
ABO Energy benötigt jetzt auch die Zustimmung der Anleihegläubiger für eine Sanierung. Am 5. Februar soll es eine Info-Veranstaltung geben.
ABO Energy habe eine wesentliche Voraussetzung für die finanzielle Stabilisierung und künftige Neuausrichtung geschaffen. Die Gläubiger wesentlicher Finanzierungen sind einer Stillhaltevereinbarung beigetreten. Damit gewähren die Finanzpartner dem Unternehmen die notwendige Zeit, um ein tragfähiges Sanierungskonzept auszuarbeiten, ohne Rechte aus potenziellen Kündigungsgründen geltend zu machen.
Nach Korrekturen der Ergebnisprognose im November 2025 und Januar 2026 erwartet ABO Energy für das Geschäftsjahr 2025 erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Jahresverlust, der sich voraussichtlich auf rund 170 Mio. EUR belaufen werde. Dieser Verlust resultiere maßgeblich aus drastisch veränderten Marktbedingungen, die zu Sonderabschreibungen, Umsatzverschiebungen und gesunkenen Entwicklermargen für Erneuerbare-Energien-Projekten geführt haben.
Um die Rückkehr zur Profitabilität zu sichern, hat die Geschäftsleitung ein umfassendes Transformations- und Effizienzprogramm initiiert. Experten eines renommierten Beratungsunternehmens unterstützen bei der Umsetzung.
Zur Umsetzung des Sanierungskonzepts sei auch die Unterstützung durch die Gläubiger der Anleihe 2024/29 (DE000 A3829F 5) erforderlich. Dazu soll eine Abstimmung ohne Versammlung einberufen werden, um die Gläubiger unter anderem zu einem Verzicht auf die in den Anleihebedingungen enthaltene Negativerklärung aufzufordern.
Das sei notwendig, um Sicherheiten für (Zwischen-) Finanzierungen laufender Projekte zu bestellen und das operative Geschäft aufrechtzuerhalten. Zudem soll RA Andreas Ziegenhagen (Dentons) als gemeinsamer Vertreter bestellt werden, um den Beitritt der Anleihe zur Stillhaltevereinbarung zu ermöglichen.
Trotz der aktuellen Krise blickt das Management optimistisch auf die Substanz und in die Zukunft des Unternehmens. ABO Energy verfüge über eine werthaltige Pipeline von Wind-, Solar- und Batterieprojekten mit einer Gesamtleistung von rund 30 Gigawatt. Mehr als ein Drittel dieser Leistung entfällt auf die besonders wertvollen Märkte in Deutschland und Frankreich. Diese Projektbasis bildet das Fundament, um nach der Sanierung kurz- bis mittelfristig wieder profitabel zu arbeiten.
Für die Gläubiger der Anleihe werde die Gesellschaft auch eine digitale Informationsveranstaltung anbieten, die am Donnerstag, 5. Februar, zwischen 18 und 19 Uhr stattfinden soll. Interessenten können sich unter diesem Link zur Informationsveranstaltung anmelden.
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