STUTTGART (BOERSE-STUTTGART AG) – Anleihenmarktbericht der Börse Stuttgart
POLITIK IM FOKUS: AUSWIRKUNGEN DES RUSSLAND-UKRAINE-KONFLIKT
Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine verschärft sich weiter. Die Fronten verhärteten sich von Tag zu Tag. Russland scheint nicht von seinem Kurs abrücken zu wollen, was wiederum keine Entspannung der Lage zulässt. Politisch scheint die Situation verfahren und gefährlich. Der amerikanische Außenminister John Kerry warnte bereits vor einer Destabilisierung Osteuropas durch Russland und kündigte die Verteidigung des NATO-Gebiets an.
Die USA und Europa haben bereits reagiert und werden ihre Sanktionen gegenüber Russland weiter ausbauen. Diese sehen konkret das Einfrieren von Konten und Reisebeschränkungen einiger russischer Regierungsvertreter und Unternehmen mit Verbindung zu Präsident Wladimir Putin vor. Von härteren Sanktionen sehen die westlichen Staaten derzeit ab, da man zum einen keine Angriffsfläche bieten will und zum anderen weiter einen politischen Lösungsweg gehen möchte.
Erste Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft machen sich schon bemerkbar. Die Exporte in die Ukraine und nach Russland gehen zurück. Ein wichtiger Grund hierfür ist allerdings der Rubel, der deutlich an Wert verloren hat, was wiederum Einkäufe für Russland extrem teuer macht.
Ein Blick auf die Finanzmärkte zeigt, dass sich der deutsche Markt seit Wochen in einer volatilen Seitwärtsphase befindet. Bedingt durch die anhaltende Krise kommt es immer wieder zu neuen Verunsicherungen der Anleger.
Der russische Aktienmarkt hat bereits 19 Prozent verloren. Anleger ziehen weiter Kapital ab, was die Situation für den Aktienmarkt und den Rubel noch weiter verschärft und letztlich Russland in die Rezession führen könnte.
KfW begibt Renminbi-Bond
Am Dienstag hat die staatliche Förderbank KfW erstmals eine Anleihe (wkn:A11QLF) in Renminbi (RMB) mit deutscher Börsenzulassung begeben. Mit der eine Milliarde RMB (rund 120 Millionen Euro) schweren Emission soll die Emission außerhalb Asiens die Internationalisierung und weltweite Akzeptanz des Renminbi fördern. Insbesondere deutsche Unternehmen und Anleger profitieren von der wachsende Markttiefe in Europa, da der Umweg über den Finanzplatz Hongkong damit nicht mehr nötig ist.
Der Bond hat eine Laufzeit bis Mai 2016 und wird mit 1,375 Prozent verzinst. Die Mindeststückelung beträgt allerdings 1.000.000 RMB was ca. 115.300 Euro entspricht. Die Anleihe ist für Anleger am Börsenplatz Stuttgart handelbar.
Bundesanleihen
Wie auch in den letzten Wochen waren Bundesanleihen bei institutionellen Anlegern sehr gefragt. Der Bund-Future notierte Freitagmittag knapp unterhalb von 145 Prozent. Die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen liegt damit unverändert auf niedrigem Niveau von 1,46 Prozent. Nach wie vor ist es die Unsicherheit in der Ukraine, die für die hohe Nachfrage verantwortlich scheint.
Anlegertrends
RUBEL-ANLEIHEN GEFRAGT
Die verkürzte Handelswoche war eher ruhig. Bei risikobewussten Anlegern waren diese Woche in Rubel notierende Unternehmens- sowie Staatsanleihen an der Börse Stuttgart gefragt. Auslöser war neben den gesunkenen Kursen auch der schwache Rubel.
Bei den Unternehmensanleihen sind nach wie vor die beiden Hybridanleihen von Volkswagen (A1ZE21) und Südzucker (A0E6FU) sehr gefragt und unter den Top Ten der häufigsten Trades zu finden. Der Südzucker-Bond notiert derzeit bei 99,4 Prozent.
bondm-News
Air Berlin PLC (WKNs: AB100A; AB100B; AB100C)
Per Ad-hoc-Meldungen gab die deutsche Airline am 27.04.2014 die Geschäftszahlen für 2013 bekannt und informierte darüber hinaus über die geplanten Maßnahmen zur Rekapitalisierung u.a durch Zeichnung von nachrangigen Wandelschuldverschreibungen durch die Etihad Airways P.J.S.C.
MAG IAS GmbH (WKN: A1H3EY)
Am 29.03.2014 veröffentlichten die Göppinger ihren Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2013. Demnach konnte das Unternehmen, aufgrund des guten Auftragsbestandes Ende 2012, seine Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr von 518,9 Millionen Euro auf 594,0 Millionen Euro steigern. Dem Bericht zufolge beläuft sich der um Verschmelzungseffekte bereinigte Jahresüberschuss im Jahr 2013 auf 1,3 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der Verschmelzungseffekte ist ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -55,3 Millionen Euro (Vorjahr: -23,6 Millionen Euro) entstanden, so der Bericht weiter.
Die MAG IAS GmbH beschäftigte laut Geschäftsbericht zum 31.12.2013 insgesamt 1.066 Mitarbeiter.
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Quelle: Boerse Stuttgart AG
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