
Hertha BSC erzielt 2025/26 erstmals seit sieben Jahren einen (kleinen) Jahresüberschuss. Hohe Sondereffekte und die Schuldenlast bleiben.
Die Hertha BSC GmbH & Co. KGaA hat das Geschäftsjahr 2025/26 (per 30. Juni) mit einem Jahresüberschuss von 1,2 Mio. EUR abgeschlossen. Im Vorjahr hatte noch ein Fehlbetrag von 15,6 Mio. EUR zu Buche gestanden. Nach Angaben des testierten Jahresabschlusses ist es das erste positive Jahresergebnis seit 2018/19.
Die Umsatzerlöse lagen mit 89,9 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau (90,7 Mio. EUR). Einschließlich sonstiger betrieblicher Erträge von 16,3 Mio. EUR beliefen sich die betrieblichen Erträge auf 106,2 Mio. EUR – ein Plus von rund 12%. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbesserte sich auf 5,0 Mio. EUR, nach einem Verlust von 11,1 Mio. EUR im Vorjahr.
Wesentlichen Anteil daran hatten die Transfererlöse von 23,8 nach 18,4 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen zugleich von 3,8 auf 16,3 Mio. EUR. Darin enthalten waren unter anderem ein Verkaufserlös von 5 Mio. EUR, periodenfremde Erträge von 4,8 Mio. EUR und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 4 Mio. EUR. Rückläufig waren dagegen insbesondere die TV-Erlöse, die von 28,4 auf 21,0 Mio. EUR sanken. Die Personalaufwendungen blieben mit 46,8 Mio. EUR nahezu unverändert.
Auch die Finanzierungskosten gingen zurück: Der Zinsaufwand verringerte sich um rund 21% auf 3,9 Mio. EUR. Die im November 2025 verlängerte Anleihe läuft nun bis November 2028 und wird mit 6,5% p.a. verzinst. Nach einem Rückkauf von Anleihen über nominal rund 21,2 Mio. EUR verblieben zum Bilanzstichtag noch 18,8 Mio. EUR ausstehendes Anleihevolumen. Finanziert wurde der Rückkauf unter anderem durch ein Schuldscheindarlehen über 10 Mio. EUR und Kontokorrentlinien.
Die Bilanz bleibt gleichwohl angespannt: Die Verbindlichkeiten summierten sich auf 54,1 Mio. EUR, das nicht durch Eigenkapital gedeckte Defizit lag bei 37,2 Mio. EUR. Nach dem Bilanzstichtag flossen Hertha im Transferfenster Juli bis September 2026 weitere 18,3 Mio. EUR aus Spielertransfers zu.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 plant Hertha mit Gesamterlösen von 92,4 Mio. EUR und einem Jahresergebnis von 2,6 Mio. EUR. Zum Stand nach dem 8. Spieltag am 18. Oktober rangierte der Klub souverän auf Platz eins der 2ten Bundesliga. Die Gesellschaft betont zugleich die hohe Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung vom sportlichen Erfolg.
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