Straße von Hormus greift tief in globale Lieferketten

Die Straße von Hormus sorgt weiterhin für massive Störungen: teils nahezu alle Ölunternehmen betroffen – die Risiken greifen tief in globale Lieferketten.

Die Straße von Hormus bleibt trotz vermeintlicher diplomatischer Entspannung ein neuralgischer Punkt der Weltwirtschaft, analysieren die Experten von Dun & Bradstreet. Neue Daten zeigen: Die Auswirkungen geopolitischer Spannungen sind längst in den operativen Abläufen angekommen. Entlang zentraler Schifffahrtsrouten häufen sich Verspätungen und Stornierungen im Öltransport – mit direkten Folgen für Unternehmen weltweit.

Besonders auffällig ist die Breite der Betroffenheit. In einzelnen Märkten spüren nahezu alle Ölunternehmen Einschränkungen. Auch in Europa ist die Lage angespannt: In Belgien sind es rund drei Viertel, in den Niederlanden etwa drei Fünftel der Unternehmen. Selbst große Volkswirtschaften bleiben nicht verschont – in Deutschland, den USA und Saudi-Arabien ist jeweils rund die Hälfte der Ölunternehmen betroffen. Die Straße von Hormus wirkt damit als globaler Störfaktor, nicht als regionales Problem.

Globale Lieferketten in Gefahr

Bemerkenswert ist zudem der Blick auf die Unternehmensebene. Anders als viele Makroanalysen zeigt die Auswertung konkret, wie stark einzelne Firmen entlang der Lieferketten beeinträchtigt sind. In Ländern wie Oman oder Belgien bedeutet das: Ein Großteil der Unternehmen kämpft bereits mit operativen Einschränkungen – etwa bei Transport, Planung oder Verfügbarkeit.

Für Industrienationen wie Deutschland ist das besonders relevant. Wenn rund die Hälfte der Ölunternehmen gestört ist, drohen rasch Folgeeffekte in nachgelagerten Branchen – von Chemie über Logistik bis hin zur energieintensiven Produktion. Die Straße von Hormus wird damit zum Risiko-Hotspot für die gesamte Wertschöpfungskette.

Fazit

Die geopolitische Lage mag sich temporär entspannen – strukturell bleiben die Risiken hoch. Unternehmen sind gut beraten, ihre Lieferketten resilienter aufzustellen und alternative Routen sowie Bezugsquellen stärker in den Blick zu nehmen.

Dun & Bradstreet liefert als globaler Daten- und Analyseanbieter fundierte Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge und unterstützt Unternehmen bei Risiko- und Entscheidungsprozessen.

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