EZB im Beobachtungsmodus – kein Handlungsbedarf bei Zinsen im Oktober

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Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte die Zinsen im Oktober unverändert lassen. Der Anstieg der langfristigen Renditen seit der letzten Sitzung könnte das Wachstum belasten. Die Kerninflation, bei der Lebensmittel und Energie unberücksichtigt bleiben, hat sich seit Mai trotz anhaltender geopolitischer Risiken in einem Bereich zwischen 2,4 und 2,7% gehalten. Der aktuelle Marktkommentar von François Rimeu, Chief Strategist, Crédit Mutuel Asset Management:

Unsere Erwartungen:

  • Der Einlagensatz dürfte unverändert bei 2,50% bleiben.
  • Christine Lagarde wird voraussichtlich erneut betonen, dass die Inflationsrisiken nach oben und die Wachstumsrisiken nach unten tendieren, und dabei die Widerstandsfähigkeit der europäischen Wirtschaft hervorheben.
  • Was die angespannte Lage rund um die französischen Staatsschulden betrifft, dürfte sie erklären, dass die EZB die Situation genau beobachtet – vor allem im Hinblick auf die geldpolitische Transmission. Sie dürfte dabei auf das Programm „Outright Monetary Transactions“ (OMT) und das „Transmission Protection Instrument“ (TPI) verweisen, die beide bislang noch nie zum Einsatz gekommen sind.


Fazit

Die EZB dürfte weiterhin vorsichtig vorgehen und wie üblich davon absehen, Hinweise auf den Zinspfad zu geben. Höhere langfristige Renditen, straffere Finanzbedingungen und der zweite Energieschock könnten die Nachfrage belasten, was den Bedarf an weiteren Straffungsmaßnahmen verringert.

François Rimeu, Crédit Mutuel AM

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