Nordex holt 82-MW-Auftrag in Niedersachsen

Nordex erhält von der EFG Energy Farming Gruppe Aufträge für insgesamt zwölf Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von rund 82 MW. Die Projekte liegen in Niedersachsen und sollen 2028 ans Netz gehen.

Nordex baut sein Geschäft im deutschen Heimatmarkt weiter aus. Die Nordex Group hat von der EFG Energy Farming Gruppe Aufträge für die Lieferung und Errichtung von zwölf Windenergieanlagen erhalten. Die Anlagen kommen auf eine Gesamtleistung von rund 82 MW und werden für mehrere Bürgerwindprojekte in Niedersachsen errichtet.

Konkret geht es um das Projekt Erlte-Endel im Landkreis Vechta sowie das Projektcluster Bad Essen im Landkreis Osnabrück. Nordex setzt dabei überwiegend auf seine N175/6.X. In Erlte-Endel werden fünf dieser Anlagen auf 179 Meter hohen Hybridtürmen installiert. Im Cluster Bad Essen kommen weitere fünf N175/6.X sowie zwei N163/6.X zum Einsatz.

Interessant ist dabei nicht nur das Volumen des Auftrags, wie bei Nordex bereits üblich gehören Premium-Serviceverträge mit einer Laufzeit von 20 Jahren dazu. Damit sichert sich Nordex neben dem Verkauf und der Errichtung der Turbinen auch langfristige Serviceerlöse.

Der zeitliche Horizont ist allerdings noch relativ weit gesteckt: Die ersten Infrastrukturmaßnahmen sollen Ende 2026 beginnen. Die Errichtung der Anlagen ist für 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme soll im Frühjahr 2028 erfolgen.

Bürgerwind als Wachstumstreiber

Nordex 2023/30

Die Projekte sollen von Grundstückseigentümern und regionalen Bürgerwindgesellschaften betrieben werden. Damit setzt die EFG Energy Farming Gruppe auf ein Modell, bei dem die wirtschaftliche Beteiligung an der Windenergie stärker in der jeweiligen Region verankert wird.

Für Nordex ist der Auftrag vor allem mit Blick auf die langfristige Auslastung und das Servicegeschäft relevant. Der Auftragseingang von rund 82 MW ist für einen Konzern dieser Größenordnung zwar kein Großauftrag, die 20-jährigen Serviceverträge erhöhen jedoch die wirtschaftliche Bedeutung über die reine Turbinenlieferung hinaus.

Finanzielle Details zum Auftragswert nennt Nordex nicht. Entsprechend lässt sich der unmittelbare Umsatz- oder Ergebniseffekt aus der Meldung nicht beziffern.

Für Nordex ist der Auftrag dennoch ein positives Signal: Der Konzern gewinnt weitere Projekte im deutschen Onshore-Markt und verbindet die Turbinenlieferungen gleichzeitig mit langfristigen Serviceverträgen. Gerade dieser wiederkehrende Umsatz macht die Meldung für Investoren interessanter, als die reine Leistung von 82 MW zunächst vermuten lässt.

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