Droht neue Zinsschere zwischen USA und Europa?

So sieht GPT das Thema

Der Iran-Konflikt erhöht die Inflationsrisiken. Während die USA stabil bleiben könnten, drohen Europa sogar wieder Zinserhöhungen.

Die Eskalation rund um den Iran und die strategisch wichtige Straße von Hormus könnte nach Einschätzung von T. Rowe Price nicht nur die Energiepreise belasten, sondern auch zu einer zunehmenden geldpolitischen Divergenz zwischen den USA und Europa führen.

Anlagestrategin Ritu Vohora verweist darauf, dass die Märkte den jüngsten Anstieg der Energiepreise bislang weitgehend als vorübergehend einstufen. Problematisch werde die Situation jedoch dann, wenn höhere Energiepreise auf Löhne, Lebensmittelpreise und andere Bereiche der Wirtschaft durchschlagen. In diesem Fall könnten sich die Inflationsrisiken deutlich verschärfen.

Während die USA vergleichsweise robust aufgestellt seien, sieht Vohora Europa in einer schwierigeren Position. Die Vereinigten Staaten profitierten von ihrer höheren Energieunabhängigkeit, umfangreichen Investitionen in KI-Infrastruktur sowie fiskalischen Impulsen. Unter dieser Voraussetzung könnte die US-Notenbank FED im weiteren Jahresverlauf sogar wieder Spielraum für Zinssenkungen erhalten.

Achtung, scharf: es droht eine Schere zwischen Europa und den USA

Achtung, scharf: es droht eine Schere zwischen Europa und den USA

Anders die Lage in Europa: Als Nettoimporteur von Energie sei die Region deutlich anfälliger für Versorgungsschocks. Höhere Energiepreise könnten die Inflation länger auf erhöhtem Niveau halten. Laut Vohora sei deshalb nicht auszuschließen, dass die europäischen Währungshüter 2026 sogar wieder über Zinserhöhungen nachdenken müssen.

Für Anleger gewinnt damit die Diversifikation weiter an Bedeutung. Als mögliche Absicherungen gegen Inflationsrisiken nennt T. Rowe Price unter anderem Gold, inflationsgeschützte Anleihen und andere Sachwerte.

Gleichzeitig sieht die Investmentgesellschaft Chancen abseits der großen Technologiewerte. Bereits seit 2025 sei eine breitere Marktteilnahme zu beobachten. Davon profitierten insbesondere Schwellenländer, Value-Aktien sowie kleinere und mittelgroße Unternehmen.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz entwickle sich zunehmend von einem Software- zu einem Infrastrukturthema. Investitionen in Rechenzentren, Energieversorgung, Kühlung und Halbleiter könnten künftig stärker in den Fokus rücken. Daraus ergäben sich zusätzliche Chancen außerhalb der bekannten US-Technologieriesen.

Ritu Vohora

Trotz der geopolitischen Unsicherheiten bleiben die langfristigen Treiber der Märkte nach Einschätzung von T. Rowe Price intakt. Gewinnwachstum, staatliche Investitionen und der Ausbau von KI-Infrastruktur stützten weiterhin die Kapitalmärkte. Anleger sollten jedoch verstärkt auf Widerstandsfähigkeit, Diversifikation und ausgewogene Portfolios setzen.

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