon 2025 Profitabilität und Ergebnis deutlich. Ein hoher Auftragseingang soll ab 2028 neues Wachstum bringen.

paragon hat 2025 trotz einer anhaltend schwachen Nachfrage der Automobilindustrie die Ertragskraft deutlich verbessert. Der Umsatz sank zwar aufgrund geringerer Kundenabrufe und auslaufender Fahrzeugplattformen um 19% auf 110,9 Mio. EUR, gleichzeitig legte das EBITDA auf 14,9 Mio. EUR zu. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 10,4 auf 13,4%.

Noch deutlicher fiel die Entwicklung beim operativen Ergebnis aus: Das EBIT stieg um 58% auf 5,2 Mio. EUR, die EBIT-Marge erreichte 4,% nach 2,4% im Vorjahr. Unter dem Strich kehrte der Autozulieferer mit einem Konzerngewinn von 1,2 Mio. EUR wieder in die schwarzen Zahlen zurück, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust angefallen war.

Als Belastungsfaktoren nennt das Unternehmen die anhaltend schwache Fahrzeugnachfrage, insbesondere in China, das US-Zollthema sowie Produktionsunterbrechungen einzelner Fahrzeugplattformen infolge neuer EU-Vorgaben zur Cybersicherheit. Auch das neue Geschäftsfeld Consumer Products habe die Erwartungen bislang noch nicht erfüllt.

Anleihe 2017 von paragon versus Aktie

Anleihe 2017 von paragon versus Aktie

Gleichzeitig sehe paragon die mittelfristigen Perspektiven positiv. Der Auftragseingang erreichte 2025 mit 215 Mio. EUR einen neuen Höchststand und bildet nach Unternehmensangaben eine vielversprechende Grundlage für das Geschäft ab 2028. Da neue Projekte erst mit zeitlichem Vorlauf in die Serienproduktion gehen, dürften sich diese Aufträge jedoch erst in den kommenden Jahren im Umsatz niederschlagen.

Zu den Wachstumstreibern zählt CEO Klaus Dieter Frers insbesondere den Luftfiltersystem DustProtect. Für die zweite Generation des Plasmafilters habe paragon inzwischen den fünften Serienauftrag erhalten. Die Technologie komme inzwischen bei Fahrzeugherstellern in Europa, China sowie Nordamerika zum Einsatz. Auch hochwertige Klapptische für Automobile entwickelten sich zu einem zunehmend wichtigen Umsatzträger.

Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 110 und 115 Mio. EUR bei einer EBITDA-Marge von rund 13%. Parallel arbeitet paragon nach eigenen Angaben an einer Erweiterung seiner Finanzierungsspielräume. Eine schriftliche Finanzierungszusage über einen zweistelligen Millionenbetrag liege bereits vor, der Mittelzufluss werde kurzfristig erwartet.

Der testierte Jahresabschluss soll am 26. August veröffentlicht werden. Die Verzögerung begründet paragon unter anderem mit dem Wechsel auf einen neuen Big-Four-Wirtschaftsprüfer, regulatorischen Änderungen bei der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte sowie der Einführung neuer Buchhaltungssoftware. Zudem bereitet das Unternehmen weiterhin den Wechsel (=Downgrade) vom Prime Standard in das Börsensegment SCALE vor.

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