Mobimo peilt 4,5-Mrd.-Portfolio an – ohne frisches Eigenkapital

Mobimo will das Investmentportfolio bis 2030 auf mindestens 4,5 Mrd. CHF ausbauen – bei stabiler Bilanz und verlässlicher Dividende.

Die Mobimo Holding AG hat an ihrem Kapitalmarkttag die strategische Ausrichtung bis 2030 vorgestellt und setzt dabei klar auf Kontinuität. Der Schweizer Immobilienkonzern plant weiteres Wachstum im Investmentportfolio, höhere Mieterträge sowie eine stabile Ausschüttungspolitik – und das ausdrücklich ohne zusätzlichen Eigenkapitalbedarf.

Kernziel der neuen Strategie ist die Erhöhung des Marktwerts des Investmentportfolios auf mindestens 4,5 Mrd. CHF bis 2030. Ende 2025 lag der Wert einschließlich Projekten im Bau bei 3,9 Mrd. CHF. Das Wachstum soll primär aus der bestehenden Entwicklungs- und Investitionspipeline kommen. Ergänzend plant Mobimo selektive Zukäufe.

Besonders relevant für Investoren: Das Unternehmen erwartet aus laufenden Entwicklungsprojekten einen zusätzlichen Soll-Mietertrag von rund 17 Mio. CHF bis 2030. Das entspräche einem organischen Wachstum von mehr als 10% gegenüber 2025. Zu den wichtigsten Projekten zählen das Aeschbachquartier in Aarau sowie Entwicklungen in Zürich, Kloten und Lausanne.

Fokus bleibt auf Wohnimmobilien

Trotz zunehmender regulatorischer Eingriffe im Schweizer Wohnungsmarkt hält Mobimo am Wohnsegment fest. Das Unternehmen verweist dabei auf die Qualität und vergleichsweise junge Struktur seines Portfolios, insbesondere im Kanton Zürich. Gleichzeitig sieht sich der Konzern dank seiner Erfahrung in stärker regulierten Märkten wie Genf und Lausanne gut auf politische Risiken vorbereitet.

Auch operativ setzt Mobimo auf Skalierung. Durch Digitalisierung und datengetriebene Prozesse verwaltet das Unternehmen heute mit unverändertem Personalbestand rund 25% mehr Mietobjekte als noch Ende 2017. Diese Plattform soll weiteres Wachstum aus der Pipeline effizient integrieren.

Bilanz bleibt zentraler Faktor

Mobimo 2025/32

Mobimo 2025/32

Für Kapitalmarktteilnehmer besonders wichtig bleibt die Finanzierung der Wachstumsstrategie. Laut Mobimo lässt sich die bestehende Pipeline bis 2030 ohne zusätzliche Kapitalerhöhung umsetzen. Der EPRA-LTV soll langfristig im mittleren 40%-Bereich bleiben. Gleichzeitig rechnet der Konzern wegen Refinanzierungen und zusätzlichem Fremdkapitalbedarf mit moderat steigenden Zinskosten im mittleren einstelligen Millionenbereich.

Die Dividendenpolitik bleibt ebenfalls zentraler Bestandteil der Equity Story. Bis 2030 soll das aktuelle Dividendenniveau vollständig aus wiederkehrenden Erträgen des Anlageportfolios gedeckt werden. Ergänzende Beiträge sollen aus Entwicklungsverkäufen kommen.

Für Investoren signalisiert der Kapitalmarkttag damit vor allem eines: Mobimo setzt weiter auf kontrolliertes Wachstum, solide Finanzierung und stabile Ausschüttungen – ein Ansatz, der im aktuellen Immobilienmarkt zunehmend gefragt bleibt.

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