
Im Folgenden eine Einschätzung des globalen Asset Managers Schroders zur Dekarbonisierung – es gestaltet die Investmentlandschaft neu.
Lesen Sie ggf. diesen Artikel vom 6. Jan. dazu
Die Dekarbonisierung ist Teil des von Schroders ausgerufenen „3D RESET“, bestehend aus den drei „Ds“: Dekarbonisierung, Demografie und Deglobalisierung. Schroders ist der Ansicht, dass diese anhaltenden Trends massive langfristige Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hatten und weiterhin haben werden.
Das Verständnis der drei „Ds“ – wie sie sich auf die Weltwirtschaft auswirken, welche Bedeutung sie für die Volatilität an den Märkten haben und wie aktive Anleger ihre Vermögenswerte optimal allokieren sollten – könnte der Schlüssel sein, um zu verstehen, was als Nächstes auf die Investor:innen zukommt und wo Chancen liegen.
Die Energiewende nimmt immer mehr Form an. Die Reaktionen der Regierungen und des Privatsektors auf den Klimawandel haben sich in den letzten Jahren beschleunigt, und wir gehen davon aus, dass diese Dynamik anhalten wird, da Länder mit zunehmenden physischen Schäden aufgrund steigender Temperaturen und unbeständigerem Wetter konfrontiert sind.
Radikale Emissionseinsparungen notwendig
Die einzelnen Länder dürften die Dekarbonisierung der Stromerzeugung nun zügig vorantreiben, da die Emissionen in den nächsten sieben Jahren um mehr als 40% gesenkt werden müssen – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu Netto-Null-Emissionen bis 2050. Der Übergang zu Netto-Null-Emissionen ist ein zentrales neues Strukturmerkmal für die Weltwirtschaft, da er einen radikalen Wandel sowohl im Energiesystem als auch in anderen zentralen Wirtschaftssektoren erfordert.
Politische Lenkungswirkung
Politische Entscheidungsträger auf der ganzen Welt nutzen Gesetze, Subventionen und Steuern, um Veränderungen durchzusetzen. Die stärkere Bepreisung von Kohlenstoffdioxid wird immer öfter genutzt, um emissionsarme Technologien zu fördern. Dazu kommen jüngste geopolitische Spannungen, wodurch sich Länder zunehmend von traditionellen Energieträgern lösen und sich stattdessen unabhängigen erneuerbaren Energiequellen zuwenden. Die Bereitschaft, die Energiewende voranzutreiben, hat auch angesichts dessen zugenommen.
Essentielle Rohstoffe
Für den flächendeckenden Ausbau sauberer Energietechnologien sind wichtige Mineralien wie Kobalt, Nickel und Graphit unabdingbar und somit begehrt. Doch die begrenzten Mengen dieser Rohstoffe und der Wettbewerb um sie werden die Energiewende erschweren und die Inflation oder Greenflation, also Preissteigerungen durch die voranschreitende Energiewende, anheizen. Nichtsdestotrotz wird technologische Innovation ein Schlüsselfaktor im langfristigen Kampf gegen den Klimawandel sein. Die Anstrengungen zur Verringerung der CO2-Emissionen werden in den nächsten zehn Jahren zu verstärkten Investitionen in grüne Technologien und die dafür erforderliche Infrastruktur führen.
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