„physible Enterprise I ist ein wichtiger Markttest im Privatanlegerbereich für die KGAL“ – Gert Waltenbauer, physible GmbH

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BondGuide im Gespräch mit Gert Waltenbauer*, Vorsitzender der Geschäftsführung der KGAL-Gruppe, über die aktuelle Emission physible Enterprise I 2018/23, Sachwerte und Diversifikation

BondGuide: Herr Waltenbauer, können Sie uns zu allererst erklären, wie es zu dem Kunstnamen ‚physible‘ kommt?
Waltenbauer: Während wir dabei waren, das Emissionsvorhaben zu strukturieren, haben wir natürlich auch über die Namensgebung nachgedacht. Mehrere Namen kamen dabei in Frage und in die engere Auswahl. Wir haben uns dann für physible entschieden. Das Wort ist eine Neuschöpfung und soll Assoziationen wecken zu den englischen Adjektiven ‚physical‘ [physisch] und ‚visible‘ [sichtbar]. Ausgesprochen hört es sich aber auch etwas an wie ‚feasable‘ [machbar].

BondGuide: Mögen Sie kurz das Anleihevorhaben physible Enterprise I 2018/23 in eigenen Worten etwas schildern für unsere Leser bitte.
Waltenbauer: Die Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren, ein angestrebtes Volumen von 30 Mio. EUR, eine privatanlegerfreundliche Stückelung von 1.000 EUR und verfügt über einen Kupon von 3% jährlich, bei halbjährlicher Zahlweise. Nach Ende des regulären Zeichnungsfensters wird die Anleihe ab Mitte Oktober in m:access gehandelt werden, dem Freiverkehrs-Auswahlsegment der Börse München. Die Investment- und Asset-Management-Gesellschaft KGAL ist dabei die Initiatorin dieses Vorhabens und Garantin für Zins- und Rückzahlung durch ihre 100%ige Tochtergesellschaft physible GmbH.

„Die neue Online-Plattform www.physible.de soll als zusätzliches Standbein der KGAL forciert werden.“

BondGuide: Die Zeichnungsfrist läuft ja schon seit dem 17. September. Weshalb können Interessierte erst ab dem 1. Oktober über die Börse München zeichnen?
Waltenbauer: Das hat organisatorische Gründe. Interessierte können physible Enterprise I 18/23 schon jetzt zeichnen, und zwar über das physible-Portal www.physible.de. Diese neue Online-Plattform soll als zusätzliches Standbein der KGAL forciert werden. Zugleich ist diese Aufteilung vorteilhaft zur Nachverfolgung, wo und wie wir Zuspruch von Anlegern erhalten haben.

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BondGuide: Macht in der Summe vier Wochen reguläre Zeichnungsfrist – die Börsenplätze, wie auch München, stellen in der Regel nur zwei Wochen zur Verfügung. Rechnen Sie denn mit einer ‚länglichen‘ Platzierungsphase oder gar einer ‚Nachspielzeit‘?
Waltenbauer: Damit rechne ich nach aktuellem Wissensstand nicht. Wie gut die Anleihe mit der KGAL als Asset Manager und Garantin an der Seite in der Öffentlichkeit, den Medien und damit in der Konversion zu tatsächlichen Zeichnern aber letztlich ankommt, darüber können wir aktuell auch erst einmal nur spekulieren. Sowohl für uns selbst wie auch für den KMU-Anleihemarkt, wie Sie ihn kennen, ist dieses Produkt völlig neu. Es ist für uns daher ein sehr wichtiger Markttest im Privatanlegerbereich.

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