Schaeffler steigert Profitabilität, Free Cashflow aber schwächer und Verschuldung gewachsen

Schaeffler

Schaeffler hat im ersten Halbjahr die operative Profitabilität verbessert, verzeichnete jedoch einen deutlich höheren Mittelabfluss und einen Anstieg der Nettoverschuldung.

Die Schaeffler AG hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz mit 11,7 Mrd. EUR nahezu auf Vorjahresniveau gehalten. Währungsbereinigt ergab sich ein leichtes Wachstum von 0,4%, nominal gingen die Erlöse um 1,5% zurück.

Das EBIT vor Sondereffekten legte dagegen um 14% auf 549 Mio. EUR zu. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich von 4,1 auf 4,7%. Positive Ergebnisbeiträge kamen insbesondere aus den Sparten Powertrain & Chassis, Vehicle Lifetime Solutions sowie Bearings & Industrial Solutions.

Unter dem Strich verdoppelte sich das Konzernergebnis auf 93 Mio. EUR, das Ergebnis je Aktie stieg entsprechend von 0,05 auf 0,10 EUR.

Schaeffler 2024/30

Schaeffler 2024/30

Weniger erfreulich entwickelte sich der Free Cashflow, der sich vor M&A-Effekten von minus 128 Mio. EUR auf minus 300 Mio. EUR verschlechterte. Als Ursache nennt Schaeffler planmäßige Restrukturierungs- und Integrationszahlungen. Gleichzeitig erhöhten sich die Nettofinanzschulden seit Jahresende 2025 um 13% auf 5,5 Mrd. EUR, der Verschuldungsgrad stieg von 2,1x auf 2,4x.

Für das Gesamtjahr bestätigt der Konzern seine Prognose mit einem Umsatz zwischen 22,5 und 24,5 Mrd. EUR, einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 3,5 bis 5,5% sowie einem positiven Free Cashflow von 100 bis 300 Mio. EUR.

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