Nüchterner Jahresstart bei Berentzen – Hoffnung auf zweiter Jahreshälfte

Berentzen startet mit einem Kater ins Jahr 2026 – die Konsumflaute drückt Umsatz und Ergebnis, die Prognose bleibt dennoch bestehen.

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist verhalten ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal fiel der Umsatz um 10% auf 35,2 Mio. EUR, während das EBIT um 83% auf 0,2 Mio. EUR einbrach. Auch das EBITDA sank um mehr als ein Viertel auf 2,4 Mio. EUR.

Hauptursache sei eine anhaltende Konsumzurückhaltung im deutschen Markt, die insbesondere das Segment Spirituosen belastete. Zusätzlich wirkten sich hohe Lagerbestände im Handel negativ aus: Nach schwachen Abverkäufen im Schlussquartal 2025 starteten viele Vertriebspartner mit überfüllten Beständen ins neue Jahr – entsprechend verhalten fiel die Nachbestellung aus.

Besonders stark traf es das Geschäft mit Handelsmarken, vor allem im Bereich Whiskey. Als einer der größten Anbieter in diesem Segment wurde Berentzen von der rückläufigen Marktentwicklung überproportional getroffen.

Im Vergleich zur Aktie war die damalige Anleihe von Berentzen solide verzinst und rentabel

Im Vergleich zur Aktie war die damalige Anleihe von Berentzen solide verzinst und rentabel

Trotz des schwachen Auftakts bleibt das Unternehmen optimistisch für den weiteren Jahresverlauf. Positive Impulse werden vor allem in der zweiten Jahreshälfte erwartet – unter anderem durch neue Produkte und Markeninitiativen. Dazu zählen die Einführung der neuen Marke JUMA, ein Relaunch der Marke Puschkin sowie neue Ready-to-Drink-Produkte.

Strategisch setzt Berentzen im Rahmen von BERENTZEN EVOLVE 2030 zudem auf neue Märkte und Vertriebskanäle, um Wachstum und Profitabilität langfristig zu stärken.

Entsprechend halte der ehemalige Anleiheemittent an seiner Jahresprognose fest: Für 2026 werden Umsätze zwischen 163 und 173 Mio. EUR, ein EBIT von 7 bis 9 Mio. EUR sowie ein EBITDA von 16,1 bis 18,1 Mio. EUR erwartet.

Fazit

Der Jahresstart fällt nüchtern aus – vor allem aufgrund struktureller Konsumprobleme im Heimatmarkt. Die Hoffnung ruht auf Innovationen und einer Belebung in der zweiten Jahreshälfte.

Die Berentzen-Gruppe ist ein traditionsreicher Getränkehersteller mit Fokus auf Spirituosen, alkoholfreie Getränke und Handelsmarken. CEO Oliver Schwegmann treibt die strategische Neuausrichtung im Rahmen von BERENTZEN EVOLVE 2030 voran. Berentzen ist aktiennotiert, eine Unternehmensanleihe wurde indes schon vor Jahren vollständig zurückgeführt.

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