FRANKFURT (dpa-AFX) – Deutsche Bundesanleihen haben am Mittwoch nach schwachen Industriedaten aus Deutschland und Frankreich fester tendiert. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum Mittag um 0,08 Prozent auf 144,78 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel leicht auf 1,45 Prozent.
Neue Daten aus der deutschen und französischen Industrie fielen zur Wochenmitte enttäuschend aus. Die Unternehmen in Deutschland erhielten im März 2,8 Prozent weniger Bestellungen als einen Monat zuvor. Das ist der stärkste Rückgang seit November 2012. In Frankreich enttäuschen Produktionszahlen. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone sank die Herstellung im März um 0,7 Prozent zum Vormonat, was dem stärksten Rückgang seit Mitte 2013 entspricht.
Im Tagesverlauf rückt zusehends die amerikanische Geldpolitik in den Mittelpunkt. US-Notenbankchefin Janet Yellen wird am Nachmittag dem Kongress Rede und Antwort stehen. Sie muss einen Drahtseilakt vollführen: Einerseits wird sie vermutlich eine fortgesetzte Rückführung der Fed-Konjunkturhilfen signalisieren. Andererseits dürfte sie versuchen, Spekulationen auf rasche Zinsanhebungen zu dämpfen./jsl/bgf