
Optoelektronik der AIXTRON profitiert vom Ausbau der KI-Rechenzentren, Leistungselektronik zeigt Erholungstendenzen.
Die AIXTRON SE profitiert vom Boom bei KI-Rechenzentren. Der Auftragseingang stieg im dritten Quartal 2026 um 122% auf 274,9 Mio. EUR. Davon entfielen rund zwei Drittel auf Optoelektronik und 24% auf Leistungselektronik. Der Umsatz legte um 54% auf 183,6 Mio. EUR zu. Die Jahresprognose bleibe indes unverändert.
Treiber ist vor allem die Nachfrage nach Anlagen für optische Hochgeschwindigkeitsverbindungen in KI-Rechenzentren. Der Ausbau erstreckt sich sowohl auf 800G- als auch auf 1,6T-Transceiver. Zugleich gewinnt die Leistungselektronik mit Anwendungen auf Basis von Galliumnitrid (GaN) und Siliziumkarbid (SiC) wieder an Dynamik.
In den ersten neun Monaten 2026 erhöhte sich der Gesamtauftragseingang um 76% auf 660,9 Mio. EUR. Der Anlagenauftragsbestand erreichte zum 30. September 549,4 Mio. EUR nach 286,5 Mio. EUR im Vorjahr. Der Umsatz lag im Neunmonatszeitraum mit 358,1 Mio. EUR um 3% unter dem Vorjahreswert.
Das Bruttoergebnis stieg im dritten Quartal um 88% auf 87,3 Mio. EUR, die Bruttomarge verbesserte sich von 39 auf 48%. Das EBIT erhöhte sich von 15,4 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf 56,7 Mio. EUR. Die EBIT-Marge erreichte 31% nach 13%.
Der Free Cashflow belief sich in den ersten neun Monaten auf 289,9 Mio. EUR. Die liquiden Mittel einschließlich sonstiger kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte summierten sich auf 944,8 Mio. EUR. Der Anstieg sei jedoch auch auf die erfolgreiche Platzierung einer Wandelanleihe zurückzuführen.
AIXTRON fährt die Produktion gemeinsam mit seinen Zulieferern weiter hoch. Auch der Bau des neuen Fertigungsstandorts im malaysischen Penang verläuft planmäßig. Vorstandschef Dr. Felix Grawert sieht in der starken Optoelektroniknachfrage und der sich erholenden Leistungselektronik die Basis für ein starkes Wachstumsjahr 2027.
Für 2026 bestätigt AIXTRON die Prognose: Der Umsatz soll 560 Mio. EUR ±30 Mio. EUR erreichen, bei einer Bruttomarge von rund 42% und einer EBIT-Marge von 17 bis 20%.
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