SpaceX nur Anfang einer breiteren Investmentstory

Weltraumaktien rücken mit dem SpaceX-Börsengang stärker in den Fokus. eToro-Analyst Maximilian Wienke sieht langfristiges Potenzial – trotz hoher Risiken.

Der milliardenschwere Börsengang von SpaceX hat den Weltraumsektor weltweit in den Fokus der Anleger gerückt. Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Online-Broker eToro, sieht darin jedoch erst den Anfang einer breiteren Investmentstory. Viele börsennotierte Raumfahrtunternehmen stünden noch am Beginn ihrer Entwicklung.

Nach Einschätzung Wienkes habe SpaceX die Raumfahrtbranche mit wiederverwendbaren Raketen und dem Satellitennetzwerk Starlink grundlegend verändert. Gleichzeitig dominiere das Unternehmen die öffentliche Wahrnehmung so stark, dass andere börsennotierte Weltraumunternehmen häufig übersehen würden. Dazu zählten unter anderem Rocket Lab, AST SpaceMobile, Redwire, Intuitive Machines, Iridium, Planet Labs sowie der etablierte Rüstungskonzern Northrop Grumman.

SpaceX ist lediglich der Pionier, es gibt auch weitere Namen

Dabei sei Weltrauminfrastruktur längst keine Zukunftsvision mehr, sondern Grundlage zahlreicher Anwendungen – von Navigation und Telekommunikation bis hin zu Logistik und autonomem Fahren.

Gleichzeitig verweist Wienke auf die hohen Risiken des Sektors. Viele Unternehmen investierten weiterhin massiv in Wachstum und seien noch nicht profitabel. Entsprechend lasse sich ein Großteil der Branche mit klassischen Bewertungskennzahlen derzeit nur eingeschränkt beurteilen. Nur wenige Unternehmen verfügten überhaupt über ein aussagekräftiges Forward-KGV oder erwirtschafteten bereits nachhaltige operative Margen.

Nach Ansicht des Marktanalysten sollten Anleger deshalb weniger auf kurzfristige Kursbewegungen achten als vielmehr auf die operative Entwicklung. Entscheidend seien Kennzahlen wie freier Cashflow, Auftragsbestand, Investitionen und die Entwicklung der Margen.

Maximilian Wienke, eToro

Trotz der attraktiven Wachstumsperspektiven bleibe der Weltraumsektor ein chancenreiches, aber spekulatives Investment. Wienke empfiehlt daher, entsprechende Titel nur begrenzt zu gewichten und Positionen schrittweise aufzubauen. Weitere Investitionen sollten sich vor allem an den operativen Fortschritten der Unternehmen orientieren.

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