
Die Deutsche Rohstoff AG hebt ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 deutlich an. Das Unternehmen erwartet nun ein EBITDA von 290 bis 310 Mio. EUR, nachdem zuvor lediglich 115 bis 135 Mio. EUR vorgesehen waren. Damit reagiert der Konzern konsequent auf ein deutlich verbessertes Marktumfeld.
Zwei zentrale Faktoren treiben die neue Prognose. Erstens hat die US-Tochter 1876 Resources ihr Bohrprogramm massiv ausgeweitet. Zweitens realisierte die Gesellschaft durch den Verkauf von 9 Mio. Aktien an Almonty Industries einen Ertrag von rund 100 Mio. EUR. Beide Effekte stärken die Ergebnisbasis erheblich.
Gleichzeitig erhöht die Deutsche Rohstoff AG auch ihre Umsatzprognose. Im Basisszenario rechnet das Unternehmen nun mit 260 bis 280 Mio. EUR, während zuvor 170 bis 190 Mio. EUR erwartet wurden. Zudem basiert die neue Planung auf höheren Rohstoffpreisen. Konkret kalkuliert der Konzern mit 75 USD je Barrel WTI sowie 3,50 USD Gaspreis.
Darüber hinaus baut 1876 Resources das operative Geschäft deutlich aus. Das Unternehmen setzt inzwischen drei Bohrgeräte parallel ein. Dadurch kann es bis zur Jahresmitte rund 20 Bohrungen durchführen. Anschließend will das Management die Produktion schrittweise steigern. In der zweiten Jahreshälfte soll die Förderung dann bei über 20.000 BOEPD liegen.
Parallel dazu investiert der Konzern erheblich in weiteres Wachstum. Das geplante Investitionsvolumen liegt bei rund 220 bis 230 Mio. EUR. Den Großteil verwendet das Unternehmen für neue Bohrungen. Zusätzlich fließen Mittel in Infrastruktur sowie Flächenakquisitionen im Powder River Basin.
Auch strategisch verbessert sich die operative Effizienz. Erstmals nutzt die Gesellschaft längere Niobrara-Bohrungen mit bis zu drei Meilen Länge. Dadurch steigert sie die Produktivität je Bohrung. Gleichzeitig erhöht das Unternehmen seine Flexibilität, da es Bohrgeräte je nach Marktumfeld anpassen kann.
Aus Sicht des Kapitalmarkts gewinnt die Entwicklung zusätzlich an Bedeutung. Die stark erhöhte Ergebnisprognose verbessert die Innenfinanzierungskraft deutlich. Gleichzeitig schafft der Beteiligungsverkauf kurzfristige Liquidität. Allerdings steigt parallel auch die Abhängigkeit von volatilen Rohstoffpreisen.
Insgesamt zeigt sich ein klarer Trend: Die Deutsche Rohstoff AG nutzt das aktuelle Marktumfeld aktiv. Sie skaliert ihr operatives Geschäft und optimiert gleichzeitig ihre Kapitalstruktur. Für Investoren und Anleihegläubiger verbessert sich damit kurzfristig das Risikoprofil, während die langfristige Entwicklung weiterhin stark vom Rohstoffmarkt abhängt.
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