Kapitalherabsetzung und Kapitalerhöhung bei ERWE Immobilien

Mischnutzungsimmobilie

ERWE will das Grundkapital im Verhältnis 7:1 herabsetzen und anschließend frisches Kapital aufnehmen – die Elbstein AG signalisiere Unterstützung.

Die ERWE Immobilien steht vor einer umfassenden Anpassung ihrer Kapitalstruktur. Hintergrund sei ein Ergänzungsverlangen der Elbstein AG zur außerordentlichen Hauptversammlung am 2. Juni.

Kern des Vorschlags ist eine deutliche Kapitalherabsetzung: Das bisherige Grundkapital von rund 24,6 Mio. EUR solle im Verhältnis 7:1 auf knapp 3,5 Mio. EUR reduziert werden. Im Anschluss ist eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage mit Bezugsrecht der Aktionäre geplant. Das Kapital könnte dabei um bis zu 351 TEUR auf rund 3,86 Mio. EUR steigen.

Das vorgesehene Bezugsverhältnis liege bei 10:1 – Aktionäre könnten somit für jeweils zehn gehaltene Aktien nach der Herabsetzung eine neue Aktie erwerben. Der Bezugspreis soll abhängig von den Marktbedingungen festgelegt werden.

Anleihe ERWE von 2019, inzwischen laufzeitverlängert

Anleihe ERWE von 2019, inzwischen laufzeitverlängert

Die Elbstein AG hat bereits signalisiert, neue Aktien im Volumen von 200 TEUR zeichnen zu wollen – entweder direkt oder über benannte Dritte. Der Vorstand der ERWE Immobilien unterstütze die vorgeschlagenen Maßnahmen ausdrücklich, da sich dadurch die Bilanzrelationen verbessern könnten.

Zudem kündigte das Unternehmen an, auf der Hauptversammlung auch über den Jahresabschluss 2023 (!) zu informieren, dessen Veröffentlichung für kommende Woche vorgesehen ist.

Mit der geplanten Restrukturierung versucht ERWE, die finanzielle Basis zu stärken und die Voraussetzungen für eine Stabilisierung des Unternehmens zu schaffen. Das Unternehmen fokussiert sich auf innerstädtische Mischnutzungsimmobilien in deutschen Städten.

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