
TRATON GROUP startet schwächer ins Jahr: Der Absatz fällt um 6% auf 68.600 Fahrzeuge – die e-Mobilität wächst aber deutlich.
Die TRATON GROUP ist wie erwartet verhalten ins Jahr 2026 gestartet: Im ersten Quartal sank der Fahrzeugabsatz um 6% auf 68.600 Einheiten. Während das klassische Nutzfahrzeuggeschäft schwächelt, setzt der Konzern im Bereich vollelektrische Fahrzeuge ein starkes Zeichen: Hier legte der Absatz um über ein Drittel zu.
Treiber der rückläufigen Entwicklung ist vor allem die schwache Nachfrage in Südamerika. Besonders die Marke Scania verzeichnete einen Absatzrückgang von 6%, belastet durch ein deutlich schwächeres Geschäft in Brasilien. Auch Volkswagen Truck & Bus musste einen Rückgang von 20% hinnehmen – ein klarer Hinweis auf die weiterhin schwierige Marktlage in der Region.
Uneinheitlich präsentiert sich das Bild innerhalb des Konzerns: MAN Truck & Bus konnte dank zuvor guter Auftragseingänge in Europa den Absatz um 14% steigern und damit den negativen Trend teilweise abfedern. Demgegenüber steht ein deutlicher Rückgang bei International, wo die Auslieferungen um rund ein Fünftel zurückgingen. Zwar zeigt der US-Markt erste Anzeichen einer Nachfragebelebung, diese hätten sich bislang jedoch noch nicht in den Absatzzahlen niedergeschlagen.
Strategisch interessant bleibt der Blick auf die Elektromobilität: Das kräftige Wachstum bei E-Fahrzeugen unterstreiche die zunehmende Bedeutung dieses Segments für die TRATON GROUP. Auch wenn die absoluten Stückzahlen noch vergleichsweise gering seien, zeigt die Dynamik, wohin die Reise geht – gerade im Kontext strengerer Emissionsvorgaben und wachsender Nachfrage nach nachhaltigen Transportlösungen.
Insgesamt bestätige das erste Quartal die bekannte Gemengelage: regionale Schwächen, insbesondere in Südamerika, treffen auf selektive Erholungstendenzen in Europa und den USA. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die angedeutete Nachfragebelebung verstetigt und in steigenden Auslieferungen niederschlägt.
Die TRATON GROUP ist ein führender Nutzfahrzeughersteller mit Marken wie Scania, MAN und International und gehört zum Volkswagen-Konzern. Die vollständigen Zahlen für das erste Quartal werden am 29. April veröffentlicht.
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